Bachelorarbeit, 2016
39 Seiten, Note: 2,0
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. Einleitung
2. „User Generated Content“ als Hauptaspekt des Web 2.0
2.1 Web 2.0 - Eine Begriffserklärung
2.1.1 Web 1.0 vs. Web 2.0
2.2 „User Generated Content“
2.2.1 Definition
2.2.2 Arten und Plattformen von „User Generated Content“
2.3 Die Medienkultur der „Generation C“
3. Selbstdarstellung: Die Präsentation der eigenen Person
3.1 Soziale Interaktion und Motive der Selbstdarstellung
3.2 Selbstdarstellungstheorie nach Hans D. Mummendey
3.2.1 Selbstdarstellungstechniken und Impression-Management
3.3 Virtuelle Identität und Selbstdarstellung im Web 2.0
4. Selbstdarstellung auf der Videoplattform YouTube
4.1 YouTube – Das Videoportal
4.1.1 Die Entstehung der Plattform
4.1.2 Professionalisierung: Von Katzenvideos bis zur Unterhaltungsindustrie
4.2 Selbstdarstellung auf YouTube
4.2.1 Aufmerksamkeitsökonomie und Authentizität auf der Videoplattform
5. Fallbeispiel „Mrs. Bella“: Die Optimierung des Selbst
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Selbstdarstellung auf YouTube im Kontext der Aufmerksamkeitsökonomie. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, warum Individuen die Videoplattform zur persönlichen Inszenierung nutzen und wie sozialpsychologische Theorien zur Selbstdarstellung auf das Verhalten im Web 2.0 angewendet werden können.
3.3 Virtuelle Identität und Selbstdarstellung im Web 2.0
Der Begriff „Identität“ kann als Antwort auf die Frage „Wer bin ich?“ definiert werden. Die Gesamtheit der Merkmale, Charaktereigenschaften, Gefühle und Verhalten bilden beispielsweise eine Identität. Doch damit wird kein Individuum geboren.
Identität entwickelt sich; sie ist bei der Geburt anfänglich nicht vorhanden, entsteht aber innerhalb des gesellschaftlichen Erfahrungs- und Tätigkeitsprozesses, das heißt im jeweiligen Individuum als Ergebnis seiner Beziehungen zu diesem Prozess als Ganzem und zu anderen Individuen innerhalb dieses Prozesses.
An einer Identität wird unbewusst gearbeitet und sie ist stetig im Wandel, da ein Mensch immer wieder Erfahrungswerte gewinnt, die ihn prägen und in seinen Handlungen und Denkweisen beeinflussen. Durch diese Erlebnisse versucht das Individuum die Frage „Wer bin ich?“ zu beantworten.
Virtuelle Identitäten bilden sich, wenn Menschen sich im Internet selbst darstellen. Einerseits können Menschen im Netz willkürlich Scheinidentitäten bilden. Andererseits kann somit Identitätsarbeit stattfinden, dadurch dass das Individuum Teile seines Selbst preisgibt und sich selbst reflektieren kann. Dieses geschieht in der realen Welt häufig nicht, da man in der virtuellen Welt die Möglichkeit hat, länger über das nachzudenken, was man von sich veröffentlichen oder schreiben möchte. Durch den anonymen Charakter des Internets können die Nutzer beliebige Rollen annehmen, die fernab der Realität liegen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz von YouTube als Plattform zur Selbstdarstellung ein und umreißt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2. „User Generated Content“ als Hauptaspekt des Web 2.0: Dieses Kapitel definiert den Begriff Web 2.0 sowie „User Generated Content“ und erläutert die Medienkultur der „Generation C“.
3. Selbstdarstellung: Die Präsentation der eigenen Person: Hier werden theoretische Grundlagen zur sozialen Interaktion und Selbstdarstellung, insbesondere die Theorie von Hans D. Mummendey, erörtert.
4. Selbstdarstellung auf der Videoplattform YouTube: Das Kapitel analysiert YouTube als Videoportal, beleuchtet dessen Professionalisierung und verknüpft die Plattform mit den Konzepten der Aufmerksamkeitsökonomie.
5. Fallbeispiel „Mrs. Bella“: Die Optimierung des Selbst: Anhand der YouTuberin „Mrs. Bella“ wird praktisch untersucht, wie Strategien der Selbstdarstellung und Impression-Management konkret umgesetzt werden.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und bekräftigt die Bedeutung von YouTube für die digitale Identitätsbildung.
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Die Arbeit untersucht, wie Menschen YouTube nutzen, um sich selbst darzustellen und wie sich die Videoplattform zu einer zentralen Bühne der Aufmerksamkeitsökonomie entwickelt hat.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf den Mechanismen des Web 2.0, sozialpsychologischen Selbstdarstellungstheorien und der kommerziellen Professionalisierung von YouTube-Inhalten.
Das Ziel ist es, zu klären, warum Menschen YouTube für ihre Selbstinszenierung wählen und wie dabei psychologische Aspekte wie Impression-Management eine Rolle spielen.
Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Hausarbeit, die psychologische Modelle der Selbstdarstellung auf ein aktuelles Fallbeispiel (YouTube-Kanal „Mrs. Bella“) anwendet.
Der Hauptteil analysiert die Entstehungsgeschichte von YouTube, die Theorie der Eindruckssteuerung nach Mummendey sowie die Verknüpfung von Authentizität und Aufmerksamkeit.
Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie Selbstdarstellung, Aufmerksamkeitsökonomie, Authentizität und User Generated Content geprägt.
YouTube bietet dem Nutzer zeitliche Autonomie, Interaktivität und ermöglicht es durch die Kommentarfunktion, direkten Einfluss auf die Inhalte und die Kommunikation zu nehmen.
Das Konzept beschreibt das ökonomische Interesse von Unternehmen, Nutzer dazu zu bringen, freiwillig Inhalte (Content) zu produzieren, von denen die Plattformen profitieren.
Als Schutzmechanismus dient das sogenannte „Accounting“, bei dem sich YouTuber für Fehler entschuldigen oder sich gegen „Hater“ verteidigen, um ihre Identität zu schützen.
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