Masterarbeit, 2016
116 Seiten, Note: Gut
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Grundvermögen
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Vermögensarten
2.3 Bewertungsgegenstand
2.4 Abgrenzung von betrieblichem und außerbetrieblichem Vermögen
2.4.1 Relevanz der Abgrenzung
2.4.2 Betriebliche Einkünfte
2.4.3 Außerbetriebliche Einkünfte
3. Bewertung von Grundvermögen
3.1 Relevanz der Bewertung im außerbetrieblichen Bereich
3.1.1 Ansatz
3.1.2 Absetzung für Abnutzung
3.1.3 Steuerbemessungsgrundlage
3.2 Gesetzesgrundlagen zur Bewertung von Grundvermögen
3.2.1 Bewertungsgesetz
3.2.2 Einkommensteuergesetz
3.2.3 Liegenschaftsbewertungsgesetz und ÖNORM B 1802
3.3 Bewertungsansätze
3.3.1 Grundlegendes
3.3.2 Wertermittlung auf nationaler Ebene
3.3.3 Wertermittlung im internationalen Vergleich
4. Steuerliche Bewertungsmaßstäbe
4.1 Unterscheidung Bewertungsmaßstab – Bewertungsmethode
4.2 Anschaffungs- und Herstellungskosten
4.3 Gemeiner Wert
4.4 Teilwert
4.5 Fiktive Anschaffungskosten
4.6 Einheitswert
4.7 Grundstückswert
5. Vergleichswertverfahren
5.1 Grundlagen
5.2 Anforderungen an das Bewertungsverfahren
5.3 Nationales Vergleichswertverfahren
5.4 Internationaler Vergleich
5.4.1 Deutschland
5.4.2 Großbritannien
5.4.3 Frankreich
5.4.4 USA
6. Ertragswertverfahren
6.1 Grundlagen
6.2 Anforderungen an das Bewertungsverfahren
6.3 Nationales Ertragswertverfahren
6.4 Internationaler Vergleich
6.4.1 Deutschland
6.4.2 Großbritannien
6.4.3 Frankreich
6.4.4 USA
7. Sachwertverfahren
7.1 Grundlagen
7.2 Anforderungen an das Bewertungsverfahren
8. Kombination der Bewertungsverfahren
9. Beurteilung der Bewertungsverfahren im Vergleich
9.1 Nationale Ebene
9.2 Internationale Ebene
10. Einheitswertermittlung
10.1 Historische Entwicklung
10.2 Grundsteuer
10.2.1 Nationale Ebene
10.2.2 Internationaler Vergleich
10.3 Erbschafts- und Schenkungssteuer
10.3.1 Nationale Ebene
10.3.2 Internationaler Vergleich
10.4 Vermögensteuer
10.4.1 Nationale Ebene
10.4.2 Internationaler Vergleich
10.5 Grunderwerbsteuer
10.5.1 Nationale Ebene
10.5.2 Internationaler Vergleich
11. Ermittlung des Wertanteiles von Grund und Boden und Gebäude
11.1 Erfordernis einer Aufteilung von Grund und Boden und Gebäude
11.2 Methoden
11.3 Verwaltungspraxis
11.3.1 Alte Rechtslage
11.3.2 Neue Rechtslage
11.4 Differenzmethode
11.5 Verhältnismethode
12. Gutachten
12.1 Anwendung
12.2 Beweismittel, Beweiswürdigung und Beweislast
12.3 Anforderungen an ein Gutachten
13. Zusammenfassung und kritische Würdigung
Die Masterarbeit befasst sich mit der steuerrechtlichen Relevanz und den Anforderungen an die Bewertung von Grundvermögen. Ziel ist es, die notwendigen Bewertungsverfahren darzulegen, die sich aus der steuerlichen Notwendigkeit ergeben, den Wert von Grundstücken und Gebäuden zu ermitteln, sowie einen historischen Abriss und internationalen Vergleich zu bieten.
3.1.1 Ansatz
Obwohl der Steuerpflichtige im außerbetrieblichen Bereich die Einkünfte grundsätzlich lediglich nach § 4 Abs 3 EStG zu ermitteln hat, muss er ein Anlagenverzeichnis über die verwendeten Wirtschaftsgüter des abnutzbaren Anlagevermögens gem § 7 Abs 3 EStG führen. In diesem sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Gebäuden und der Betrag der jährlichen Absetzung für Abnutzung von Gebäuden anzuführen.
Im außerbetrieblichen Bereich hängt der zu ermittelnde Wert eines Gebäudes, der im Anlagenverzeichnis anzuführen ist und auch die Bemessungsgrundlage für die Afa bildet, von der Erwerbsart des Wirtschaftsgutes ab. Dabei wird danach unterschieden, ob ein entgeltlicher oder unentgeltlicher Erwerb stattgefunden hat, sowie ob das Gebäude sofort nach Erwerb oder erstmalig nach früherem Erwerb zur Einkunftserzielung verwendet wurde.
