Bachelorarbeit, 2015
37 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Verlauf der Arbeit
2 Motivationstheoretischer Hintergrund
2.1 Leistungsmotivation
2.1.1 Selbstbewertungsmodell der Leitungsmotivation
2.1.2 Konzept der Bezugsnormorientierung
2.2 Beteiligungsmotivation
3 Sport 2.0 – Fitness vernetzt
3.1 Nutzungsmöglichkeiten und Verbreitung von Fitness-Apps
3.2 Motive der Nutzung
3.3 Zielgruppe und Nutzerprofile
4 Freeletics
4.1 Beschreibung des Konzeptes
4.2 Möglichkeiten der interaktiven Nutzung
5 Möglichkeiten und Grenzen von Fitness-Apps am Beispiel Freeletics
5.1 Motivationstheoretische Analyse
5.2 Risiken und Nebenwirkungen
6 Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss mobiler Fitness-Apps auf die Trainingsmotivation, wobei das Konzept von Freeletics als Fallbeispiel dient, um die Anwendung motivationstheoretischer Ansätze in digitalen Trainingsumgebungen zu analysieren.
5.1 Motivationstheoretische Analyse
Aus motivationspsychologischer Sicht lässt sich feststellen, dass die Freeletics App den theoretischen Anforderungen eines motivationsförderlichen Programmes im Sinne des Selbstbewertungsmodells der Leistungsmotivation (vgl. Heckhausen, 1972) entspricht. In diesem Zusammenhang kann insbesondere auf die den eigenen Leistungen angepasste Schwierigkeit des jeweiligen Trainingsplans verweisen werden. Diese individuelle Zielsetzung wirkt sich motivationssteigernd aus und wird daher auch in Trainingsprogrammen zur Steigerung der Leistungsmotivation (vgl. z.B. Krug & Hanel, 1976) eingesetzt.
Hierzu wird bei Freeletics vor dem Beginn des Trainings eine einführende Einschätzung der Leistungsfähigkeit und dem Trainingszustand durchgeführt, auf Basis derer dann eine Einstufung erfolgt, die für die Gestaltung des Trainingsplanes ausschlaggebend ist. Dieses Verfahren ist weniger flexibel und genau als die Einschätzung der Leistungsfähigkeit durch einen professionellen Trainer im Rahmen eines Probetrainings im Fitness-Studio. Fehleinstufungen können sich insbesondere dann ergeben, wenn die Angaben des angehenden Freeletics-Nutzers falsch bzw. die Einschätzungen bezüglich des eigenen Trainingsstandes unzutreffend sind. So kann es durchaus vorkommen, dass der erste von Freeletics erstellte Trainingsplan für eine Person deren Fähigkeiten nicht gerecht wird, so dass es entweder zu einer Über- oder einer Unterforderung des Nutzers kommt. Dies ist auch den Berichten „Freier Athleten“ in Internetforen zu entnehmen. Zwar werden die Trainingspläne auf Rückmeldung des Nutzers in solchen Fällen angepasst, eine solche Fehleinschätzung zu Beginn des Trainings kann aber – insbesondere dann, wenn sie in einer erheblichen Überforderung resultiert – frustrierend sein und sich somit negativ auf die Motivation des Nutzers auswirken.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Verbreitung mobiler Fitness-Apps ein und definiert die zentrale Fragestellung, inwiefern diese Anwendungen die Motivation in Individualsportarten beeinflussen können.
2 Motivationstheoretischer Hintergrund: Hier werden die zentralen psychologischen Konzepte der Leistungsmotivation und der Beteiligungsmotivation als theoretisches Fundament der Arbeit erläutert.
3 Sport 2.0 – Fitness vernetzt: Dieses Kapitel behandelt die technologische Entwicklung von Fitness-Apps, analysiert deren Verbreitung sowie die zugrundeliegenden Nutzungsmotive und Zielgruppen.
4 Freeletics: Das Kapitel beschreibt das spezifische Trainingskonzept von Freeletics, seine Disziplinen und die interaktiven Funktionen der zugehörigen App.
5 Möglichkeiten und Grenzen von Fitness-Apps am Beispiel Freeletics: Hier erfolgt eine kritische motivationstheoretische Analyse von Freeletics sowie eine Auseinandersetzung mit potenziellen Gesundheitsrisiken und Nebenwirkungen des Programms.
6 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert kritisch, inwieweit das System Freeletics zur langfristigen Motivationsförderung für eine breite Masse geeignet ist.
Motivation, Leistungsmotivation, Beteiligungsmotivation, Fitness-Apps, Freeletics, Selbstbewertungsmodell, Bezugsnormorientierung, Zielsetzungstheorie, Gesundheitsmanagement, Training, Individualsport, Sportpsychologie, App-Nutzung, Interaktivität, Sport 2.0
Die Arbeit untersucht, wie moderne mobile Fitness-Anwendungen die Motivation von Nutzern beeinflussen, wobei der Fokus auf sportpsychologischen Theorien liegt.
Die Schwerpunkte liegen auf der Leistungsmotivation, der Beteiligungsmotivation in sozialen Netzwerken und der technologischen Entwicklung im Bereich Sport 2.0.
Es wird erforscht, ob und wie Fitness-Apps die Motivation zur Ausübung einer Einzelsportart steigern und ob sie dabei helfen können, Trainingsabbrüche zu verhindern.
Der Autor führt eine umfassende Literaturstudie durch und kombiniert diese mit einer deduktiven Analyse der Freeletics-App anhand motivationstheoretischer Modelle.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Marktanalyse von Fitness-Apps sowie eine detaillierte, beispielhafte Analyse des Freeletics-Trainingskonzepts.
Wichtige Begriffe sind Motivation, Leistungsmotivation, Bezugsnormorientierung, Freeletics, Fitness-Apps und die Zielsetzungstheorie.
Sie erklärt, warum Vergleiche mit eigenen früheren Leistungen im Gegensatz zu sozialen Vergleichen besonders motivationsförderlich bei Individualsportarten wirken können.
Neben Verletzungsrisiken durch unsachgemäße Ausführung der komplexen Übungen kritisiert der Autor die oft zu hohe Intensität für Anfänger, die eher demotivierend wirken kann.
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