Masterarbeit, 2016
134 Seiten, Note: 1.3
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
1. Einleitung
2. Soziopolitische Rahmenbedingungen
2.1 Tourismus in der Mongolei
2.2 Deutsch als Fremdsprache
3. Forschungsdesign
3.1 Die Entwicklung der Fragestellungen
3.2 Der Forschungsplan
4. Datenerhebung
4.1 Dokumentenanalyse und subjektive Theorie
4.2 Experteninterview (qualitative Datenerhebung)
4.3 Fragebogen (quantitative Datenerhebung)
5. Erkenntnisse aus den erhobenen Daten
5.1 Tourismusforschung
5.2 Sprachlehrforschung
5.2.1 Die Ermittlung des Sprachbedarfs
5.2.2 Berufbezogener Fremdsprachenunterricht
5.2.3 Die Entwicklung des Lehrmaterials
5.3 Der Sprachbedarf der deutschsprachigen Reiseleiter
5.3.1 Das Profil der Zielgruppe
5.3.2 Deutscherwerb und Deutschkenntnisse
5.3.3 Erfahrung mit der Reiseleitung
5.3.4 Erwartungen an einen berufsbezogenen Fremdsprachenunterricht
5.4 Berufliche Qualifizierung der Reiseleiter in der Mongolei
5.4.1 Das „Guide“-Zentrum
5.4.2 Die Universität für Geisteswissenschaften
6. Lehr- und Lernziele des DaF-Unterrichts für Reiseleiter
6.1 Berufliche Kompetenzen
6.2 Fremdsprachliche Handlungsfelder der mongolischen Reiseleiter
6.3 Der Rahmenplan
6.4 Fremdsprachliche Kompetenzen
6.5 Touristische Texte im Lehrbuch
7. Das Lehrmaterial: Lektion 1
8. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse einen Standard für die Ausbildung mongolischer Reiseleiter in der deutschen Sprache zu definieren, um einen Mangel an adäquaten Lehrmaterialien und didaktischen Konzepten zu beheben.
5.1 Tourismusforschung
Der Ammerlander Studienkreis für Tourismus und Entwicklung (Betz 2002) führte eine bevölkerungsrepräsentative Untersuchung durch, bei der fast 8000 deutsche Urlauber interviewt wurden. Demnach stellen die Deutschen bei Pauschalreisen im Ausland hohe Ansprüche an Informationen über den Alltag ihres Reiselandes: für 81% sei die objektive, glaubwürdige Reiseleiter-Information über Land und Leute von großer Bedeutung und 69% erhofften sich eine einfühlsame Vermittlung von Alltagsrealitäten von der deutschsprechenden einheimischen Reiseleitung. Die meisten Befragten interessieren sich für Themen wie Natur, Sehenswürdigkeiten, die Lebensbedingungen, angemessenes Verhalten und Soziales im Gastland. Mehr als die Hälfte zeigen Interesse an Spezialthemen wie Menschenrechts- oder Umweltfragen. Studienreisende, wie etwa von Studiosus-Reisen, zeigen die höchsten Ansprüche an Informations- und Wissensvermittlung und sind überdurchschnittlich interessiert an Spezialthemen wie Politik, Wirtschaft, Entwicklung und Religion.
Ähnliche Erkenntnisse kamen nach der Untersuchung von Remy (1997), Diplomandin der Fremdenverkehrsgeografie und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Trier, heraus: die Mongoleireisenden interessieren sich vor allem für die nomadische Lebensweise, für die Menschen, für die Landschaft, für die Tier- und Pflanzenwelt sowie für die Religion. Das Profil der deutschen Reisenden wird von Uranchimeg D. (2006: 168) in ihrer Dissertation wie folgt beschrieben: „Nach dem Ergebnis der Besucherumfrage 2004 in der Mongolei waren 52% der Besucher im Alter zwischen 26 und 45 Jahren... Auffallend hoch war der Bildungsstand: 47% hatten einen Bachelor-Abschluss und 38% einen Master-Abschluss oder höher. Die durchschnittlichen Ausgaben betrugen pro Person 2.694 USD und lassen auf Besucher mit höherem Einkommen schließen.“
Ein weiterer Beleg über die Motivation der Mongoleireisenden lässt sich aus dem qualitativen Interview mit den Touristen finden (Tabelle 4.4 im Anhang): die Gäste, die in die Mongolei kommen, seien neugierig auf das Land. Die meisten Menschen suchten das einfache Leben. Die Natur, das Nomadentum, der Schamanismus und der Buddhismus, das seien Themen, warum die Menschen in die Mongolei reisen.
