Diplomarbeit, 2009
93 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
2. Kommunikationswissenschaftliche Grundlagen
2.1. Kommunikation
2.2. Massenkommunikation
2.3. Printmedien
2.3.1. Zeitungen
2.3.2. Zeitschrift
2.3.3. Sonstige
3. Werbung
3.1. Definition
3.2. Stellung im Marketing-Mix
3.2.1. Produktpolitik
3.2.2. Preispolitik
3.2.3. Distributionspolitik
3.2.4. Kommunikationspolitik
3.3. Strategien und Taktiken der Werbung
3.4. Techniken der Werbung
3.5. Bildkommunikation
3.5.1 Das Bild als Mittel der Kommunikation
3.5.2. Ziele und Wirkungen von Bildern in der Werbung
3.6. Werbung in Printmedien
3.6.1. Die Anzeige
3.6.2. Das Plakat
3.6.3. Ambient-Medien
4. Kommunikations- und Wirkungsmodelle
4.1. Das Stimulus-Response-Modell
4.2. Uses-and-Gratification-Approach
4.3. Der Involvement-Begriff
4.3.1. High-Involvement-Modell
4.3.2. Low-Involvement-Modell
4.3.3. Effekte der Werbewiederholung
5. Guerilla-Marketing
5.1. Definition
5.2. Entstehungsgeschichte und Philosophie
5.3. Charakteristika und Zielsetzung von Guerilla-Marketing
5.4. Kommunikative Instrumente des Guerilla-Marketings
5.4.1. Offline Guerilla-Marketing
5.4.1.1. Sensation Marketing
5.4.1.2. Ambient Marketing
5.4.1.3. Ambush Marketing
5.4.2. Online Guerilla-Marketing
5.4.2.1. Viral Marketing
5.4.2.2. Mobile Marketing
5.4.3. Low-Budget Marketing
5.4.4. Strategisches Guerilla-Marketing
5.5. Theoretische Einordnung in Kommunikations- und Wirkungsmodelle
6. Guerilla-Werbung in Printmedien
6.1. Theoretische Ansprüche an Guerilla-Werbung
6.1.1. Flexibilität
6.1.2. Unkonventionalität
6.1.3. Einfallsreichtum
6.1.4 Innovation
6.1.5. Überraschung(seffekt)
6.1.6. Originalität
6.2. Praxisbeispiele
6.2.1. Anzeige von Sixt in einer Tageszeitung
6.2.2. Anzeige von Durex in einer Zeitschrift
6.2.3. Anzeige von ILO (International Labour Organization) in einer Zeitschrift
6.2.4. Außenwerbung von Dulcolax
6.2.5. Werbung von Comedy Central mittels Ambient Medium
6.2.6. Plakatwerbung vom Bestattungsunternehmen Bermann & Sohn
6.2.7. Visitenkarten
7. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Effektivität klassischer Werbung in Printmedien angesichts einer zunehmenden Informationsüberlastung und Werbeverdrossenheit. Dabei wird analysiert, ob Konzepte des Guerilla-Marketings als unkonventionelle und überraschende Alternativen dienen können, um die Aufmerksamkeit der Konsumenten in klassischen Medienkanälen zurückzugewinnen.
6.2.1. Anzeige von Sixt in einer Tageszeitung
Wie schon in der Definition des Begriffs Guerilla-Marketing festgestellt, wird diese Marketingstrategie hauptsächlich auf anderem Terrain angewendet, als in den klassischen Medien. Eine Zeitungsanzeige gehört demnach nicht zu den Lieblingsinstrumenten eines Guerilleros. Was aber nicht heißt, dass dieses Medium völlig ungeeignet für einen Guerilla-Werbeauftritt sein muss.
Ein sehr gutes Beispiel liefert uns der Autovermieter Sixt, der am 7. Mai 2001 eine einzige Anzeige in der Süddeutschen Zeitung schaltete und damit ein so enormes Medienecho auslöste, dass sich die Kosten für die Schaltung – welche in der Süddeutschen nicht gerade gering sind – wertmäßig bei weitem übertroffen haben.
