Bachelorarbeit, 2016
37 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Das Lymphatische System
2.1.1 Lymphorgane
2.1.2 Aktiver und passiver Transport der Lymphe
2.1.3 Fehlfunktionen des Lymphsystems und Lymphödeme
2.2 Ödeme und Lymphödeme
2.2.1 Pathophysiologie der Ödeme
2.2.2 Entstehung von Ödemen
2.3 Diagnose und Therapie von Ödemen
2.3.1 Therapie von Lymphödemen
2.3.2 Komplexe Physikalische Entstauungstherapie und manuelle Lymphdrainage
3 Research
3.1 Studienrecherche zum Schlagwort „Lymphödeme“
3.2 Befragung in Apotheken
3.2.1 Aufbau der Befragungen
3.2.2 Ergebnisse der Befragungen
3.3 Literatur- und Online-Recherche nach Salben zur Behandlung von sekundären Lymphödemen
4 Schlussbetrachtung
4.1 Zusammenfassung
4.2 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob unterstützende Verfahren in Form von Salben existieren, die den Behandlungsprozess eines sekundären Lymphödems nach Brustkrebsoperationen durch Anregung des Lymphabtransports beschleunigen können. Ziel ist es, Lücken zwischen moderner Medizin und Naturheilkunde zu identifizieren und das Potenzial für eine synergetische Therapie zu prüfen.
2.1.2 Aktiver und passiver Transport der Lymphe
Anders als das BGS, ist das LGS kein Kreislaufsystem. Zudem verfügt das LGS nicht über einen Pumpmuskel, der die Lymphe in eine bestimmte Strömungsrichtung fördert. Der Transport der Lymphe erfolgt sowohl aktiv, mithilfe von „Lymphangionen“ (auch „Lymphherzen“ genannt, LA), oder passiv, dadurch, dass sich die Lymphgefäße bei körperlichen Betätigungen zusammenziehen (Földi, 2010). In Abb. 2 ist ein LA abgebildet. LA sind stellen mit glatter Muskulatur in der Lymphgefäßwand, die sich zusammenziehen und so die Lymphe in eine bestimmte Richtung befördern. Ein Rückfluss der Lymphe, der durch die Schwerkraft verursacht wird, wird mithilfe von Klappen verhindert, die geschlossen werden und somit ein Rückfließen der Lymphe verhindern. Die LA stehen mit dem vegetativen Nervensystem in Verbindung, welches die Kontraktion der Lymphangionen steuert. In Ruhe, kontrahieren Lymphangionen ca. zehn- bis zwölfmal pro Minute, bei höherem Lymphtransportbedarf, können LA bis zu doppelt so schnell kontrahieren (Zuther/Norton, 2013; Herpertz, 2014)
1 Einleitung: Definition der Problemstellung, die sich auf das Fehlen unterstützender Salben bei sekundären Lymphödemen nach Brustkrebsoperationen fokussiert, sowie Vorstellung des Forschungsaufbaus.
2 Theoretische Grundlagen: Detaillierte Darstellung des Lymphsystems, der Pathophysiologie von Ödemen sowie der etablierten KPE als Behandlungsstandard.
3 Research: Dokumentation der Studienrecherche sowie der Befragungen in Apotheken und der Literatursuche zu möglichen naturheilkundlichen Salbenanwendungen.
4 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Reflexion des Spannungsfeldes zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde.
Lymphödem, sekundäres Lymphödem, Brustkrebsoperation, manuelle Lymphdrainage, KPE, Lymphsystem, Naturheilkunde, Physiotherapie, Ödem, Salben, Lymphangion, Lymphtransport, Kompressionstherapie, Heilkunde, Schulmedizin.
Die Arbeit untersucht die Möglichkeit, sekundäre Lymphödeme nach Brustkrebsoperationen ergänzend zur manuellen Lymphdrainage durch spezielle Salben zu behandeln.
Die Schwerpunkte liegen auf der Anatomie des Lymphsystems, der Entstehung von Ödemen, den aktuellen Therapiestandards und der Abgrenzung zur Naturheilkunde.
Das Ziel war es, eine wirksame Salbe zu identifizieren, die den Lymphabtransport anregt, ohne den therapeutischen Prozess der KPE zu stören.
Es wurde eine Kombination aus Literaturrecherche, Analyse wissenschaftlicher Studien und qualitativen Expertenbefragungen in Apotheken angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Recherche zur Studienlage sowie eine Untersuchung von Erfahrungen in Apotheken und naturheilkundlichen Ansätzen.
Zu den zentralen Begriffen zählen Lymphödem, manuelle Lymphdrainage, KPE, sekundäre Ödeme und der wissenschaftliche Diskurs zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde.
Die Untersuchung ergab, dass kein Hersteller ein spezifisches Produkt für diesen Zweck produziert, das in der Schulmedizin als Behandlungsmaßnahme anerkannt ist.
Es besteht eine scharfe Trennung; während die Schulmedizin fast ausschließlich auf die KPE setzt, bieten naturheilkundliche Quellen alternative, wenn auch oft unzureichend wissenschaftlich belegte Rezepte an.
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