Masterarbeit, 2015
125 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Medizinische Betrachtungen
2.1 Die Pränataldiagnostik
2.1.1 Der Ultraschall als am häufigsten genutzte Pränataldiagnostik
2.1.2 Die Nackentransparenzmessung
2.1.3 Die Amniozentese als häufigste invasive Methode
2.1.4 Die Chorionzottenbiopsie
2.1.5 Die Kluft zwischen diagnostizierbaren und therapierbaren Möglichkeiten
2.1.6 Der Schwangerschaftsabbruch als Folge der Pränataldiagnostik
2.1.6.1 Die rechtliche Lage
2.1.6.2 Die ärztlichen Pflichten
2.1.6.3 Die psychischen Folgen
2.2 Der PraenaTest als neustes Testverfahren in der Pränataldiagnostik
2.2.1 Die Diagnosemöglichkeiten des PraenaTests
2.2.2 Die Durchführung des Tests
2.2.3 Für welche Schwangere ist der PraenaTest geeignet
2.2.4 Die Kosten für den PraenaTest
2.2.5 Gibt der PraenaTest Sicherheit?
2.2.6 Die Pflichten des Arztes
2.3 Die unterschiedlichen Chromosomenkrankheiten
2.3.1 Die Trisomie 21
2.3.1.1 Die unterschiedlichen Arten der Trisomie 21
2.3.1.2 Die Auswirkungen des Down-Syndroms
2.3.1.3 Die Diagnose des Down-Syndrom
2.3.1.4 Die Therapiemöglichkeiten
2.3.2 Die Trisomie 18
2.3.3 Die Trisomie 13
2.3.4 Das Turner-Syndrom
2.3.5 Das Triple-X-Syndrom
2.3.6 Das Klinefelter-Syndrom
2.3.7 Das XYY-Syndrom (Jacobs-Syndrom)
3. Ethische Betrachtungen zum PraenaTests
3.1 Der Begriff der Menschenwürde
3.1.1 Der Begriff der Menschenwürde in dem Verständnis der empirisch geprägten biomedizinischen Ethik
3.1.2 Menschenwürde und Lebensschutz aus christlicher Sicht – das transzendente Verständnis der Menschenwürde
3.1.2.1 Die Gottebenbildlichkeit – der Mensch als das Bild Gottes
3.1.2.2 Der Begriff der Person in christlicher Perspektive
3.1.3 Das christliche Verständnis der Menschenwürde in der säkularen Gesellschaft
3.1.4 Menschenwürde für das vorgeburtliche Leben
3.1.4.1 Ab wann beginnt das menschliche Leben?
3.1.4.2 Was bedeutet das Setzen der Befruchtung als Lebensbeginn für die Menschenwürde der Embryonen?
3.1.5 Menschenwürde für kranke und behinderte Menschen
3.2 Die Ethische Beurteilung von Abtreibungen
3.2.1 Die Abtreibung aus christlicher Sicht
3.2.1.1 Das Verständnis des Tötungsverbots
3.2.1.2 Der Schwangerschaftsabbruch im Kontext des erweiterten Verständnisses des Tötungsverbots
3.2.2 Die Spätabtreibung
3.2.3 Die Rolle der Eltern: Entweder Täter oder Opfer?
3.2.3.1 Die Rechte und Pflichten der Eltern
3.2.3.2 Die Mutter zwischen sozialen Druck und emotionaler Belastung
3.2.4 Die Rolle der Ärzte
3.2.5 Zwischenfazit zur Thematik des Schwangerschaftsabbruches
3.3 Die Behinderung als besondere ethische Herausforderung
3.3.1 Die Entscheidung der Mutter für oder gegen ein Down-Syndrom-Kind
3.3.1.1 Die Entscheidung gegen das Kind mit Down-Syndrom – Ein Fallbeispiel
3.3.1.2 Die Entscheidung für das Leben des Kindes mit Down-Syndrom – Ein Fallbeispiel
3.3.2 Die Last eines Down-Syndrom-Kindes
3.3.2.1 Die Familie als erste inklusive Institution
3.3.2.2 Von der Familie in die Eigenständigkeit
3.3.3 Behinderungen aus christlicher Sicht
3.3.4 Zwischenfazit: Das Down-Syndrom als besondere Herausforderung
4. Die kritische Auseinandersetzung mit dem PraenaTests im Verständnis der zuvor erläuterten ethischen Betrachtungen
4.1 Führt der PraenaTest zu einem Dammbruch in der Pränataldiagnostik?
4.2 Das Verhindern von Spätabtreibungen als wichtigstes Argument für den PraenaTest
4.3 Diskriminierung durch den PraenaTest
4.4 Die Sicht der Mutter
4.4.1 Die Familie als therapierbares Objekt
4.4.2 Die Liebe der Eltern
4.5 Hilfe zur Ermutigung: Die Annahme eines Kindes mit Down-Syndrom
5. Schlussfazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob das neue nichtinvasive Testverfahren des "PraenaTests" aus christlich-ethischer Sicht zu rechtfertigen ist. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, ob dieser Test zu einer Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen, namentlich dem Down-Syndrom, führt und wie dies mit dem Konzept der Menschenwürde vereinbar ist.
2.1.3 Die Amniozentese als häufigste invasive Methode
Die Amniozentese wird von den Frauenärzten am häufigsten für eine Abklärung von Auffälligkeiten beim Ultraschall oder einer anderen vorangegangenen nichtinvasiven Methode durchgeführt. Doch zunächst soll an dieser Stelle geklärt werden, was eine invasive Methode ist: Man versteht unter einer invasiven Diagnostik alle Untersuchungen, die mit dem Gebrauch einer Nadel und dem Eindringen in den Körper der Mutter zu tun haben, wie z.B. Fruchtwasserentnahmen, Entnahmen von Plazentageweben oder fetalem Blut, Entnahme vom Gewebe des Kindes und auch fetale Narkose. In der Phase der Frühschwangerschaft geht es bei den Untersuchungen meistens um die Analyse der Chromosomen, wie es bei der Amniozentese und der Chorionzottenbiopsie der Fall ist.
