Bachelorarbeit, 2016
21 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Kadrierung und der Raum im Off
3. Die Montage als Nachbearbeitung des filmischen Raumes
3.1. Die Aufgabe der Montage
3.2. Das anamorphe Breitbild und die Symmetrie in Andersons Filmen
4. Der Raum in der Zuschauerwahrnehmung
5. Heterotopie nach Michel Foucault
5.1. Anwendung des Begriffs Heterotopie auf die räumliche Gestaltung in Andersons Filmen
5.2. Heterotopie in Moonrise Kingdom
6. Arten von filmischen Räumen und ihre Verwendung in Andersons Filmen
7. Kamerabewegung als Verstärkung räumlicher Illusion
7.1. Kamerafahrten in Andersons Filmen
8. Fazit
9. Bibliographie
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des filmischen Raumes und analysiert anhand ausgewählter Sequenzen aus den Werken von Wes Anderson, wie dieser mittels technischer Gestaltungsmittel wie Kadrierung, Montage und Kamerabewegung den Raum als Kunstobjekt inszeniert.
3.2. Das anamorphe Breitbild und die Symmetrie in Andersons Filmen
In Wes Andersons zweitem Film, Rushmore, wurde erstmals der typische anamorphic wide screen eingesetzt. Diese Tatsache ist deshalb sehr wichtig, da diese Art der Bildzerrung und die dadurch erhöhte Bedeutung des für die Zuschauer ersichtlichen filmischen Raumes in all seinen folgenden Filmen erkennbar ist. Diese Kameraeinstellung kann sozusagen als Markenzeichen Wes Andersons gesehen werden. Wes Anderson lässt dem Rezipienten durch diese breiten Einstellungen die Möglichkeit, ihren Blick selbst zu lenken.
In einem Interview mit Matt Zoller Seitz äußert sich Wes Anderson wie folgt zur Benutzung der Wide Shots:
„But with an anamorphic lens, you use the whole negative, more than you use with 1.85. It's the sharpest, and it's also wide, and it does have this strange aspect where, when you pan, when you move, there's this kind of distortion that happens.“
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zur räumlichen Filmgestaltung bei Wes Anderson und Definition des methodischen Ansatzes.
2. Die Kadrierung und der Raum im Off: Theoretische Erläuterung der Bildbegrenzung und der Bedeutung des Raumes, der außerhalb des sichtbaren Rahmens liegt.
3. Die Montage als Nachbearbeitung des filmischen Raumes: Analyse der Montage als Mittel zur logischen Verknüpfung von Einstellungen und Darstellung von André Bazins Theorien.
4. Der Raum in der Zuschauerwahrnehmung: Untersuchung, wie Zuschauer filmische Räume durch ihre Wahrnehmung und Erzählstränge konstruieren.
5. Heterotopie nach Michel Foucault: Übertragung des Foucault'schen Konzepts der "Gegenorte" auf die räumliche Gestaltung in Wes Andersons Filmen.
6. Arten von filmischen Räumen und ihre Verwendung in Andersons Filmen: Klassifizierung verschiedener Raumtypen wie figurzentrierte Räume, Detailräume und Bühnenräume.
7. Kamerabewegung als Verstärkung räumlicher Illusion: Erläuterung der Wirkung von Kamerafahrten und Schwenks auf die räumliche Erfahrung des Publikums.
8. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen hinsichtlich der filmischen Rauminszenierung als Kunstobjekt.
Filmischer Raum, Wes Anderson, Kadrierung, Montage, Heterotopie, Michel Foucault, Kamerabewegung, Zuschauerwahrnehmung, Rauminszenierung, Anamorphes Breitbild, Symmetrie, Filmtheorie, Raum im Off, Planimetrische Räume.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Theorie des filmischen Raumes und wie dieser durch den Regisseur Wes Anderson bewusst gestaltet und inszeniert wird.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Wechselwirkung zwischen technischer Kameraführung, Montage, der Kadrierung sowie der theoretischen Einbettung in Begriffe wie die Heterotopie.
Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Wes Anderson durch seine spezifische Rauminszenierung den Film als ein präzise gestaltetes Kunstobjekt begreifbar macht.
Die Arbeit verknüpft filmtheoretische Konzepte mit einer filmwissenschaftlichen Analyse prägnanter Szenen aus ausgewählten Filmen Wes Andersons.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen über Kadrierung und Montage sowie praktische Analysen verschiedener Raumtypen und Kameratechniken in Andersons Werk.
Zu den zentralen Begriffen gehören filmischer Raum, Kadrierung, Heterotopie, Montage, Symmetrie und Kamerabewegung.
Heterotopien werden als Orte verstanden, die aus der alltäglichen Norm ausbrechen; bei Anderson zeigt sich dies sowohl in der fiktiven Weltgestaltung als auch im Fluchtverhalten der Charaktere.
Die Symmetrie dient als formales Gestaltungsmittel, das dem Bild eine fotografische Präzision verleiht und als markantes Stilmittel den filmischen Raum als Ganzes betont.
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