Das Unternehmen fragt unter einem Großfoto unserer (Noch-) Bundeskanzlerin: Lust auf eine neue Frisur? Auf der nächsten Seite wird ein weiteres Foto präsentiert, auf dem Frau Merkel die Haare zu Berge stehen, und darunter steht groß geschrieben: Mieten Sie sich ein Cabrio.
1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Problematik der Informationsüberflutung und die abnehmende Effektivität klassischer Werbung, was die Notwendigkeit für neue, unkonventionelle Ansätze unterstreicht.
2. Kommunikationswissenschaftliche Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Fundamente der menschlichen Kommunikation, die spezifischen Merkmale der Massenkommunikation sowie die Entwicklung der Printmedien.
3. Werbung: Hier werden Definitionen von Werbung im Kontext des Marketing-Mix dargelegt und Techniken sowie Strategien zur werblichen Beeinflussung des Konsumenten analysiert.
4. Kommunikations- und Wirkungsmodelle: Das Kapitel betrachtet verschiedene psychologische Modelle zur Erklärung von Werbewirkung, insbesondere Stimulus-Response-Ansätze und das Involvement-Konzept.
5. Guerilla-Marketing: Diese Sektion führt in die Philosophie und Instrumente des Guerilla-Marketings ein, das als unkonventionelle Antwort auf die Werbeverdrossenheit der Konsumenten dient.
6. Guerilla-Werbung in Printmedien: Dieses Kapitel verknüpft Theorie und Praxis, indem es Werbeauftritte in klassischen Medien auf ihre Tauglichkeit als Guerilla-Werbung untersucht und anhand von Beispielen kritisch beleuchtet.
7. Schlussbetrachtung: Die abschließende Betrachtung resümiert, dass klassische Werbung zwar nicht obsolet ist, aber durch unkonventionelle, kreative Ansätze ergänzt werden muss, um wieder erfolgreich Aufmerksamkeit zu erregen.
Guerilla-Marketing, klassische Werbung, Printmedien, Kommunikation, Werbewirkung, Sensation Marketing, Ambient Marketing, Ambush Marketing, virales Marketing, Konsumentenverhalten, Werbeverdrossenheit, Kreativität, Positionierung, Marketing-Mix, Zielgruppenansprache
Die Arbeit untersucht die Grenzen klassischer Werbung und erforscht, wie Guerilla-Marketing-Methoden genutzt werden können, um auch in klassischen Printmedien wieder mehr Aufmerksamkeit und Interesse bei Konsumenten zu wecken.
Die zentralen Themen sind die Kommunikationswissenschaft, die Rolle der Werbung im Marketing-Mix, verschiedene Wirkungsmodelle (wie das S-O-R-Modell) und der umfassende Bereich des Guerilla-Marketings.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unkonventionelle Strategien aus dem Guerilla-Marketing dazu beitragen können, Werbung in klassischen Medien wie Zeitungen oder Zeitschriften wieder unterhaltsam und effektiv zu gestalten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse kommunikationswissenschaftlicher Grundlagen und Wirkungsmodelle, kombiniert mit einer praxisorientierten Fallstudien-Analyse ausgewählter Werbekampagnen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Kommunikation und Werbung, die Analyse von Involvement-Modellen sowie die detaillierte Vorstellung und kritische Bewertung verschiedener Instrumente des Guerilla-Marketings in Theorie und Praxis.
Wichtige Begriffe sind Guerilla-Marketing, Werbewirkung, Printmedien, Informationsüberflutung, unkonventionelle Werbung, Involvement-Modelle und Konsumentenpsychologie.
Die Autorin steht dem Begriff kritisch gegenüber, da Printmedien durch ihre physischen Beschränkungen manche Guerilla-Merkmale nur eingeschränkt erfüllen können, erkennt aber den enormen Wert kreativer, unkonventioneller Ansätze zur Reaktivierung der Zielgruppe an.
Das Beispiel illustriert, dass auch in einem "klassischen" Kanal wie einer Tageszeitung durch Provokation, Überraschung und den bewussten Verzicht auf Erlaubnis eine enorme mediale Resonanz erzielt werden kann, die weit über das ursprüngliche Werbebudget hinausgeht.
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