Bachelorarbeit, 2013
62 Seiten, Note: 1,85
Theoretischer und empirischer Hintergrund
Einleitung
Theorien zur Erklärung sozialer Effekte in der Simon Aufgabe
Herleitung der Fragestellung
Experiment 1
Methode
Stichprobe
Material
Durchführung
Ergebnisse
Diskussion
Experiment 2
Methode
Stichprobe
Material
Durchführung
Ergebnisse
Diskussion
Experiment 3
Methode
Stichprobe
Material
Durchführung
Ergebnisse
Diskussion
Vergleich der Ergebnisse
Allgemeine Diskussion
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob soziale Effekte in einer geteilten go-nogo Aufgabe (soziale Simon Aufgabe) auch dann auftreten, wenn räumliche Kompatibilitätseffekte ausgeschlossen werden, und inwieweit nicht-soziale räumliche Kodierungshinweise ähnliche Auswirkungen auf die Aufgabenbearbeitung haben.
Experiment 1
In erster Linie sollte das Experiment 1 als Kontrollgruppe für die nächsten beiden Experimente dienen. In einer üblichen Simon-Aufgabe reagieren Probanden durch Drücken einer rechten oder linken Antworttaste auf die nicht-räumlichen Attribute eines Stimulus, der randomisiert auf der rechten oder linken Bildschirmseite erscheint. Die gewöhnlichen Befunde für diese Aufgabe zeigen, dass Probanden bessere Leistungen erbringen, wenn der Stimulus auf der Seite der richtigen Antworttaste erscheint (Simon & Rudell, 1967). Es gibt also einen Kompatibilitätseffekt. In unserem Experiment jedoch wurden die Stimuli nicht horizontal, sondern vertikal präsentiert. Die Antworttasten blieben allerdings horizontal angeordnet. Das Auftreten eines Kompatibilitätseffekts war also gar nicht möglich, da die Reizposition und die Position der Antworttaste nie miteinander korrespondierten. Demnach nahmen wir für dieses Experiment an, dass keine signifikanten Effekte der Farbe oder des Orts der Reizpräsentation auftreten würden.
Theoretischer und empirischer Hintergrund: Einführung in die soziale Simon Aufgabe und Diskussion bestehender Theorien wie der Ideomotor-Theorie zur Erklärung gemeinsamer Handlungsrepräsentationen.
Experiment 1: Kontrollstudie zur Etablierung eines Designs, in dem räumliche Kompatibilitätseffekte durch vertikale Reizdarstellung eliminiert wurden.
Experiment 2: Untersuchung, ob in einer geteilten go-nogo Aufgabe soziale Effekte ohne den Faktor der räumlichen Kompatibilität auftreten.
Experiment 3: Untersuchung, ob ein nicht-sozialer räumlicher Kodierungsreiz (japanische Winkekatze) ähnliche Effekte wie ein sozialer Interaktionspartner erzeugt.
Vergleich der Ergebnisse: Synthese der Resultate aus allen drei Experimenten zur Klärung der Rolle sozialer versus räumlicher Komponenten.
Allgemeine Diskussion: Zusammenfassende Bewertung, ob soziale Faktoren oder räumliche Kodierungshinweise für die beobachteten Leistungsminderungen verantwortlich sind.
Social-Simon-Effect, go-nogo Aufgabe, Ideomotor-Theorie, Handlungsrepräsentationen, räumliche Kodierung, Kompatibilitätseffekt, soziale Erleichterung, gemeinsame Handlungsplanung, kognitive Psychologie, Stimulus-Reaktions-Kompatibilität, geteiltes Handeln, Reaktionszeit, Antwortgenauigkeit.
Die Arbeit untersucht, welche Faktoren für das Auftreten eines sozialen Simon-Effekts in kooperativen Handlungssituationen verantwortlich sind.
Die Schwerpunkte liegen auf den Mechanismen der Handlungsrepräsentation, der Abgrenzung zwischen sozialen Einflüssen und räumlichen Reiz-Reaktions-Kodierungen sowie der Rolle von Referenzrahmen.
Das Ziel ist es, in einer go-nogo-Situation einen sozialen Effekt im Sinne der Ideomotor-Theorie aufzudecken, ohne dass ein räumlicher Kompatibilitätseffekt die Ergebnisse überlagert.
Es werden drei experimentelle Studien mit innerhalb-Subjekt-Designs durchgeführt, bei denen die Teilnehmer Reaktionsaufgaben unter variierenden sozialen oder nicht-sozialen Bedingungen bearbeiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Darstellung und Ergebnisanalyse dreier Experimente, gefolgt von einem Vergleich und einer allgemeinen Diskussion der Befunde.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Social-Simon-Effect, Ideomotor-Theorie, Handlungsrepräsentation, Kompatibilitätseffekt und räumliche Kodierung.
In Experiment 2 wurde der für Simon-Aufgaben typische Faktor der räumlichen Kompatibilität bewusst ausgeschaltet, um isoliert die soziale Komponente bei geteilten Aufgaben zu testen.
Sie dient als nicht-sozialer räumlicher Kodierungsreiz, um zu prüfen, ob die Anwesenheit eines Objekts mit räumlicher Referenz ähnliche Effekte auslöst wie ein sozialer Partner.
Die Ergebnisse stützen die Ideomotor-Theorie, da die Leistung in der sozialen Paarbedingung schlechter ausfiel als in der Einzelbedingung, was darauf hindeutet, dass Handlungen des Partners mitgedacht werden.
Die relativ kleine Stichprobe und die Homogenität der Teilnehmer (vorwiegend Psychologiestudierende) werden als Einschränkungen für die Repräsentativität und externe Validität der Ergebnisse genannt.
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