Bachelorarbeit, 2016
59 Seiten, Note: 1,1
1 Abstract
2 Einführung und Vorstellung der Arbeit
3 Der Wirkfaktor Hund in der Psychotherapie
3.1 Mensch-Hund-Beziehung
3.1.1 Bindungstheorie
3.1.2 Biophilie
3.1.3 Du-Evidenz
3.1.4 Spiegelneurone
3.1.5 Social Brain Hypothese
3.2 Tiergestützte Psychotherapie
3.2.1 Definition tiergestützte Psychotherapie
3.2.2 Entwicklung der tiergestützten Psychotherapie
3.2.3 Forschungsstand
3.3 Therapiebegleithunde und ihr Einsatz bei Kindern und Jugendlichen
3.3.1 Kinder und Tiere
3.3.2 Mögliche Wirkfaktoren von Therapiebegleithunden
4 Glauben oder Wissen
4.1 Forschungsfragen
4.2 Studiensuche
4.2.1 Inhaltliche Kriterien
4.2.2 Methodik
4.2.3 Suchergebnisse
4.3 Anforderungen an eine wissenschaftlich fundierte Studie
4.4 Überprüfung ausgewählter Studien
5 Ergebnisse
5.1 Ergebnisse im Hinblick auf die untersuchten Störungsbilder
5.2 Ergebnisse im Hinblick auf die untersuchten abhängigen Variablen
5.3 Ergebnisse bezüglich der Anzahl Studien pro Erscheinungsjahr
5.4 Ergebnisse im Bezug zu den Forschungsfragen
6 Diskussion, Limitierungen und Empfehlungen
7 Fazit
8 Literatur
9 Anhang
Die Arbeit untersucht, ob die Wirksamkeit der hundegestützten Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen wissenschaftlich fundiert belegt ist oder ob es sich lediglich um subjektive Einschätzungen handelt. Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand anhand der Anforderungen der evidenzbasierten Medizin zu prüfen.
3.3.1 Kinder und Tiere
Kinder scheinen noch stärker als Erwachsene auf tiergestützte Interventionen anzusprechen (Nimer & Lundahl, 2007). Dies lässt sich mit der ganz besonderen Beziehung von Kindern zu Tieren erklären. Für Kinder sind Tiere ein wichtiger Teil des Lebens und jedes Kind hat sein Lieblingstier. Es findet sich kaum ein Kinderzimmer ohne Kuscheltiere, Tierbilder, Tierbücher etc. Kinder sehen in Tieren in erster Linie Spaßmacher, Spielgefährten, Beschützer, Freunde, Vertraute. Sie erzählen dem Tier ihre persönlichen Geheimnisse, Kummer und Sorgen in der Überzeugung, dass das Tier sie versteht. Vor allem Hunde können durch die ihnen eigene uneingeschränkte Akzeptanz des Gegenübers bei Kindern Vertrauen und Sicherheitsgefühl verstärken und werden deshalb gerne als Partner für Spiel und Eroberung der Umwelt gewählt. (Prothmann, 2014).
Es lassen sich direkte und indirekte Einflüsse des Hundes auf die Entwicklung eines Kindes feststellen. Bei einem Versuch mit einer Schulklasse zeigte sich z.B., dass sich das Selbstwertgefühl von unsicheren Kindern verstärkte, als sie sich 9 Monate lang um ein Tier in der Klasse kümmern sollten. Drei- bis sechsjährige Kinder mit einem Haustier wiesen mehr Empathie und Einfühlungsvermögen auf als die, die kein Haustier besaßen. Da Haustiere auch geduldige Zuhörer sind, können sie den Sprachreiz und somit die Sprachentwicklung fördern. Indirekte Einflüsse können z.B. Anerkennung und Austausch mit Klassenkameraden sein oder Bestätigung und Lob durch die Eltern für den Umgang mit den Tieren (Prothmann 2014).
Abstract: Ein Überblick über die Forschungsarbeit, die den wissenschaftlichen Status der tiergestützten Therapie durch eine systematische Auswertung von Studien aus dem letzten Jahrzehnt kritisch beleuchtet.
Einführung und Vorstellung der Arbeit: Einführung in die historische Entwicklung der Mensch-Hund-Beziehung und Zielsetzung der Arbeit, die Wirksamkeit des Hundes als Therapietier wissenschaftlich zu validieren.
Der Wirkfaktor Hund in der Psychotherapie: Darstellung theoretischer Modelle wie Bindungstheorie und Biophilie sowie der spezifischen Wirkmechanismen von Therapiebegleithunden.
Glauben oder Wissen: Entwicklung der Forschungsfragen und methodische Beschreibung der systematischen Studiensuche und der angewandten Qualitätskriterien.
Ergebnisse: Detaillierte Auswertung und Qualitätsbewertung der 29 gefundenen Studien im Hinblick auf Störungsbilder und abhängige Variablen.
Diskussion, Limitierungen und Empfehlungen: Kritische Reflexion der methodischen Schwierigkeiten bei der Erforschung tiergestützter Interventionen und Ausblick auf zukünftige Forschungsfragen.
Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass Hunde in der Therapie ein hohes Potenzial bergen, jedoch weitere standardisierte Forschung für eine wissenschaftliche Anerkennung erforderlich ist.
Tiergestützte Psychotherapie, Therapiebegleithund, Mensch-Hund-Beziehung, Evidenzbasierte Medizin, Kinder und Jugendliche, Wirkfaktoren, Bindungstheorie, Psychotherapie, Qualitätsstandard, Empirische Forschung, ADHS, Autismus, Stressreduktion, Selbstwirksamkeit, Anthrozoologie
Die Arbeit untersucht, ob die in der Praxis beobachtete positive Wirkung von Hunden in der Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen objektiv wissenschaftlich belegt ist.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Erklärungsmodelle der Mensch-Hund-Beziehung, die Definition tiergestützter Psychotherapie und die evidenzbasierte Bewertung von klinischen Studien.
Das Hauptziel ist es, die wissenschaftliche Fundierung der hundegestützten Psychotherapie zu prüfen und der Kritik von Fachgesellschaften, denen methodisch einwandfreie Nachweise fehlen, zu begegnen.
Die Autorin führt eine systematische Literaturrecherche und eine kriteriengestützte Qualitätsbewertung (mittels validierter Checklisten) von 29 empirischen Studien aus den Jahren 2006 bis 2016 durch.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise der Studiensuche, eine detaillierte Analyse der Ergebnisse nach Störungsbildern sowie eine Diskussion der methodischen Qualität.
Wichtige Begriffe sind Tiergestützte Psychotherapie, Therapiebegleithund, Evidenzbasierte Medizin, Bindungstheorie und Anthrozoologie.
Der Titel greift die Skepsis offizieller medizinischer Stellen auf, die tiergestützte Ansätze mangels „harter“ wissenschaftlicher Belege oft nur als subjektive Überzeugung („Glauben“) statt als fundierte Behandlung („Wissen“) einstufen.
Die Autorin stellt fest, dass ein Großteil der Studien einen soliden methodischen Standard aufweist, mahnt aber gleichzeitig zu mehr Einheitlichkeit bei den Forschungsdesigns und zur Schließung von theoretischen Lücken.
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