Wissenschaftliche Studie, 2004
71 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Das Phänomens „Schmerz“
2.2 Schmerzbeeinflussende Faktoren
2.3 Möglichkeiten zur Erfassung der Schmerzintensität
3 Pflegerische Beratung und Anleitung in der Schmerztherapie
3.1 Vorteile eines schmerztherapeutisch informierten Patienten
3.2 Sicht des Gesetzgebers und der Berufsverbände
3.3 Pflegewissenschaftliche Sicht
3.4 Patientenedukation in der Schmerztherapie als Aufgabe der Pflege
4 Planung der Studie
4.1 Rahmenbedingungen
4.1.1 Untersuchungsumfeld
4.1.2 Schmerzerfassung und -therapie im Untersuchungsumfeld
4.2 Planung der empirischen Methode
4.2.1 Festlegung der Ein- und Ausschlusskriterien
4.2.2 Aufteilung der Vergleichsgruppen
4.2.3 Auswahl der Methoden
4.3 Präoperatives pflegerisches Aufklärungsgespräch
4.3.1 Rahmenbedingungen
4.3.2 Standardisierung des Vorgehens
4.4 Ethische Überlegungen
4.4.1 Unterstützung durch das direkte Untersuchungsumfeld
4.4.2 Einverständnis der Befragten
4.4.3 Anonyme Datenerhebung
4.4.4 Aufwand für die Teilnehmer
4.4.5 Sinnhaftigkeit der Untersuchung
4.5 Pretest
4.5.1 Vortest des Aufklärungsgesprächs
4.5.2 Vortest des Fragebogens
4.6 Gütekriterien der Studie
4.6.1 Reliabilität
4.6.2 Validität
4.6.3 Objektivität
5 Erfassung und Aufbereitung der Daten
5.1 Bildung der Auswertungsgesamtheit
5.2 Aufbereitung der Daten
5.3 Datenauswertung
6 Ergebnisse und Interpretationen
6.1 Zusammensetzung der Vergleichsgruppen
6.2 Auswirkungen des pflegerischen Aufklärungsgespräch auf das Befinden
6.3 Auswirkungen der pflegerischen Aufklärung auf die Schmerzintensität
6.4 Auswirkungen auf die Beurteilung des pflegerischen Teams
6.5 Auswirkungen auf die Beurteilung der Partizipationsmöglichkeiten
6.6 Individuelle Ausrichtung der Schmerztherapie
6.7 Grundsätzliche Auswirkungen auf Selbstpflegekompetenz
7 Persönliche Betrachtung und Ausblicke
7.1 Praktikabilität des pflegerischen Aufklärungsgesprächs
7.2 Effekte für den Patienten
7.3 Effekte für das Personal
7.4 Ausblick
Die vorliegende Studie untersucht, ob ein präoperatives pflegerisches Aufklärungsgespräch einen positiven Einfluss auf das postoperative Schmerzempfinden, die Angstreduktion und die allgemeine Zufriedenheit von chirurgischen Patienten hat. Ziel ist es, den Nutzen einer strukturierten Patientenberatung durch Pflegefachkräfte wissenschaftlich zu belegen und Empfehlungen für den klinischen Alltag abzuleiten.
Standardisierung des Vorgehens
Es wurde ein Leitfaden für das Vorgehen und die Inhalte der präoperativen Pflegevisite entwickelt. Vorteile dieser Standardisierung waren: höhere Verhaltensicherheit bei der Pflegefachkraft, gleichbleibende Qualität der Visiten auf hohem Niveau, einfachere Einarbeitung weiterer aufklärender Pflegefachkräfte, Vollständigkeit der Aufklärung durch Stichwortliste, Ermöglichung der Konzentration auf die individuelle Problemlage, homogener Auftritt der aufklärenden Pflegekräfte gegenüber den Patienten, strukturierte Durchführung, höhere Vergleichbarkeit der Ergebnisse aus den Fragebögen und geringerer zeitlicher Aufwand durch Reduzierung von ungewollten Gesprächspausen.
Der Leitfaden legte Richtlinien für organisatorische und strukturelle Aspekte der Pflegevisite fest. Weiterhin wurden Empfehlungen zum Verhalten der Pflegekraft bzw. Regeln zur Gesprächsführung angeführt (s. Anlage 3). Eine Stichwortliste unterstützte bei der inhaltlichen Gestaltung der Visite (s. Anlage 4).
