Masterarbeit, 2013
72 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Ökologische und Ökonomische Bedeutung des Regenwaldes
2.1 Regenwald als eine natürliche Ressource
2.2 Wichtige Funktionen des Regennwaldes
2.2.1 Biodiversität
2.2.2 Klimaregulierung
2.3 Überblick über die Entwicklung der Regenwaldabholzung
2.4 Ökonomisches Bewertung der Umweltschäden
2.5 Regenwald als Wirtschaftsgut in einer ethischen Betrachtung
3 Ökonomische Grundlagen der Regenwaldabholzung
3.1 Systematisierung der ökonomischen Ursachen
4 Ökonomische Theorie der Regenwaldabholzung
4.1 Abholzung im Zusammenhang verschiedener Nutzungsformen und Eigentumsrechten
4.1.1 Modellgrundlagen
4.1.2 Landallokation
4.1.3 Auswirkungen von Migration
4.1.4 Modellvorhersagen und deren Kritik
4.1.5 Empirische Betrachtung
4.1.5.1 Anfordernisse an die Empirie
4.1.5.2 Ergebnisse
4.2 Konversion von Regenwald in landwirtschaftliche Nutzfläche
4.2.1 Von Thünen Modell
4.2.2 Modellabhängigkeit
4.2.2.1 Annahmen und deren Auswirkungen auf Modellvorhersagen
4.2.2.2 Subsistenzwirtschaft
4.2.2.3 Chayanovian Modell
4.2.2.4 Offene Ökonomien
4.2.3 Erklärungsgehalt des von-Thünen-Modells
4.3 Gesamtwirtschaftliche Entwicklungsprozesse
4.3.1 Umwelt-Kuznets-Kurve
4.3.2 Modell nach Bulte/van Soest (2001)
4.3.3 Empirische Untersuchungen der Umwelt-Kuznets-Kurve
4.3.4 Transitionstheorie
5 Lösungsmöglichkeiten der Regenwaldabholzung
5.1 Käufer und Verkäufer von Regenwaldkonservierung
5.2 REDD
5.3 Theorie der Kompensationszahlungen
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen ökonomischen Ursachen der Regenwaldabholzung sowie mögliche Lösungsansätze, um den Ressourcenabbau zu verlangsamen. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, wie ökonomische Mechanismen, Eigentumsrechte und landwirtschaftliche Nutzungsformen die Abholzungsentscheidungen beeinflussen und welche Rolle internationale Kompensationszahlungen spielen können.
2.2.1 Biodiversität
Regenwald ist der natürliche Lebensraum einer Vielzahl an Pflanzen und Tieren. Der Artenreichtum beherbergt einen Großteil der genetischen Vielfalt unseres Planeten. Diese genetische Vielfalt bietet die Möglichkeiten zur Anpassung an sich verändernde Umweltbedingungen. Die Ausrottung von Pflanzen und Tieren führt dazu, dass unwiderruflich genetische Vielfalt verloren geht. Die Biodiversität führt dazu, dass durch Anpassungsprozesse ein Ökosystem auf sich verändernde Umweltbedingungen in einem gewissen Umfang sich selbst regulieren kann. Es ist schwierig einen derartigen Verlust an Biodiversität ökonomisch zu erfassen, da es schwierig ist die Veränderungen eines Ökosystems und den daraus resultierenden Umweltveränderungen zu monetarisieren. Zudem fehlen Märkte, auf denen die Biodiversität handelbar wäre. Eine erwähnenswerte praktische Anwendung von Biodiversität ist die pharmazeutische bzw. biotechnische Forschung, mithilfe derer neue Medikamente bzw. Produkte erforscht werden. Um der bisher vor allem theoretischen Sichtweise auf Biodiversität ein praktisches Beispiel zu geben, soll im Folgenden die Untersuchung von Naidoo/Adamowicz(2005) Erwähnung finden. Die Autoren untersuchten anhand der Eintrittspreisbereitschaft eines Nationalsparks in Uganda die Preisbereitschaft in Abhängigkeit vom Vogelbestand.
1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die Dringlichkeit des Regenwaldschutzes als globales Umweltproblem und legt den Aufbau der Arbeit dar, die von Ursachenanalysen bis hin zu internationalen Lösungsansätzen reicht.
2 Ökologische und Ökonomische Bedeutung des Regenwaldes: Dieses Kapitel erläutert die ökologischen Funktionen des Regenwaldes und analysiert, warum der Ressourcenabbau aus ökonomischer Sicht oft ineffizient verläuft.
3 Ökonomische Grundlagen der Regenwaldabholzung: Es wird eine Systematisierung der ökonomischen Einflussfaktoren vorgenommen, um die Komplexität der Abholzungsentscheidungen kausal einordnen zu können.
4 Ökonomische Theorie der Regenwaldabholzung: Dieser Hauptteil nutzt mikroökonomische Analysen, das von-Thünen-Modell sowie Wachstums- und Transformationstheorien, um die Triebkräfte der Abholzung und Landkonversion detailliert zu untersuchen.
5 Lösungsmöglichkeiten der Regenwaldabholzung: Das Kapitel befasst sich mit internationalen Instrumenten wie Kompensationszahlungen und dem REDD+-Programm, um durch ökonomische Anreize den Erhalt des Regenwaldes zu fördern.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung zur Monetarisierung von Umweltschäden für eine effiziente politische Gestaltung.
Regenwaldabholzung, Umweltökonomie, Ressourcenökonomie, Landallokation, Eigentumsrechte, Nachhaltige Forstwirtschaft, Umwelt-Kuznets-Kurve, Transitionstheorie, REDD+, Kompensationszahlungen, Ökosystemdienstleistungen, Landnutzung, Biodiversität, Klimaregulierung, Mikroökonomik
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Hintergründe der Regenwaldabholzung und untersucht, warum der Schutz dieser Ressource oft ökonomisch benachteiligt ist.
Die Schwerpunkte liegen auf der mikroökonomischen Modellierung von Landnutzungsentscheidungen, dem Einfluss von Eigentumsrechten und der ökonomischen Bewertung von Umweltschäden.
Das Ziel ist es, die treibenden ökonomischen Kräfte der Abholzung zu identifizieren und die Effizienz internationaler Lösungsmechanismen wie Kompensationszahlungen zu bewerten.
Die Arbeit basiert primär auf einer theoretischen ökonomischen Analyse unter Verwendung mikroökonomischer Modelle (z.B. von-Thünen-Modell) sowie auf der Auswertung bestehender Literatur zur Umwelt- und Ressourcenökonomie.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den ökonomischen Theorien der Abholzung, den Auswirkungen von Eigentumsrechten, der Bedeutung von Landwirtschaft für die Landkonversion und den Möglichkeiten internationaler Finanzierungsmodelle zum Waldschutz.
Wichtige Begriffe sind Regenwaldabholzung, Eigentumsrechte, Landallokation, Umwelt-Kuznets-Kurve und Kompensationszahlungen.
Unklare Eigentumsrechte führen zu ineffizienten Anreizstrukturen (z.B. ein Wettlauf zur Abholzung vor einer staatlichen Enteignung), was den ökonomischen Wert nachhaltiger Bewirtschaftung mindert.
Es dient dazu, die Abhängigkeit der Landnutzungsform und der Abholzungsintensität von der Entfernung zu Marktplätzen sowie anderen Standortfaktoren anschaulich und theoretisch zu erklären.
REDD+ koppelt internationale finanzielle Zuwendungen direkt an die nachweisbare Leistung der Kohlenstoffspeicherung durch Waldschutz oder Wiederaufforstung.
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