Bachelorarbeit, 2012
39 Seiten, Note: 2,3
1 Besonderheiten der Kommunikationsquelle im Sponsoring
2 Das Glaubwürdigkeitskonzept als Grundlage für den Kommunikationserfolg im Sponsoring
2.1 Definition der Glaubwürdigkeit
2.2 Dimensionen und Wirkungsweise der Glaubwürdigkeit
3 Informationsverarbeitung und Motivzuschreibungen zur Beurteilung einer persuasiven Botschaft
3.1 Das Elaboration-Likelihood-Modell und das Persuasion-Knowledge-Modell als relevante Modelle der Informationsverarbeitung
3.2 Die Attributionstheorie als weiterführende Grundlage
4 Empirische Erkenntnisse zu den Wirkungsweisen von Quellen im Sponsoring
5 Zusammenfassung der Erkenntnisse und Implikationen für Forschung und Praxis zur Erreichung der Sponsoring-Ziele
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Kommunikationsquellen auf den Sponsoring-Erfolg. Ziel ist es, theoretische Ansätze sowie empirische Erkenntnisse darzulegen, die aufzeigen, wie die Quelle die Wahrnehmung von Motiven und die anschließende Bewertung eines sponsernden Unternehmens beeinflusst.
3.2 Die Attributionstheorie als weiterführende Grundlage
Die Attributionstheorie ist einer der meist diskutierten, theoretischen Ansätze in der Psychologie (Schnitzer, 2008, S. 64). Sie versucht Antworten auf die Frage zu finden, aufgrund welcher Ursachen sich eine Person in einer bestimmten Weise verhält und zu welchen Ergebnissen dieses Verhalten führt (Meyer, Försterling, 1993, S. 175). Attributionen sind demnach Ursachenzuschreibungen, die jeder Mensch in Bezug auf Ereignisse vornimmt (Schnitzer, 2008, S. 64). Heider sieht den Menschen dabei als „naiven Psychologen“, der beobachtbares Verhalten und Ereignisse mit nicht beobachtbaren Ursachen verbindet (Heider, 1958, S. 1 ff.). Es kann davon ausgegangen werden, dass sich auch diese Idee auch auf das Sponsoring übertragen lässt. Das beobachtbare Verhalten wäre in diesem Fall die Sponsoring-Botschaft und die nicht beobachtbare Ursache das Motiv, welches der Sponsor mit dem jeweiligen Sponsoring-Engagement verfolgt. Die Attributionstheorie wird häufig zur Untersuchung der Glaubwürdigkeit in der Marketingkommunikation herangezogen (Eisend, 2003, S. 73). Sie konzentriert sich einerseits auf das Zustandekommen eines Glaubwürdigkeitsurteils und bietet andererseits die Möglichkeit zur Einbeziehung der Konsequenzen, die sich aus dem Glaubwürdigkeitsurteil ergeben (ebd., 2003, S. 89). Bei der Einschätzung der Glaubwürdigkeit einer Kommunikationsquelle finden Attributionsprozesse statt (Bonfadelli, Friemel, 2011, S. 177). Ein Rezipient kann eine Quelle entweder als vorrangig intrinsisch oder vorrangig extrinsisch motiviert deuten (Rifon, Choi, Trimble, Li, 2004, S. 31).
1 Besonderheiten der Kommunikationsquelle im Sponsoring: Das Kapitel führt in das Instrument Sponsoring ein, betont die Bedeutung der Kommunikationsquelle für den Erfolg und grenzt das Sponsoring von klassischer Werbung ab.
2 Das Glaubwürdigkeitskonzept als Grundlage für den Kommunikationserfolg im Sponsoring: Hier werden Definitionen und Dimensionen der Glaubwürdigkeit erläutert, wobei der Fokus auf dem Source-Credibility-Modell und der Bedeutung der Vertrauenswürdigkeit liegt.
3 Informationsverarbeitung und Motivzuschreibungen zur Beurteilung einer persuasiven Botschaft: Dieses Kapitel analysiert mit dem ELM, dem PKM und der Attributionstheorie theoretische Ansätze, die das Zustandekommen von Glaubwürdigkeitsurteilen und Motivzuschreibungen erklären.
4 Empirische Erkenntnisse zu den Wirkungsweisen von Quellen im Sponsoring: Das Kapitel bietet einen Überblick über empirische Studien, die den Einfluss abhängiger und unabhängiger Kommunikationskanäle auf die Wahrnehmung des Sponsorings untersuchen.
5 Zusammenfassung der Erkenntnisse und Implikationen für Forschung und Praxis zur Erreichung der Sponsoring-Ziele: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und Implikationen für die praktische Gestaltung von Sponsoring-Engagements abgeleitet.
Sponsoring, Kommunikationsquelle, Glaubwürdigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Attributionstheorie, Elaboration-Likelihood-Modell, Persuasion-Knowledge-Modell, Unternehmenskommunikation, Image, Motivation, Konsumentenverhalten, Werbewirkung, CSR, Markenmanagement, Kommunikationserfolg.
Die Arbeit analysiert den Einfluss der Kommunikationsquelle auf den Erfolg von Sponsoring-Maßnahmen und die Rolle der Glaubwürdigkeit in diesem Prozess.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Glaubwürdigkeit, Modelle der Informationsverarbeitung, die Attributionslehre von Motiven sowie der Vergleich zwischen abhängigen und unabhängigen Quellen.
Das primäre Ziel besteht darin, darzulegen, wie Kommunikationsquellen durch ihre wahrgenommenen Merkmale den Sponsoring-Erfolg positiv oder negativ beeinflussen können.
Es werden primär das Elaboration-Likelihood-Modell (ELM), das Persuasion-Knowledge-Modell (PKM) sowie die Attributionstheorie herangezogen.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung von Glaubwürdigkeit, der psychologischen Verarbeitung von Sponsoring-Botschaften und der empirischen Evidenz für die Wirkung unterschiedlicher Kommunikationsquellen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sponsoring, Glaubwürdigkeit, Motivzuschreibung, Kommunikationsquelle und Image charakterisiert.
Die Attributionstheorie erklärt, wie Konsumenten dem Sponsor Motive zuschreiben – ob sie als altruistisch (positiv) oder eigennützig/profitorientiert (negativ) wahrgenommen werden, was den Erfolg des Sponsorings bestimmt.
Unabhängigen Quellen wird in der Regel weniger Eigeninteresse unterstellt, was zu einer höheren Vertrauenswürdigkeit führt, da die Botschaft nicht als bloßer Beeinflussungsversuch des Unternehmens wahrgenommen wird.
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