Bachelorarbeit, 2015
51 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Digitale Medien im Lernprozess
2.1 Selbstgesteuertes Lernen
2.2 Informelle/formelle Kompetenzentwicklung für das Lebenslange Lernen
2.3 Motivierung der Schüler durch mediale Einbettung der Themen
3 Schlüsselbegriffe Medienbildung und Medienkompetenz
3.1 Zum Begriff der Medienbildung
3.2 Kompetenzbegriff nach Baacke
4 Mediensozialisation
4.1 Lehrer als Digital Immigrants
4.2 Schüler als Digital Natives
5 Medien und Lehrer
5.1 Digitale Medien und die momentane Situation in der Lehramtsausbildung
5.2 Die veränderte Lehrerrolle für die mediale Bildung von Schülern
5.3 Möglichkeiten des Kompetenzerwerbs für Digital Immigrants
6 Risiken von digitalen Medien für Schüler bei inkompetenter Mediennutzung
6.1 Digital Divide
6.2 Internet Addiction Disorder
6.3 Cybermobbing
7 Medienkompetenz von Lehrern zur Förderung der mediale Bildung von Schülern
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Medienkompetenz von Lehrkräften auf die mediale Bildung von Jugendlichen. Ziel ist es zu analysieren, wie Lehrkräfte als "Digital Immigrants" ihre Medienkompetenz erweitern können, um Schüler als "Digital Natives" beim kompetenten Umgang mit digitalen Medien zu unterstützen und Risiken der Mediennutzung zu minimieren.
4.1 Lehrer als Digital Immigrants
Digital Immigrants bezeichnet eine Generation, welche das Neue häufig mit dem Alten vergleicht. Ausschlaggebende Faktoren im Entscheidungsprozess sind Erfahrungswissen und Gewohnheiten. Die Vorteile, Komplexität und Kompatibilität des Neuen mit dem Vorhandenen, sowie die Beobachtbarkeit und Prüfbarkeit, spielen eine große Rolle (vgl. Jäckel, 2012, S.25). Immigrants sind Einwanderer, die ein neues Land betreten. Die Generationen, die vor dem Aufkommen der Computertechnologie geboren wurden, sind nicht mit einer technischen Ausstattung aufgewachsen. Diese Generation muss sich den Umgang mit Computer, Handy, Smartphone oder Tablet aneignen und betritt somit eine neue digitale Welt. „Those of us who were not born into the digital world but have, at some later point in our lives, become fascinated by and adopted many or most aspects of new technology are, and always will be compared to them, Digital Immigrants“ (Prensky, 2001, S.1f.). Dieser Generation gehören auch Lehrer an, die ohne Medien aufgewachsen sind. Digital Immigrants halten sich lieber in der realen physischen Welt auf und erledigen Dinge sofort und ohne technische Unterstützung.
Digital Immigrants nutzen einen Internetzugang nur, wenn er unbedingt nötig ist (vgl. Ambrosetti, 2011, S. 2340). Digital Immigrants nutzen neue innovative Medien, halten zudem aber noch an alten Gewohnheiten fest. Wenn möglich, erreichen Digital Immigrants ihr Ziel allerdings ausschließlich auf altem klassischen Weg. Die Lehrergeneration der Digital Immigrants hat folgende Lehreigenschaften verinnerlicht: langsames und individuelles Unterrichten, Schritt für Schritt, eins nach dem anderen, seriös und hierarchisch über den Schülern stehend (vgl. Prensky, 2001, S.2). Die Generation der Digital Immigrants hat nur ein geringes Interesse an den neuen Lerneigenschaften der Digital Natives, nämlich zeitgleiches und zügiges Lernen im Kontext digitaler Medien. Einige Lehrer dieser Generation sind nicht davon überzeugt, dass Lernen Spaß machen sollte. Sie sind der Meinung, dass die Methoden nach denen sie selbst in der Schule gelernt haben, ebenso für die jetzigen Schüler geeignete Unterrichtsmethoden darstellen (vgl. edb.).
1 Einleitung: Hinführung zur Thematik des Wandels zur Wissensgesellschaft und der Notwendigkeit einer Medienkompetenz für Lehrer und Schüler.
2 Digitale Medien im Lernprozess: Erläuterung der Bedeutung von selbstgesteuertem Lernen, informeller und formeller Kompetenzentwicklung sowie Motivationsstrategien.
3 Schlüsselbegriffe Medienbildung und Medienkompetenz: Theoretische Abgrenzung der zentralen Begriffe Medienbildung und Medienkompetenz nach Dieter Baacke.
4 Mediensozialisation: Analyse der unterschiedlichen Sozialisationsbedingungen von Lehrern (Digital Immigrants) und Schülern (Digital Natives).
5 Medien und Lehrer: Darstellung der Situation in der Lehramtsausbildung, der veränderten Lehrerrolle und Möglichkeiten für Lehrkräfte, Medienkompetenz zu erwerben.
6 Risiken von digitalen Medien für Schüler bei inkompetenter Mediennutzung: Detaillierte Betrachtung der Gefahren durch Digital Divide, Internet Addiction Disorder und Cybermobbing.
7 Medienkompetenz von Lehrern zur Förderung der mediale Bildung von Schülern: Möglichkeiten der praktischen Implementation von Medien in den Schulalltag.
8 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf notwendige strukturelle Änderungen im Bildungssystem.
Medienkompetenz, Medienbildung, Digital Immigrants, Digital Natives, Schule, Lehramtsausbildung, Medienpädagogik, Selbstgesteuertes Lernen, Mediensozialisation, Internet Addiction Disorder, Cybermobbing, Digital Divide, Lernmotivation, Wissensgesellschaft, Medienberatung
Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit, dass Lehrkräfte eine fundierte Medienkompetenz erwerben, um Schüler im digitalen Zeitalter medial zu bilden und kompetent durch eine Welt digitaler Medien zu führen.
Die zentralen Themen umfassen die unterschiedliche Mediensozialisation von Generationen (Digital Natives vs. Immigrants), die Herausforderungen der Integration digitaler Medien in Unterrichtsstrukturen sowie die Risiken unkontrollierter Mediennutzung.
Die Forschungsfrage untersucht, inwieweit die Medienkompetenz von Lehrern einen direkten Einfluss auf die mediale Bildung von Jugendlichen ausübt und deren kompetenten Umgang mit digitalen Medien fördern kann.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf einer Literaturanalyse aktueller medienpädagogischer Standards, Studien und Fachliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Lernens mit Medien, die Analyse der Generationenunterschiede, die Situation in der Lehramtsausbildung sowie die Risikobetrachtung digitaler Gefahren.
Medienkompetenz, Digital Immigrants, Digital Natives, Mediensozialisation und Medienbildung sind die zentralen Konzepte, die den roten Faden der Arbeit bilden.
Lehrer sollen im digitalen Zeitalter von reinen Wissensvermittlern zu Lernbegleitern (Coaches) werden, die den aktiven, selbstgesteuerten Lernprozess der Schüler moderieren.
Die Autorin fordert eine verpflichtende Integration von Medienpädagogik und Mediendidaktik in die Lehramtsausbildung sowie obligatorische Fortbildungen für praktizierende Lehrkräfte, um den Anschluss an die digitale Lebenswelt der Schüler zu sichern.
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