Bachelorarbeit, 2016
59 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Relevanz des Themas
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Projektcontrolling
2.1 Begriffsdefintion Projekt
2.2 Begriffsdefintion Projektcontrolling
2.3 Stellung des Projektcontrollings
2.4 Ausgewählte Instrumente des Projektcontrollings
2.4.1 Projektstrukturplan
2.4.2 Bildung von Meilensteinen
2.4.3 Verfahren des Termincontrollings
2.4.4 Meilenstein-Trendanalyse
3 Aufbau des Berichtswesens
3.1 Ziel, Aufgaben und Anforderungen an das Berichtswesen
3.2 Planung von Projekten
3.3 Projektbericht
3.4 Kennzahlen
3.5 Gestaltung der Projektberichte
3.6 KPI- Studie zum Management Reporting
4 Praxisbeispiel: Berichtswesen in der Robert Bosch GmbH
5 Kritische Würdigung
Die Arbeit analysiert die zentralen Anforderungen an ein effizientes Reporting im Projektcontrolling. Das primäre Ziel ist es, dem Leser ein fundiertes Verständnis über die Aufgaben des Projektcontrollings, die Bedeutung systematischer Berichtsstrukturen sowie die Anwendung relevanter Kennzahlen und Instrumente zu vermitteln.
2.4.3 Verfahren des Termincontrollings
Jede Aktivität im Projekt hat Zielvorgaben. Zu diesen Zielvorgaben zählt u.a. die Einhaltung der Termine. Um dies zu beurteilen, ist eine Trendaussage nötig, welche Aussagen über künftige Termine trifft.
Mit welchem Verfahren lässt sich der Termin-Trend am zuverlässigsten ermitteln?
Es existieren vier Controlling-Verfahren, welche Trendaussagen im Projekt möglich machen.32
1. Messung: Die Abweichungen vom Projektplan welche bisher eingetreten sind, werden als Absolutwerte festgehalten. Dieses Verfahren ist besonders geeignet für Durchführungsprojekte. Zum einen, wird eine eingetretene Verzögerung ohne entsprechende Anstrengungen nicht wieder eingeholt und zum anderen, wirken sich die Gründe für die eingetretene Verzögerung nur für kurze Zeit aus. Ein typisches Beispiel ist der Hausbau. Eine Verzögerung des Kellers um fünf Tage, weil der Boden mehr Felsen erhielt als angenommen, hat keine Auswirkungen auf die Errichtung des Erdgeschosses. Im Normalfall heißt das, dass das Erdgeschoss auch genau fünf Tage später fertig wird als geplant.
2. Planrevision: Die Abweichungen vom Projektplan werden genutzt, um dazuzulernen. Aus den abgeschlossenen Arbeitspaketen wird auf die übrigen, die sich in Arbeit befinden oder noch offen sind, geschätzt. Dieses Verfahren ist für alle Arten von Projekten geeignet (Entwicklungs-, Forschungs- oder Durchführungsprojekte). Zudem liefert es gute bis hervorragende Resultate zur Trendaussage über Budgettreue, Termineinhaltung oder Fertigstellung. Dieses Verfahren ist leider sehr zeitaufwendig, weil wesentliche Teile der Planungsarbeit wiederholt werden müssen.
3. Schätzung: Dieses Verfahren ist sehr viel schneller als die Planrevision. Das Projektteam setzt sich zusammen und schätzt Restkosten, Restdauern und Restaufwände, jeweils bis eine Aufgabe oder Phase fertiggestellt ist, oder gar vom gesamten Projekt. Da es sich um Schätzergebnisse handelt, sind diese vorsichtig zu handhaben, zudem sind sie deutlich als solche hervorzuheben, da Schätzungen immer mit einer gewissen Abweichung behaftet sind. Da die Schätzungen aber vom Projektteam durchgeführt wurden, und dadurch ihre Erwartungshaltung aufzeigt, sind sie nicht ohne weiteres wegzudiskutieren.
1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangssituation, in der kürzere Produktlebenszyklen eine effiziente Projektplanung und ein ganzheitliches Projektcontrolling erforderlich machen.
2 Projektcontrolling: Definiert die Grundlagen von Projekten und dem Controlling und stellt ausgewählte Steuerungsinstrumente wie den Projektstrukturplan und die Meilensteintrendanalyse vor.
3 Aufbau des Berichtswesens: Erläutert die Anforderungen an das Berichtswesen, die Projektplanung, Arten von Projektberichten, die Rolle von Kennzahlen sowie eine aktuelle Studie zum Management Reporting.
4 Praxisbeispiel: Berichtswesen in der Robert Bosch GmbH: Zeigt die praktische Anwendung der Reporting-Methoden im Bereich Instrumentation Systems des Geschäftsbereichs Car Multimedia.
5 Kritische Würdigung: Reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und identifiziert Weiterentwicklungsbedarfe sowie die zunehmende Bedeutung von Standardisierung und Automatisierung.
Projektcontrolling, Reporting, Berichtswesen, Projektplanung, Meilensteintrendanalyse, Projektstrukturplan, Kennzahlen, Projektbericht, Risikomanagement, Fortschrittskontrolle, Management Reporting, Termincontrolling, Prozessoptimierung, Unternehmenssteuerung.
Die Bachelorarbeit behandelt das Thema Projektcontrolling mit einem spezifischen Fokus auf die Anforderungen an ein effektives Reporting zur Steuerung komplexer Projekte.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Projektcontrolling, der methodischen Projektplanung, den verschiedenen Arten von Projektberichten sowie der Gestaltung und Nutzung von Kennzahlensystemen.
Ziel ist es, einen Überblick über die Anforderungen an ein Reporting im Projektcontrolling zu geben und aufzuzeigen, wie dieses zur erfolgreichen Steuerung von Projekten beitragen kann.
Es werden theoretische Grundlagen aus der Fachliteratur herangezogen, eine bestehende KPI-Studie von Horváth & Partners analysiert sowie ein Praxisbeispiel der Robert Bosch GmbH untersucht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung, die Darstellung ausgewählter Steuerungsinstrumente, den detaillierten Aufbau des Berichtswesens und die Analyse von Kennzahlen bis hin zur praktischen Umsetzung bei Bosch.
Kernbegriffe sind Projektcontrolling, Reporting, Berichtswesen, Kennzahlen, Meilensteintrendanalyse und Projektsteuerung.
Meilensteine dienen als wichtige Entscheidungspunkte innerhalb des Phasenmodells, um den Projektfortschritt zu überwachen und bei signifikanten Abweichungen steuernd einzugreifen.
Die Arbeit betont, dass eine Standardisierung und Automatisierung der Berichterstattung durch IT-Systeme wie SAP R/3 entscheidend ist, um den hohen manuellen Aufwand zu reduzieren und mehr Zeit für die Interpretation zu schaffen.
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