Wird eine Liegenschaft entgeltlich erworben und zur Einkunftserzielung aus Vermietung und Verpachtung verwendet, so sind gem § 16 Abs 1 Z 8 lit a EStG die tatsächlichen Anschaffungskosten im Anlagenverzeichnis anzuführen und eine Bewertung mittels Bewertungsverfahren ist nicht erforderlich. Wird eine Liegenschaft unentgeltlich erworben, die vorher schon der Einkunftserzielung aus Vermietung und Verpachtung gedient hat, so sind gem § 16 Abs 1 Z 8 lit b EStG die bisherigen Anschaffungskosten und Abschreibungen des Rechtsvorgängers fortzusetzen. Auch in diesem Fall wäre eine Bewertung mittels Bewertungsverfahren nicht erforderlich.
1. Einleitung: Stellt die steuerrechtliche Problemstellung der Bewertung von Grundvermögen dar und skizziert den Aufbau der Arbeit.
2. Grundvermögen: Definiert den Begriff des Grundvermögens sowie dessen Abgrenzung zu anderen Vermögensarten und definiert den Bewertungsgegenstand.
3. Bewertung von Grundvermögen: Erläutert die Relevanz der Bewertung im außerbetrieblichen Bereich, gesetzliche Grundlagen und allgemeine Bewertungsansätze.
4. Steuerliche Bewertungsmaßstäbe: Behandelt die verschiedenen steuerlichen Wertmaßstäbe wie Anschaffungskosten, Teilwert, gemeinen Wert und Einheitswert.
5. Vergleichswertverfahren: Analysiert die Grundlagen, Anforderungen und die Anwendung des Vergleichswertverfahrens im nationalen und internationalen Vergleich.
6. Ertragswertverfahren: Beschreibt die Prinzipien des Ertragswertverfahrens und beleuchtet die Anwendung internationaler Methoden wie der Investment Method und dem DCF-Verfahren.
7. Sachwertverfahren: Erläutert Grundlagen und Anforderungen des Sachwertverfahrens und dessen eher untergeordnete Bedeutung im steuerlichen Kontext.
8. Kombination der Bewertungsverfahren: Diskutiert die Zulässigkeit und Problematik der Kombination verschiedener Bewertungsverfahren bei der Wertermittlung.
9. Beurteilung der Bewertungsverfahren im Vergleich: Führt eine kritische Beurteilung der Verfahren auf nationaler und internationaler Ebene durch.
10. Einheitswertermittlung: Untersucht historisch und aktuell die Bedeutung der Einheitswertermittlung für verschiedene Steuerarten im In- und Ausland.
11. Ermittlung des Wertanteiles von Grund und Boden und Gebäude: Analysiert die Notwendigkeit und Methoden zur Aufteilung des Gesamtwerts auf Grund und Boden sowie Gebäude.
12. Gutachten: Erörtert die Relevanz, Anforderungen und Beweiskraft von Gutachten im steuerlichen Abgabeverfahren.
13. Zusammenfassung und kritische Würdigung: Resümiert die Entwicklung der Immobilienbewertung in Österreich und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Verkehrswertermittlung.
Grundvermögen, Immobilienbewertung, Steuerrecht, Einheitswert, Vergleichswertverfahren, Ertragswertverfahren, Sachwertverfahren, Verkehrswert, Anschaffungskosten, Bemessungsgrundlage, Gutachten, Grunderwerbsteuer, Grundsteuer, Liegenschaftsbewertung, DCF-Verfahren.
Die Arbeit analysiert die Bewertung von Grundvermögen für steuerliche Zwecke, insbesondere die Anforderungen an die Bewertungsverfahren, deren historische Entwicklung und einen Vergleich mit internationalen Standards.
Die Arbeit umfasst die Definition von Grundvermögen, die Analyse verschiedener steuerlicher Wertmaßstäbe, die Anwendung der klassischen Bewertungsmethoden (Vergleichs-, Ertrags- und Sachwertverfahren) sowie die Rolle von Gutachten im Abgabeverfahren.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Grundvermögen steuerrechtlich korrekt bewertet wird, welche unterschiedlichen Bewertungsansätze existieren und wie diese in Österreich sowie ausgewählten anderen Nationen (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, USA) praktiziert werden.
Es handelt sich um eine rechts- und steuerwissenschaftliche Arbeit, die auf der Analyse von Gesetzestexten (BewG, EStG, LBG), der einschlägigen Fachliteratur, Verwaltungsrichtlinien und der Rechtsprechung (VfGH, VwGH, OGH) basiert.
Im Hauptteil werden die verschiedenen Bewertungsverfahren (Vergleichs-, Ertrags-, Sachwertverfahren), die steuerlichen Bewertungsmaßstäbe sowie die spezifischen Ermittlungen für verschiedene Steuern (Grundsteuer, Grunderwerbsteuer) detailliert erörtert.
Zu den zentralen Begriffen zählen Grundvermögen, Einheitswert, Verkehrswert, Ertragswertverfahren, steuerliche Bemessungsgrundlage und Immobilienbewertung.
Die Steuerreform 2015/2016 wird als maßgebliche Änderung im österreichischen Steuerrecht behandelt, insbesondere in Bezug auf die Neuerungen bei der Grunderwerbsteuer und die geänderten Aufteilungsverhältnisse zwischen Grund und Gebäude.
Während in Österreich die Einheitsbewertung und spezifische gesetzliche Verfahren eine große Rolle spielen, ist der US-amerikanische Markt durch eine hohe Transparenz geprägt, wobei der "Income Approach" und der "Sales Comparison Approach" als marktgerechte Hauptmethoden dominieren.
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