Masterarbeit, 2015
72 Seiten
1 Einleitung
1.1 Anlass und Problemstellung
1.2 Fokus und Eingrenzung
1.3 These und Hypothese
1.4 Fragestellung und Aufbau
2 Entwicklung und Veränderung
2.1 Gesellschaft
2.2 Der Einfluss von Sprache, Schrift und Medien
2.3 Das Individuum als Ressource der Wissensgesellschaft
2.4 Kritische Würdigung
3 Theorie des Lernens – psychologische und soziologische Aspekte
3.1 Lernhaltung
3.2 Das Selbstgesteuerte Lernen verlernen
3.3 Die Entwicklung des Selbst
3.4 Statische Sprache oder Prozess-Sprache
3.5 Kritische Würdigung
4 Von drei führenden Köpfen lernen
4.1 Rolf Arnold – Lernen ermöglichen
4.2 John Hattie – Forschung und Ergebnisse aus seiner Metastudie
4.2.1 Ein Konzept des exzellenten Lehrens
4.2.2 Lehrer-Schüler-Beziehung
4.2.3 Feedback
4.3 Carl Rogers – der Personenzentrierte Ansatz
4.3.1 Angeborene Aktualisierungstendenz
4.3.2 Der Symbolisierungsprozess
4.3.3 Emotion und Bewusstsein
4.3.4 Flexibles und rigides Selbstkonzept
4.3.5 Lernförderliche Beziehungen
4.3.6 Signifikantes Lernen
4.3.7 Ergebnisse von Rogers Forschung und Beweisführung
4.4 Kritische Würdigung
5 Schulung und Evaluation von Lehrpersonen
5.1 Schulung der Lehrpersonen anhand praktischer Beispiele
5.2 Arbeit mit Tonaufnahmen
5.3 Supervision
5.4 Transferhilfen
5.5 Checklisten und Beobachtungsschema von Rolf Dubs
6 Abschluss
6.1 Stellungnahme zu den Thesen
6.2 Beantwortung der Fragen
6.3 Fazit
Die Arbeit untersucht, wie Lehrpersonen an Höheren Fachschulen durch den Einsatz des Personenzentrierten Ansatzes und die Gestaltung einer positiven Lehrer-Schüler-Beziehung das selbstgesteuerte Lernen sowie die Persönlichkeitsreifung der Studierenden fördern können.
4.3.6 Signifikantes Lernen
Rogers definiert zehn Prinzipien für signifikantes Lernen in Freiheit: “
1. Menschen besitzen ein natürliches Potential zum Lernen.
2. Signifikantes Lernen findet statt, wenn der Lerninhalt vom Lernenden als für seine eigenen Zwecke relevant wahrgenommen wird.
3. Lernen, das – in der eigenen Vorstellung – eine Veränderung in der Organisation des Selbst einschliesst, wird als bedrohlich empfunden und hat die Tendenz, Widerstand hervorzurufen.
4. Solche Lernprozesse, die für das Selbst bedrohlich sind, werden leichter verstanden und assimiliert, wenn äussere Bedrohungen minimal sind.Wenn die Bedrohung des Selbst gering ist, kann eigene Erfahrung in differenzierter Weise wahrgenommen werden und der Lernprozess kann voranschreiten.
5. Signifikantes Lernen wird sehr oft durch Tun erreicht.
6. Lernen wird gefördert, wenn der Lernende den Lernprozess verantwortlich mitbestimmt.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des lebenslangen, selbstgesteuerten Lernens in der modernen Wissensgesellschaft ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Rolle der Lehrperson.
2 Entwicklung und Veränderung: Das Kapitel erläutert den gesellschaftlichen Wandel und die Rolle des Individuums als Wissensressource in der Postindustriellen Gesellschaft.
3 Theorie des Lernens – psychologische und soziologische Aspekte: Hier werden zentrale Lerntheorien dargestellt sowie das Zusammenspiel von Fremd- und Selbststeuerung thematisiert.
4 Von drei führenden Köpfen lernen: Dieses Kapitel stellt die theoretischen Ansätze von Rolf Arnold, John Hattie und Carl Rogers vor, die für den Wandel in der Bildungskultur essenziell sind.
5 Schulung und Evaluation von Lehrpersonen: Der Fokus liegt auf konkreten Programmen und Instrumenten, die Lehrpersonen bei der Entwicklung einer personenzentrierten Haltung unterstützen.
6 Abschluss: Die Arbeit schließt mit einer Stellungnahme zu den aufgestellten Thesen, der Beantwortung der zentralen Fragen und einem Fazit.
Selbstgesteuertes Lernen, Personenzentrierter Ansatz, Lehrer-Schüler-Beziehung, Wissensgesellschaft, Lernhaltung, Ermöglichungsdidaktik, Persönlichkeitsentwicklung, Kompetenzentwicklung, Feedback, Kongruenz, Akzeptanz, Empathie, Konstruktivismus, Selbstkonzept, Lehrerhandeln.
Die Arbeit behandelt die Möglichkeiten, wie Lehrpersonen an Höheren Fachschulen ein selbstgesteuertes, nachhaltiges Lernen durch den Personenzentrierten Ansatz ermöglichen können.
Neben der soziologischen Einordnung der Wissensgesellschaft stehen die pädagogisch-psychologischen Grundlagen des Lernens, die Lehrer-Schüler-Beziehung und die praktische Lehrerfortbildung im Mittelpunkt.
Die Arbeit untersucht, wie die Lehrperson durch gezielte Beziehungsgestaltung und Kommunikation das selbstgesteuerte Lernen und die Reifung der Persönlichkeit bei Studierenden fördern kann.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche basiert und die Erkenntnisse führender Wissenschaftler wie Hattie, Rogers und Arnold synthetisiert.
Im Hauptteil werden die Theorien von Arnold, Hattie und Rogers analysiert sowie ein erprobtes Schulungsprogramm für Lehrpersonen zur Verbesserung ihrer Beziehungsgestaltung dargelegt.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Selbststeuerung, Personenzentrierter Ansatz, Lehrer-Schüler-Beziehung und Kompetenzreifung.
Gemäß der Forschung von John Hattie ist die Qualität dieser Beziehung der einflussreichste Faktor für den Lernerfolg der Studierenden.
Durch den Einsatz des Personenzentrierten Ansatzes und die Förderung einer offenen Prozess-Sprache kann die Lehrperson Studierende aus einer passiven, lehrerabhängigen Rolle befreien.
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