Im Fruchtwasser sind Zellen des Kindes vorhanden, welche entweder aus dem Harntrakt stammen oder von der Haut abgeschilfert sind. Somit kann man durch die Entnahme des Fruchtwassers, die Zellen des Kindes im Labor untersuchen. Da es nur wenige Zellen sind, müssen sie vor der Auswertung in einer Kultur vermehrt werden, daher kann es zehn bis vierzehn Tage bis zum Vorliegen eines Endergebnisses dauern. Da nur Flüssigkeit entnommen wird, ist die Nadel bei der Punktion sehr dünn, wodurch der Schmerz für die Frau erträglicher ist. Trotzdem kommt es zu leichten Schmerzen und Kreislaufreaktionen. Eine Betäubung ist nicht möglich.
Während der Punktion kann man den Verlauf der Nadel sowie die Lage des Kindes mit Hilfe von Ultraschall gut nachvollziehen, sodass eine Verletzungsgefahr des Kindes recht gering ist. Da ein solcher Eingriff auch für die Mutter sehr anstrengend ist, sollte die Schwangere anschließend noch 30 Minuten liegen und sich die nächsten 24 Stunden zu Hause schonen. Am nächsten Tag wird eine Kontrolluntersuchung durchgeführt. Das größte Risiko bei der Amniozentese ist das Verursachen eines Blasensprungs. Dieser entsteht, wenn das Loch in der Eihaut das Fruchtwasser entweichen lässt. Dadurch kann es beispielsweise zu bleibenden Schäden bei der fetalen Lunge oder zur Versteifung der Gelenke des Kindes, im schlimmsten Fall zur vorzeitigen Wehentätigkeit kommen, sodass ein eventuell völlig gesundes Kind auf diese Weise getötet werden kann.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet anhand von Fallbeispielen aus dem Alltag die gesellschaftliche Stigmatisierung von Menschen mit Down-Syndrom und führt in die moralische Problematik pränataler Diagnostik ein.
2. Medizinische Betrachtungen: Dieses Kapitel gibt einen systematischen Überblick über verschiedene Methoden der Pränataldiagnostik, ihre medizinische Funktionsweise, Risiken sowie die speziellen Krankheitsbilder wie Trisomie 21.
3. Ethische Betrachtungen zum PraenaTests: Hier erfolgt eine tiefgehende Auseinandersetzung mit dem christlichen Menschenwürdebegriff und dessen Anwendung auf das vorgeburtliche Leben sowie die ethische Beurteilung von Schwangerschaftsabbrüchen.
4. Die kritische Auseinandersetzung mit dem PraenaTests im Verständnis der zuvor erläuterten ethischen Betrachtungen: Das Kapitel führt die medizinischen Fakten mit der ethischen Theorie zusammen und diskutiert das Diskriminierungspotenzial des PraenaTests sowie die Rolle von Eltern und Ärzten.
5. Schlussfazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass der PraenaTest in der derzeitigen gesellschaftlichen Praxis ethisch nicht zu vertreten ist, da er die Selektion behinderten Lebens begünstigt.
PraenaTest, Pränataldiagnostik, Menschenwürde, Down-Syndrom, Trisomie 21, christliche Ethik, Schwangerschaftsabbruch, Behinderung, Selektion, Lebensschutz, Gottebenbildlichkeit, Inklusion, medizinische Ethik, Bioethik, Selbstbestimmung.
Die Arbeit analysiert das neue pränatale Testverfahren "PraenaTest" aus einer theologisch-ethischen Perspektive und hinterfragt dessen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft und den Umgang mit behindertem Leben.
Die Schwerpunkte liegen auf medizinischen Fakten zur Pränataldiagnostik, der theologischen Begründung der Menschenwürde sowie einer ethischen Debatte über Abtreibung und den Umgang mit Menschen mit Down-Syndrom.
Die zentrale Fragestellung lautet, ob der PraenaTest aus christlicher Sicht ethisch zu rechtfertigen ist, insbesondere unter Berücksichtigung der möglichen Diskriminierung von Kindern mit Down-Syndrom.
Es handelt sich um eine systematische ethische und theologische Analyse, die medizinische Fakten in den Kontext christlicher Anthropologie und aktueller bioethischer Diskurse stellt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine medizinische Bestandsaufnahme der Testverfahren, eine grundlegende ethische Reflexion über Menschenwürde und eine kritische Auseinandersetzung mit den Konsequenzen des PraenaTests für die gesellschaftliche Akzeptanz von Menschen mit Behinderung.
Wichtige Begriffe sind PraenaTest, Menschenwürde, Down-Syndrom, christliche Ethik, Selektion und Lebensschutz.
Die Gottebenbildlichkeit dient der Autorin als Begründung für eine "fremde Würde", die jedem Menschen unabhängig von seiner geistigen oder körperlichen Leistungsfähigkeit von Gott zugesprochen wird und somit vor Selektion schützt.
Die Autorin sieht sowohl Eltern als auch Ärzte in der Pflicht, sich nicht von einem rein medizinisch-technischen Automatismus leiten zu lassen, sondern eine bewusste, verantwortungsvolle Entscheidung für das Leben zu treffen, die über ökonomische oder gesellschaftliche Druckfaktoren hinausgeht.
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