Für die bessere Vergleichbarkeit, wurde, im Rahmen dieser Studie, die Pflegevisite immer durch die selbe Pflegekraft des bereits erwähnten Schmerzdienstes durchgeführt. Zunächst erfolgte eine kurze Aktensichtung und Anamneseerhebung anhand eines Anamnesebogens (s. Anlage 2).
Die Gespräche fanden am Tag vor der geplanten Operation, statt. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Gesprächsumgebung möglichst ruhig und störungsfrei war. Alle Gespräche fanden im Patientenzimmer statt. Angehörige des Patienten konnten an dem Gespräch teilnehmen.
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die zentrale Rolle des Schmerzes in der Krankenpflege und stellt die Hypothese auf, dass ein präoperatives Gespräch die Schmerzsituation positiv beeinflussen kann.
2 Grundlagen: Es werden die biologischen und psychologischen Aspekte des Schmerzempfindens erläutert sowie gängige Methoden zur subjektiven Schmerzmessung vorgestellt.
3 Pflegerische Beratung und Anleitung in der Schmerztherapie: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit der Patientenaufklärung aus pflegewissenschaftlicher, rechtlicher und wirtschaftlicher Sicht.
4 Planung der Studie: Die methodische Vorgehensweise, das Studiendesign mit Kontrollgruppe, die ethischen Rahmenbedingungen und die Instrumente zur Datenerhebung werden detailliert beschrieben.
5 Erfassung und Aufbereitung der Daten: Hier wird der Prozess der Datenerhebung, die Software-gestützte Aufbereitung und die statistische Auswertungsmethode dargelegt.
6 Ergebnisse und Interpretationen: Die Studienergebnisse zeigen deutlich, dass eine pflegerische Aufklärung zu einer geringeren Schmerzintensität und einer höheren Patientenzufriedenheit führt.
7 Persönliche Betrachtung und Ausblicke: Der Autor bewertet die Praktikabilität der Intervention und diskutiert die Bedeutung des einfühlsamen Umgangs mit Patienten für den Erfolg der Schmerztherapie.
Schmerzmanagement, Pflegevisite, Patientenedukation, Schmerztherapie, Chirurgie, postoperative Schmerzen, Pflegequalität, Selbstpflegekompetenz, Partizipation, Angstreduktion, Patientenberatung, empirische Studie, Schmerzskala, Patienteninteraktion, Anamnese.
Die Arbeit untersucht den Einfluss einer strukturierten präoperativen Pflegevisite auf das postoperative Schmerzempfinden und die Zufriedenheit von Patienten in einem chirurgischen Krankenhaus.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Schmerzwahrnehmung, die pflegerische Patientenberatung, das Schmerzmanagement sowie der methodische Aufbau einer empirischen Studie im klinischen Alltag.
Ziel ist es, den Mehrwert einer spezifischen pflegerischen Aufklärung für den Patienten zu erfassen, insbesondere im Hinblick auf Schmerzreduktion, Angstabbau und die Befähigung zur aktiven Mitarbeit an der eigenen Therapie.
Es wurde ein prospektives Kontrollgruppendesign gewählt, bei dem Patienten in eine Untersuchungsgruppe mit Pflegevisite und eine Kontrollgruppe ohne diese spezifische Intervention aufgeteilt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Planung der empirischen Untersuchung, die statistische Aufbereitung der Daten aus Fragebögen und Patientenakten sowie die Interpretation der Ergebnisse hinsichtlich verschiedener Schmerzparameter und Zufriedenheitsaspekte.
Die Arbeit lässt sich primär mit Begriffen wie Schmerzmanagement, Pflegevisite, Patientenpartizipation und Qualitätssicherung in der Pflege beschreiben.
Die Standardisierung sorgt für eine gleichbleibende Qualität der Beratung, reduziert Verhaltensunsicherheiten bei der Pflegekraft und ermöglicht eine bessere Vergleichbarkeit der Daten zwischen den Studiengruppen.
Die Psyche ist ein wesentlicher Faktor des Schmerzerlebens. Das Aufklärungsgespräch hilft, Ängste zu reduzieren und Vertrauen aufzubauen, was direkt dazu beiträgt, dass Patienten Schmerzen weniger bedrohlich empfinden und konstruktiver bewältigen können.
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