Bachelorarbeit, 2015
108 Seiten, Note: 1,4
1 Einleitung
2 Aufbau und Vorgehensweise
3 Das Europäische System der Finanzaufsicht (ESFS)
3.1 Europäischer Ausschuss für Systemrisiken (ESRB)
3.2 Die drei neuen europäischen Finanzaufsichtsbehörden (European Supervisory Authorities – ESAs)
4 Bankenunion
4.1 Säule 1 der Bankenunion - Einheitlicher Aufsichtsmechanismus (SSM)
4.2 Säule 2 der Bankenunion - Einheitlicher Abwicklungsmechanismus (SRM)
4.3 Säule 3 der Bankenunion - Einheitliche Einlagensicherungssysteme (DGS)
5 Basel III - Der Weg von Basel I zu Basel III
5.1 Basel I
5.2 Basel II
5.3 Basel III
5.3.1 Quantitativ und qualitativ höhere Eigenkapitalbasis
5.3.2 Höchstverschuldungsquote Leverage Ratio (LR)
5.3.3 Liquiditätsrisikosteuerung
5.3.3.1 Liquidity Coverage Ratio (LCR)
5.3.3.2 Net Stable Funding Ratio (NSFR)
6 Kritische Würdigung
6.1 Kritische Würdigung – Bankenunion
6.2 Kritische Würdigung – Basel III
7 Fazit
Ziel der Arbeit ist es, die Gründe für die Einführung der Bankenunion sowie die neuen Vorschriften im Rahmen von Basel III zu erläutern, ihre Ausprägungen und Ziele darzustellen und diese abschließend kritisch zu bewerten.
4.1 Säule 1 der Bankenunion - Einheitlicher Aufsichtsmechanismus (SSM)
Durch die zunehmende Fragmentierung des Finanzsektors ist, wie die Finanzkrise gezeigt hat, die Integrität der gemeinsamen Währung und des Binnenmarkts gefährdet. Die einheitliche Bankenaufsicht soll die Union stärken und den Finanzmarkt wieder stabilisieren.
Die Europäische Kommission hat 2012 Vorschläge für einen einheitlichen Aufsichtsmechanismus unter dem Dach der EZB ausgearbeitet. Die EZB bekommt somit entscheidende Aufsichtsfunktionen für Banken im Euroraum und in anderen teilnehmenden Mitgliedsstaaten übertragen. Innerhalb des Mandats erhält sie Kompetenzen, durch die sie Banken zulassen, sie aufsichtsrechtlich überprüfen und Stresstests bei ihnen durchführen kann. Ab November 2014 übernimmt die EZB die Aufsicht über ca. 6000 Banken im Euroraum. Sie wird jedoch nur die 128 größten und systemisch relevanten Banken direkt überwachen. Die Aufsicht der übrigen Banken obliegt weiterhin den nationalen Aufsichtsbehörden.
Die politische Bedeutung des SSM wird bei der Betrachtung des vergleichsweise kurzen Zeitraums für die Umsetzung deutlich. Das oftmals langwierig erscheinende europäische Gesetzgebungsverfahren konnte in nur eineinhalb Jahren durchlaufen werden. Für den Starttermin am 04.11.2014 hatte die EZB für ihre Vorbereitungen somit nur etwa ein Jahr Zeit.
Zu den wesentlichen Aufgaben gehörte die Durchführung eines Comprehensive Assessments, die in der SSM-Verordnung verankert war. Ziel des Comprehensive Assessments war das Schaffen der Transparenz über die Belastbarkeit der größten europäischen Banken. Damit sollte auch das durch die Krise verloren gegangene Vertrauen in den europäischen Finanzsektor gestärkt und die neue europäische Aufsicht ab dem 04.11.2014 vorbereitet werden.
1 Einleitung: Beleuchtung der Hintergründe der Finanzkrise ab 2007 und die Notwendigkeit einer fundamentalen Überarbeitung des Regulierungsrahmens.
2 Aufbau und Vorgehensweise: Erläuterung der Struktur der Arbeit und des inhaltlichen Aufbaus der einzelnen Kapitel.
3 Das Europäische System der Finanzaufsicht (ESFS): Darstellung der Gremien und Behörden wie ESRB und ESAs zur makro- und mikroprudentiellen Überwachung.
4 Bankenunion: Vorstellung der drei Säulen SSM, SRM und DGS, die eine grenzüberschreitende Aufsicht und Abwicklung in der Eurozone etablieren sollen.
5 Basel III - Der Weg von Basel I zu Basel III: Historischer Rückblick auf die Baseler Akkorde und detaillierte Analyse der neuen Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften.
6 Kritische Würdigung: Kritische Analyse der Bankenunion und von Basel III unter Berücksichtigung von Effizienz, Umsetzbarkeit und Auswirkungen auf Banken.
7 Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Reformen, der noch bestehenden Schwächen und ein Ausblick auf die zukünftige Stabilität des Finanzsystems.
Bankenunion, Bankenaufsicht, Bankenregulierung, Basel III, Eigenkapitalquote, Liquiditätsrisiko, LCR, NSFR, SSM, SRM, Finanzkrise, systemische Relevanz, Finanzstabilität, Leverage Ratio, Bankenabwicklung.
Die Arbeit behandelt die grundlegende Neugestaltung der Bankenregulierung und Bankenaufsicht im Eurosystem nach der Finanzkrise ab 2007.
Die zentralen Themen sind die Etablierung der europäischen Bankenunion sowie die Umsetzung der neuen Eigenkapital- und Liquiditätsstandards gemäß Basel III.
Das Ziel ist die erläuternde Darstellung der neuen Regulierungsmechanismen und deren kritische Würdigung hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Stabilität und Effizienz des Bankensektors.
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analytischen Darstellung der aktuellen EU-Verordnungen und Baseler Standards, ergänzt durch eine kritische Auseinandersetzung mit Fachliteratur und Stellungnahmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung des ESFS, die drei Säulen der Bankenunion sowie die quantitativen und qualitativen Anforderungen von Basel III.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bankenunion, Basel III, Eigenkapitalbasierung, Liquiditätsrisikosteuerung und Finanzstabilität geprägt.
Die Arbeit hinterfragt die EZB kritisch, da Interessenkonflikte zwischen ihrem geldpolitischen Mandat zur Preisstabilität und ihrer neuen Aufgabe als Bankenaufseherin entstehen könnten.
Es wird kritisiert, dass das geplante Volumen nicht ausreicht, um im Ernstfall große, systemrelevante Banken ohne Rückgriff auf Steuergelder abzuwickeln.
Es wird befürchtet, dass die Kurzfristigkeit der LCR Anreize setzt, vorzugsweise kurzfristige Kredite an bonitätsstarke Kunden zu vergeben, was die langfristige Kreditversorgung der Realwirtschaft einschränken könnte.
Die NSFR schränkt die Fristentransformation ein, die eine wichtige Ertragsquelle darstellt, und zwingt Banken zur Nutzung teurerer langfristiger Refinanzierungsquellen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

