Bachelorarbeit, 2013
37 Seiten, Note: 1,7
I. Einleitung
II. Der Terminus Virtuosität und seine Rolle in der Klaviermethodik
1. Definitionsversuche des Terminus Virtuosität
2. Die Bewältigung virtuosen Klavierspiels als Thema in der Klaviermethodik
III. Liszts Erlkönig-Transkription
1. Allgemeine Einordnung und Begründung des Untersuchungsgegenstandes
2. Auflistung der pianistischen Anforderungen
IV. Methodisch-didaktische Analyse ausgewählter Anforderungen
1. Oktaven-/Akkord-/Doppelgriffvibrato
2. Oktavpassagen
3. Sprünge
4. Mehrstimmigkeit innerhalb einer Hand
5. Tremoli
6. Arpeggien
7. Gebrochene Akkorde
V. Fazit
Die Arbeit untersucht die methodischen Wege zur Bewältigung technischer Herausforderungen im virtuosen Klavierspiel, wobei Franz Liszts Liedtranskription „Der Erlkönig“ als repräsentatives Fallbeispiel dient. Ziel ist es, die pianistischen Anforderungen des Werkes zu analysieren und didaktische Strategien für ihre Ausführung aufzuzeigen.
1. Oktaven-/Akkord-/Doppelgriffvibrato
Das Vibrato (T. 1 ff.) kann auf zwei verschiedene Arten erzeugt werden, die sich im Grad des Mischungsverhältnisses der am Anschlag beteiligten Gliedmaßen unterscheiden. Eine Möglichkeit bildet das sog. Handgelenksvibrato, das mittels vibrierenden Bewegungen des Handgelenks ausgeführt wird. Es ist laut Gát zwar für das Spiel von Oktavgängen über längere Zeit geeignet, neigt jedoch dazu, ungleichmäßig und dynamisch unzuverlässiger zu sein. Auch Cortot sieht in dieser Technik Vorteile für die Ausdauer, da weniger Muskeln kontrahieren müssen als bei der zweiten Methode mit unbeweglichem Handgelenk. Ich bevorzuge letztere Möglichkeit, die massiver, kraftvoller und dynamisch variabler, aber ermüdender ist.
Die erforderliche Schnelligkeit ist dabei v.a. Ergebnis von Zitterbewegungen des Unterarms, die die großen Muskeln Trizeps (Strecker) und Bizeps (Beuger) ermöglichen. Für eine möglichst ökonomische Kraftübertragung dieser Bewegungen bilden Handgelenk und Unterarm eine völlige Einheit. Daher unterlasse ich Bewegungen des Handgelenks und fixiere es wie Evgeny Kissin in einer mittigen Stellung. Der „Hebel“ aus Unterarm und Hand bewirkt, dass bereits kleinste vertikale Zitterbewegungen ungehemmt übertragen werden. Die Stellung des Handgelenks ist dabei individuell unterschiedlich, wie Breithaupt konstatiert. Für die Stellen im Pianissimo empfehle ich die Fixierung des Handgelenks etwas zu lösen, da so die anschlagende Masse kleiner wird.
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Technik für die Virtuosität und steckt den Forschungsrahmen der Arbeit ab.
II. Der Terminus Virtuosität und seine Rolle in der Klaviermethodik: Dieses Kapitel definiert Virtuosität theoretisch und analysiert die historische Auseinandersetzung der Klaviermethodik mit diesem Phänomen.
III. Liszts Erlkönig-Transkription: Hier wird das Werk „Der Erlkönig“ eingeordnet, begründet und die pianistischen Anforderungen systematisch tabellarisch aufgelistet.
IV. Methodisch-didaktische Analyse ausgewählter Anforderungen: Das Kernkapitel bietet konkrete methodische Analysen und Übungsvorschläge zu spezifischen technischen Herausforderungen des Stücks.
V. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zur Erlernbarkeit technisch-virtuoser Fähigkeiten zusammen und reflektiert die Ergebnisse.
Klavierpädagogik, Virtuosität, Franz Liszt, Erlkönig, Klaviertechnik, Methodik, Übungsstrategien, Oktavtechnik, Armgewicht, Handgelenksfixierung, Unterarmrotation, Sprungtechnik, Mehrstimmigkeit, pianistische Anforderungen, Musikwissenschaft
Die Arbeit untersucht, wie technische Höchstleistungen im Klavierspiel (Virtuosität) methodisch bewältigt werden können, am Beispiel der anspruchsvollen Erlkönig-Transkription von Franz Liszt.
Die Arbeit verknüpft musikwissenschaftliche Definitionen von Virtuosität mit der praktischen Klaviermethodik und einer detaillierten Analyse spezifischer pianistischer Herausforderungen.
Ziel ist es, methodische Ansätze und Übungsvorschläge für die technische Bewältigung von Virtuosität zu entwickeln, die sich an der pianistischen Praxis orientieren.
Es erfolgt eine Literaturanalyse klaviermethodischer Lehrwerke kombiniert mit einer strukturierten Analyse der pianistischen Anforderungen des untersuchten Notentextes.
Der Hauptteil analysiert sieben spezifische pianistische Anforderungstypen, darunter Vibrato, Oktavpassagen, Sprünge und Mehrstimmigkeit, und leitet daraus konkrete Übungen ab.
Klavierpädagogik, Virtuosität, Klaviertechnik, Liszt, Methodik, Erlkönig, Übungspraxis und Armgewicht.
Das Werk vereint in komprimierter Form eine Vielzahl virtuoser Anforderungen wie Oktavtechnik, Tremoli und komplexe Sprünge, was es zum idealen Modell für die methodische Untersuchung macht.
Die Fixierung der Hand bzw. des Handgelenks wird als notwendige Voraussetzung für die ökonomische Kraftübertragung und Stabilität bei hochvirtuosen Passagen wie Oktavtremoli hervorgehoben.
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