Bachelorarbeit, 2015
100 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Kennzeichen der Palliativversorgung
1.1.1 Fokus und Patientengut
1.1.2 Setting
1.1.3 Ziele und Indikationsstellung
1.1.4 Neue Tendenzen in der Palliativversorgung
1.2 Häufige Ernährungsprobleme und mögliche Folgen
1.3 Ernährungstherapeuten auf Palliativstationen
1.3.1 Relevanz
1.3.2 Projekt auf der Palliativstation am UK Würzburg
1.3.3 Etablierung
1.4 Ernährungskonzepte / -standards
1.5 Forschungshypothesen
2 Material und Methodik
2.1 Studiendesign, Aufbau der Arbeit
2.2 Online-Befragung von Pflegestationsleitungen
2.2.1 Auswahl der Teilnehmer
2.2.2 Fragebogenentwicklung und Versand
2.2.3 Forschungsrelevante Fragen zu den Hypothesen 1, 2 und 3
2.2.4 Statistische Auswertung
2.3 Patientenbefragung auf einer Palliativstation
2.3.1 Hintergrund
2.3.2 Umsetzung
2.3.3 Forschungsrelevante Fragen zu den Hypothese 4 und 5
2.3.4 Statistische Auswertung der Patientenbefragung
3 Ergebnisse
3.1 Online-Befragung bei Pflegestationsleitungen
3.1.1 Teilnehmerquote
3.1.2 Details zu den teilnehmenden Stationen
3.1.3 Präsenz an fest angestellten Ernährungsfachkräften
3.1.4 Standpunkt zur Relevanz
3.1.5 Existenz an Ernährungskonzepten
3.2 Patientenbefragung auf der Palliativstation am UK Würzburg
3.2.1 Teilnahmequote
3.2.2 Details zu den Teilnehmern
3.2.3 Subjektive Relevanz
3.2.4 Subjektiver Nutzen der Beratung
4 Diskussion der Ergebnisse
4.1 Interpretation, Diskussion und Vergleiche
4.1.1 Präsenz an fest angestellten Ernährungsfachkräften
4.1.2 Meinung zum Einbezug von Ernährungsfachkräften
4.1.3 Ernährungskonzepte/-standards
4.1.4 Ansichten der Patienten
4.2 Limitationen der Studie
5 Zukunftskonzepte
5.1 Mögliche Risiken und Hindernisse, Voraussetzungen
5.1.1 Gefahr zu vieler Personen im Team und am Patienten?
5.1.2 Hindernis: Finanzierung
5.1.3 Beratungskompetenz, Erfahrungen und Resilienz
5.2 Formen der Zusammenarbeit
5.2.1 Partizipation: Konsiliarisch
5.2.2 Kooperationen mit selbstständigen Ernährungsfachkräften
5.2.3 Partizipation: Fest angestellt
5.2.4 Intensität der Zusammenarbeit, alte und neue Konzepte
5.3 Umsetzung und Erfahrungen am Palliativzentrum UK Würzburg
5.3.1 Anstellungsverhältnis
5.3.2 Spezialisierte Kenntnisse
5.3.3 Aufgaben im Ernährungsmanagement
5.3.4 Ernährungskonzept
5.3.5 Positive und negative Erfahrungen
5.3.6 Rück- und Ausblick
5.4 Abschließende Empfehlungen
5.4.1 Koordination erforderlich
5.4.2 Palliativmedizinische Sichtweise als notwendige Kompetenz
5.4.3 Pflegekräfte im Ernährungsmanagement stärken
5.4.4 Ernährungskonzepte bieten Hilfestellung
5.4.5 Zusammenarbeit mit Ernährungsfachkräften ratsam
5.4.6 Ein Zukunftskonzept: Transdisziplinarität; Forschungsbedarf
6 Schlussfolgerung
Ziel dieser Bachelor-Thesis ist es, den aktuellen Stand ("State of the Art") der ernährungsmedizinischen Betreuung auf Palliativstationen in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg zu erheben und Möglichkeiten zur Verbesserung dieser Versorgung aufzuzeigen.
