Examensarbeit, 2016
70 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
2. Grundlagen zum deutsch-amerikanischen Vergleich
2.1. Deutsch-amerikanische Vergleiche in historischer und aktueller Perspektive
3. Bedeutung des (Jugend-)Sports in den USA
3.1. Das deutsch-amerikanische Sportverständnis
3.2. Das Sportinteresse in den USA
4. Kinder- und Jugendsport im Vergleich
4.1. Außerschulischer Sport, Angebote und „Athletic Capitalism“
4.2. Schulsport – Interscholastic und Intramural Sports im Vergleich zum außerunterrichtlichen Sport in Deutschland
5. Bildungssysteme im Vergleich
5.1. Das amerikanische Bildungswesen
5.2. Das deutsche Schulsystem und der aktuelle Bildungsplan BW 2016
6. Der Sportunterricht im Ländervergleich
6.1 Der amerikanische Sportunterricht: Physical Education
6.1.1. Shape of the Nations Report 2016 – aktuelle Ergebnisse des amerikanischen Sportunterricht
6.1.2. Die Content Standards for Physical Education - Die curriculare Programmatik im amerikanischen Sportunterricht
6.2. Der deutsche Sportunterricht – der Doppelauftrag des Sportunterrichts und die neue curriculare Programmatik
7. Vergleich der curricularen Programmatik – Versuchsbeschreibung
8. Sportcurricula der amerikanischen Staaten im Vergleich
8.1. Zielebene der amerikanischen Lehrpläne
8.2. Inhaltsebene der amerikanischen Lehrpläne
8.3. Zusammenfassung der amerikanischen Lehrpläne
9. Sportcurricula der deutschen Bundesländer im Vergleich
9.1. Zielebene der deutschen Lehrpläne
9.2. Inhaltsebene der deutschen Lehrpläne
10. Vergleich amerikanischer und deutscher Lehrpläne
10.1. Zielebene amerikanischer und deutscher Lehrpläne
10.2. Inhaltsebene amerikanischer und deutscher Lehrpläne
10.3. Fazit des Vergleichs
11. Diskussion
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung und Umsetzung des Schulsports in den USA im Vergleich zum deutschen Bildungssystem, indem sie die Curricula ausgewählter deutscher Bundesländer und US-Bundesstaaten auf Ziel- und Inhaltsebene analysiert.
3.1. Das deutsch-amerikanische Sportverständnis
Wie aus dem vergangenen Kapitel herausging, gibt es seither verschiedene Sportarten, Bewegungsformen und Trends, die sich historisch auch in nahezu allen Kulturen finden lassen bzw. übertragen und übernommen wurden. Heute lässt sich Sport aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und definieren, jedoch spielen immer wieder der Körper, welcher den Regeln der Physiologie unterliegt, als auch die sozialen Normen eine Rolle wie Sport verstanden und in den sozial-kulturellen Kontext gesetzt wird. So kann eine bestimmte Bewegung wie beispielsweise das „Laufen“ auf verschiedenste Art und Weise Interpretiert werden: Als gesundheitsförderliche Maßnahme für Jedermann, als soziale Gemeinsamkeit und Hobby, das Menschen zusammenbringt, aber auch als leistungsorientierter 100m Sprint mit wissenschaftlich fundiertem Training und hohem medialen Interesse.
Der sogenannte moderne Sport hat seinen Ursprung in England und dessen Charakterisierung hat bis heute noch teilweise eine gemeinsame Gültigkeit für das Verständnis von Sport in Europa aber auch den USA – wenn auch mit markanten Unterschieden in der Interpretation. Der moderne Sport wird durch Chancengleichheit im Wettbewerb, Leistungsorientierung bzw. -vergleich, dem Brechen von Rekorden und einer „abstrakten“ Auseinandersetzung mit Bewegung charakterisiert. Darüber hinaus werden Sportarten im modernen Sport durch Regelwerke definiert und somit vergleichbar gemacht: So zum Beispiel Fußball, der nicht über die Betrachtung definiert wird, dass der Ball in das Tor gebracht werden muss, sondern durch die Regel, dass der Ball nur mit dem Fuß gespielt werden darf. Die Vorstellung, dass Sport immer etwas mit Bewegung zu tun hat kann allerdings nicht bestätigt werden, da auch Schach als Sportart gilt. Diese „sportification“, also die Umwandlung von körperlicher und informelle Bewegung in den modernen, zivilisierten Sport unterliegt somit einer starken sozialen und gesellschaftlichen Konstruktion und spiegelt die Werte und Normen einer bestimmten Gesellschaft wieder (Gems & Pfister, 2009, S. 6; Brettschneider & Brandl-Bredenbeck, 1997, S. 128).
