Bachelorarbeit, 2015
64 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Hinführung
1.2 Aktualität der Thematik
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Vom Begriff Bullying zum Cyberbullying
2.2 Begriffserklärung klassisches Bullying
2.3 Begriffsklärung Cyberbullying
2.3.1 Definition
2.3.2 Abgrenzung zum klassischen Bullying
2.4 Akteure im Cyberbullying- Prozess
2.4.1 Opfer (Cyber-Victim)
2.4.2 Täter (Cyber-Bully)
2.4.3 Bystander
2.5 Sozialisation im Jugendalter
2.5.1 Sozialisationsinstanzen
2.5.2 Entwicklungsaufgabe Identitätsfindung
2.5.3 Die Rolle der Medien
2.6 Digital Natives
2.7 Klassifizierungen von Cyberbullying
2.7.1 Unterscheidung nach Medienformen
2.7.2 Unterscheidung nach der Art der Übergriffe
3. Fragestellung
3.1 Zielsetzung
3.2 Annahmen
4. Vorgehensweise bei der Literaturrecherche
4.1 Nutzung von Datenbanken
4.2 Suchstrategie und Schlüsselwörter
4.3 Auswahlkriterien der Untersuchungen
5. Relevante Untersuchungen
5.1 Qualitätskriterien
5.2 Auswahl nicht berücksichtigter Studien
5.3 Aufbau und Design der Untersuchungen
5.4 Tabellarischer Überblick über berücksichtigte Untersuchungen
6. Ergebnisse
6.1 Auswirkungen auf Opfer und Täter
6.1.1 Untersuchung einer Auswirkung
6.1.2 Untersuchung mehrerer Auswirkungen
6.2 Konsequenzen für die TäterInnen
6.2.1 Strafrechtliche Verfolgung
7. Diskussion
8. Praktische Relevanz
9. Schlussgedanke
Diese Arbeit untersucht die negativen Auswirkungen von Cyberbullying auf jugendliche Opfer und Täter, wobei der Fokus auf psychologischen und psychosomatischen Langzeitfolgen sowie Verhaltensänderungen liegt. Auf Basis der Analyse von 16 ausgewählten Studien wird analysiert, inwiefern das digitale Phänomen mit Faktoren wie Depressionen, Suizidalität, Selbstwertproblemen und sozialem Rückzug korreliert und welche Rolle die Täter-Opfer-Dynamik dabei spielt.
2.3.1 Definition
Die verschiedenen AutorInnen, die sich mit der Problematik beschäftigen, nutzen variierende Begriffsdefinitionen von Cyberbullying, da man sich bislang, weder wissenschaftlich noch rechtlich, auf keine einheitliche Definition einigen konnte (Kowalski & Limber, 2007; Patchin & Hinduja, 2006; Langos, 2012). Zumeist wird die Definition aus dem Verständnis des klassischen Mobbing abgeleitet (Olweus, 2010). Stellvertretend wird die Definition gemäß Tokanaga (2010) verwendet, da in dieser die wesentlichen Kernelemente vorkommen und weder zu weit noch zu eng gefasst ist: „Cyberbullying is any behavior performed through electronic or digital media by individuals or groups that repeatedly communicates hostile or aggressive messages intended to inflict harm or discomfort on others“ (Tokanaga, 2010, S.278).
Definieren lässt sich Cyberbullying im Wesentlichen durch vier Kernelemente, die wie bei Tokanaga (2010) auch in den zahlreichen anderen Definitionen genannt werden:
• Der Gebrauch von elektronischen Hilfsmitteln
• Sich wiederholende Handlungen
• Eine Schädigungsabsicht
• Gruppen oder Einzelbezug, von denen die Angriffe ausgehen
(Smith & Slonje, 2010; Pfetsch & Schäfer, 2014; Katzer, 2014).
Von wiederholtem Handeln wird allerdings erst gesprochen, wenn mindestens einmal in der Woche eine Attacke auf die Zielperson erfolgt um auszuschließen, dass es sich um einen Streich des „Täters“ handelt (Katzer, 2014; Langos, 2012). Es lässt sich erkennen, dass die meisten dieser Elemente auch für die Definition von klassischen Mobbing gelten. Hinzukommen beim Cyberbullying noch einige weitere Aspekte, die es vom klassischen Bullying abgrenzen:
1. Einleitung: Einführung in das Thema Cyberbullying mit Fokus auf die Relevanz bei Jugendlichen und der Amanda-Todd-Fallstudie als Ausgangspunkt.
2. Theoretischer Hintergrund: Definition und Abgrenzung von Bullying und Cyberbullying sowie Erläuterung der Sozialisation und Identitätsbildung im digitalen Zeitalter.
3. Fragestellung: Definition des Ziels, einen ganzheitlichen Überblick über die Interaktion zwischen Cyberbullying und negativen Auswirkungen zu geben, sowie Aufstellung konkreter Annahmen.
4. Vorgehensweise bei der Literaturrecherche: Beschreibung der methodischen Suche nach wissenschaftlicher Fachliteratur in diversen Datenbanken und Festlegung von Qualitätskriterien.
5. Relevante Untersuchungen: Zusammenfassung der Auswahlkriterien und des methodischen Designs der analysierten Studien.
6. Ergebnisse: Ausführliche Darstellung der Studienergebnisse bezüglich der Auswirkungen auf Opfer und Täter sowie rechtliche Aspekte.
7. Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Diskussion der psychologischen Belastungen im Kontext der Identitätsentwicklung.
8. Praktische Relevanz: Ableitung von Konsequenzen für Eltern und Pädagogen zur Früherkennung und Prävention von Cyberbullying.
9. Schlussgedanke: Fazit zur Notwendigkeit eines eigenen Straftatbestands und Appell zur Förderung von Medienkompetenz und Präventionsstrategien.
Cyberbullying, Auswirkungen, Identität, Jugend, Neue Medien, Täter, Opfer, Depression, Suizidalität, Selbstwert, Internet, Mobbing, Prävention, Sozialisation, Psychologie
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen des Cyberbullying, insbesondere mit den daraus resultierenden negativen Konsequenzen für die beteiligten Jugendlichen als Opfer oder Täter.
Zentrale Themen sind die psychologischen Folgen wie Depressionen und Angst, der Einfluss auf die Identitätsfindung im Jugendalter, die Rolle der sozialen Peergroup sowie rechtliche Aspekte und Möglichkeiten der Prävention.
Das Hauptziel ist es, einen möglichst holistischen Überblick über den bisherigen Forschungsstand zur Interaktion zwischen Cyberbullying-Erfahrungen und den daraus resultierenden Kurz- und Langzeitfolgen zu verschaffen.
Die Autorin führt ein systematisches Review durch, bei dem 16 ausgewählte Studien analysiert, in Bezug auf die Forschungsfrage eingeordnet, bewertet und theoretisch diskutiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die methodische Vorgehensweise bei der Literatursuche, die detaillierte Präsentation und Diskussion der Studienergebnisse sowie die praktische Relevanz der Befunde für Pädagogik und Recht.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Cyberbullying, Identität, Depression, Suizidalität, Jugend und Medienkompetenz definieren.
Besonders kritisch werden ein sinkender Selbstwert, soziale Isolation, Angstzustände sowie im schlimmsten Fall die Entwicklung von Suizidgedanken und -versuchen hervorgehoben.
Ja, in Deutschland können Cyber-Täter gemäß Strafgesetzbuch (StGB) für Delikte wie üble Nachrede, Verleumdung, Beleidigung oder Verletzung des Rechts am eigenen Bild strafrechtlich verfolgt werden.
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