1.1.2 Setting
Eine spezialisierte Palliativversorgung kann ambulant, konsiliarisch im Sinne einer Mitbetreuung und stationär, zum Beispiel im Kontext einer Palliativstation an einem Krankenhaus, erfolgen.
Die Besonderheit liegt in der interdisziplinären Zusammenarbeit verschiedener Professionen. Das Behandlungsteam kann sich zum Beispiel aus Ärzten, Pflegekräften, Psychoonkologen, Seelsorgern, Sozialarbeitern und weiteren Therapeuten zusammensetzen. Dadurch können die Patienten und deren vielfach komplexe Symptome und Problemlagen gerade im stationären Setting ganzheitlich, bedürfnis- und bedarfsgerecht behandelt werden.
Ansprechende Einzelzimmer wahren die Privat- und Intimsphäre und ermöglichen die Übernachtung eines Angehörigen. Im Vergleich zu den meist steril wirkenden Stationen im Krankenhaus wird auf Palliativstationen besonders auf eine angenehme Atmosphäre durch farbliche und dekorative Gestaltung, durch wohltuende Beleuchtung und räumliche Rückzugsmöglichkeiten (z. B. Raum der Stille, Patientencafé) Wert gelegt.
1 Einleitung: Grundlegende Einführung in die Palliativversorgung, die Bedeutung der Ernährungsmedizin und die Relevanz von Ernährungstherapeuten.
2 Material und Methodik: Beschreibung des Studiendesigns, basierend auf einer Online-Befragung von Pflegestationsleitungen und einer Patientenbefragung.
3 Ergebnisse: Darstellung der quantitativen Daten zur Präsenz von Ernährungsfachkräften und der Patientenmeinung zur Ernährungsbetreuung.
4 Diskussion der Ergebnisse: Kritische Auseinandersetzung mit den erhobenen Daten, Interpretation und Vergleich mit aktueller Fachliteratur.
5 Zukunftskonzepte: Aufzeigen von Lösungsansätzen für Risiken und Herausforderungen sowie Empfehlungen für eine optimierte transdisziplinäre Zusammenarbeit.
6 Schlussfolgerung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Plädoyer für den Ausbau einer evidenzbasierten ernährungsmedizinischen Betreuung.
Palliativstation, Ernährungstherapie, Ernährungsfachkräfte, Palliativmedizin, Krankheitsbedingte Mangelernährung, Patientenbedarf, Multiprofessionelles Team, Ernährungskonzept, Ernährungsberatung, Lebensqualität, Symptomlinderung, Stationäre Versorgung, Zukunftskonzept, Transdisziplinarität, Ernährungsmanagement
Die Arbeit untersucht den aktuellen Status quo der ernährungsmedizinischen Betreuung auf Palliativstationen in drei deutschen Bundesländern.
Zentrale Themen sind die Präsenz von Ernährungsfachkräften, die Einstellung von Pflegestationsleitungen dazu, bestehende Ernährungskonzepte sowie die Zufriedenheit und Bedürfnisse der Patienten.
Das Ziel ist es, Daten zum "State of the Art" zu erheben, um zur Verbesserung der ernährungsmedizinischen Betreuung auf Palliativstationen beizutragen.
Es wurde eine empirische Untersuchung durchgeführt, bestehend aus einer Online-Befragung von Pflegestationsleitungen sowie einer Beobachtungsstudie (Patientenbefragung) an einer spezifischen Palliativstation.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ergebnisse der Befragungen, deren kritische Diskussion und die Ableitung von Zukunftskonzepten sowie Handlungsempfehlungen.
Wichtige Begriffe sind Palliativmedizin, Ernährungstherapie, Ernährungsfachkräfte, Mangelernährung (DRM), interdisziplinäre Zusammenarbeit und Lebensqualität.
Die Studie zeigt, dass eine Mehrheit der Stationen zwar konzeptionelle Ideen hat, aber nur ein kleinerer Teil über schriftlich fixierte Konzepte oder Standards verfügt.
Die befragten Patienten empfinden die Möglichkeit einer ernährungsmedizinischen Beratung mehrheitlich als wichtig und bewerten erhaltene Beratungen sehr positiv.
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