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Bedeutung des Schulsports und des Sportunterrichts als Teil des Bildungsauftrags in Deutschland und den USA.
2. Grundlagen zum deutsch-amerikanischen Vergleich: Es wird ein theoretisches Verständnis für den Kulturvergleich und die Bedeutung von Sportkultur sowie deren historischen Wechselwirkungen zwischen den beiden Ländern geschaffen.
3. Bedeutung des (Jugend-)Sports in den USA: Dieses Kapitel erläutert das amerikanische Sportverständnis, das stark auf Leistung und Wettkampf ausgerichtet ist, im Vergleich zum breiter gefassten europäischen Konzept.
4. Kinder- und Jugendsport im Vergleich: Es wird die organisationale Vielfalt des amerikanischen Jugendsports (Vereine, private Clubs, Interscholastic Sports) der deutschen Vereinsstruktur gegenübergestellt.
5. Bildungssysteme im Vergleich: Die föderalistisch geprägten Schulsysteme der USA und Deutschlands werden hinsichtlich ihrer Struktur und der curricularen Vorgaben analysiert.
6. Der Sportunterricht im Ländervergleich: Fokus liegt hier auf dem amerikanischen "Physical Education" und dem deutschen Doppelauftrag des Sportunterrichts.
7. Vergleich der curricularen Programmatik – Versuchsbeschreibung: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise bei der Untersuchung der ausgewählten Lehrpläne.
8. Sportcurricula der amerikanischen Staaten im Vergleich: Analyse der Ziele und Inhalte amerikanischer Lehrpläne unter Berücksichtigung der National Standards.
9. Sportcurricula der deutschen Bundesländer im Vergleich: Untersuchung der deutschen Lehrpläne auf ihre Zielsetzung, Kompetenzorientierung und inhaltliche Bewegungsfelder.
10. Vergleich amerikanischer und deutscher Lehrpläne: Eine Synthese, welche die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Ziel- und Inhaltsebenen der beiden Länder kritisch gegenüberstellt.
11. Diskussion: Abschließende Reflexion der Ergebnisse, der Vor- und Nachteile beider Systeme sowie eine Einordnung in den bildungspolitischen Kontext.
Schulsport, Sportunterricht, Physical Education, Lehrplanvergleich, Kompetenzorientierung, USA, Deutschland, Interscholastic Sports, Bildungsauftrag, Sportkultur, Athletic Capitalism, Bewegungsfelder, Schulsport-Doppelauftrag, Bildungsstandard.
Die Arbeit vergleicht die curriculare Programmatik des Sportunterrichts in Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Bildungszielen und Inhalten aufzudecken.
Zentrale Themen sind das Sportverständnis, die Struktur des Kinder- und Jugendsports, die Organisation der jeweiligen Bildungssysteme sowie die konkrete Ausgestaltung von Sportlehrplänen.
Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie der Sportunterricht in beiden Nationen zur Erziehung und Bildung beiträgt und inwieweit die zugrunde liegenden Bildungsstandards vergleichbar sind.
Der Autor nutzt einen interkulturellen Vergleich auf Basis der Lehrplananalyse, orientiert an Kriterien der DSB-SPRINT Studie und den "Shape of the Nations" Reports.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Analyse der Bildungssysteme sowie einen empirischen Vergleich der Curricula ausgewählter US-Bundesstaaten und deutscher Bundesländer.
Schlüsselbegriffe sind Sportkultur, Kompetenzorientierung, Interscholastic Sports, Athletic Capitalism, Bildungsstandard und der Doppelauftrag des Sportunterrichts.
Der Begriff beschreibt die Kommerzialisierung des Jugendsports, bei der Sponsoring und mediale Präsenz oft die Erziehungsziele und die körperliche Entwicklung der Schüler überlagern.
Während der Sportunterricht in Deutschland als Teil eines ganzheitlichen Erziehungs- und Bildungsauftrags gesehen wird, konzentriert sich die "Physical Education" in den USA primär auf motorische Fähigkeiten und die Förderung gesundheitsorientierter Lebensstile.
Da sowohl in den USA als auch in Deutschland die Lehrplangestaltung auf Landesebene bzw. Distriktebene erfolgt, ist der Vergleich komplex, jedoch sind durch nationale Standards (USA) und Bildungspläne (Deutschland) gemeinsame Orientierungspunkte identifizierbar.
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