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsintention, einen Standard in der Ausbildung mongolischer Reiseleiter durch Sprachlehrforschung zu etablieren und Lücken bei Lehrmaterialien zu schließen.
2. Soziopolitische Rahmenbedingungen: Erläuterung der Bedeutung des Tourismus in der Mongolei und des Status der deutschen Sprache auf dem dortigen Tourismusmarkt.
3. Forschungsdesign: Darstellung der methodischen Vorgehensweise unter Anwendung des Faktormodells von Edmondson und House sowie der Prinzipien der Triangulation.
4. Datenerhebung: Beschreibung der angewandten Methoden, bestehend aus Dokumentenanalyse, Experteninterviews und einer quantitativen Online-Umfrage unter Reiseleitern.
5. Erkenntnisse aus den erhobenen Daten: Detaillierte Auswertung der Sprachbedarfsanalyse sowie Vorstellung der Ausbildungsangebote des Guide-Zentrums und der Universität für Geisteswissenschaften.
6. Lehr- und Lernziele des DaF-Unterrichts für Reiseleiter: Herleitung der beruflichen Kernkompetenzen und Definition eines Rahmenplans, der sich an den tatsächlichen Handlungsfeldern der Reiseleiter orientiert.
7. Das Lehrmaterial: Lektion 1: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf ein konkretes, praxisnahes Lehrbuchbeispiel für den ersten Arbeitstag.
8. Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Forschungsergebnisse und Appell zur weiteren Evaluierung und Optimierung der Lehrmaterialien im Team.
Mongolei, Reiseleiter, DaF-Unterricht, Sprachbedarfsanalyse, Berufsbezogene Fremdsprachenvermittlung, Tourismus, Interkulturelle Kompetenz, Sprachlehrforschung, Lehrplan, Lehrmaterialien, Handlungsfelder, Fachsprache, Nomadenleben, Kommunikationskompetenz
Die Arbeit entwickelt Handlungsempfehlungen zur Erstellung von berufsbezogenem Lehrmaterial für mongolische Reiseleiter, die Deutsch als Fremdsprache für ihre Tätigkeit benötigen.
Die Arbeit behandelt die Tourismusforschung, Sprachlehrforschung, Bedarfsanalysen in der beruflichen Weiterbildung sowie die interkulturelle Kommunikation im mongolischen Kontext.
Das Ziel ist die Schaffung eines wissenschaftlich begründeten Standards für die Fremdsprachenausbildung von Reiseleitern, um eine Lücke an spezifischen Lehrwerken in der Mongolei zu schließen.
Die Arbeit nutzt einen methodischen Mix aus Dokumentenanalyse, qualitativen Experteninterviews und einer quantitativen Online-Umfrage, um eine Daten- und Methodentriangulation zu gewährleisten.
Im Hauptteil werden die Erhebungsergebnisse analysiert, der Sprachbedarf der Reiseleiter definiert und darauf basierend ein konkreter Rahmenplan sowie ein Beispiel für eine Unterrichtslektion erstellt.
Zentrale Begriffe sind Reiseleiterausbildung, Sprachbedarfsanalyse, DaF (Deutsch als Fremdsprache), Tourismus in der Mongolei und interkulturelle Kompetenz.
Das private "Guide"-Zentrum fungiert als eine der zentralen Institutionen für die praktische Fortbildung von Reiseleitern in der Mongolei und setzt den Fokus auf kurzzeitige, praxisnahe Kurse.
Die Untersuchung zeigt, dass gerade jüngere, sprachlich kompetente Reiseleiter oft an der mangelnden Kenntnis über das eigene Land (z.B. Nomadenkultur, Religion, Geschichte) scheitern, was von Touristen negativ wahrgenommen wird.
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