Masterarbeit, 2016
99 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die Historie der Wanderungen in die Bundesrepublik Deutschland nach 1950
2.1 Aussiedler und Spätaussiedler
2.2 Asylsuchende und Flüchtlinge
2.3 Arbeitsmigranten
2.3.1 Die Historie der Arbeitsmigration nach dem zweiten Weltkrieg
2.3.2 Die politische Grenze des Aufenthalts in Deutschland
2.3.3 Familieneingliederung
2.3.4 Auswirkungen und Entgegnungen der Zuwanderung
2.4 Aktuelle Situation der Zuwanderer in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der türkischen Zuwanderer
2.5 Zusammenfassung der geschichtlichen Entwicklung der Wanderungen nach Deutschland unter Berücksichtigung der Wichtigkeit der Beherrschung der Landessprache
3. Integration, Assimilation und Partizipation
3.1 Die Definition des Begriffs Integration
3.2 Assimilation Hartmut Essers
3.3 Die Definition des Begriffs Partizipation
4. Die Funktionen der Sprache und Mehrsprachigkeit
4.1 Funktionen der Sprache
4.2 Die Definition von Mehrsprachigkeit
4.3 Spracherwerbstypen
4.3.1 Erstsprache
4.3.2 Zweitsprache
4.4 Mehrsprachigkeit durch Erst- und Zweitspracherwerb
4.4.1 Der Prozess des Spracherwerbs
4.4.2 Code-Switching
4.5 Die Relevanz der Erstsprache für die Entwicklung von Kompetenzen in der Zweitsprache
5. Politische Teilhabe durch Sprachvermögen: Politische Bildung als kommunikatives Geschehen
5.1 Begriffsbestimmung und Geschichte der „politischen Bildung"
5.2 Aufgaben und Ziele der politischen Bildung
5.3 Die Bedeutung der Beherrschung der Landes- und der Muttersprache für Zuwanderer aus politischer Sicht
5.4 Sprachkompetenz und die Subsprache Politik, ein Problem hinsichtlich der politischen Teilhabe?
6. Politische Integration und Integrationspolitik hinsichtlich der Relevanz der sprachlichen Kommunikation
6.1 Politische Teilhabeformen von Zuwanderern
6.2 Ein Beispiel für eine gelungene politisch-gesellschaftliche Teilhabe der Zuwanderer: Politiker mit Migrationshintergrund
7. Fazit und Ausblick: Zur Zukunft von Sprache für eine Verbesserung der politisch-gesellschaftlichen Teilhabe
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Bedeutung von Mehrsprachigkeit für die politisch-gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die Beherrschung der Muttersprache sowie der Zweitsprache Deutsch auf die staatsbürgerliche Kompetenz und die Möglichkeiten zur politischen Partizipation von Zuwanderern auswirkt, um daraus pädagogische Handlungsoptionen abzuleiten.
2.3.1 Die Historie der Arbeitsmigration nach dem zweiten Weltkrieg
Nach dem Zweiten Weltkrieg, überwiegend in den Jahren zwischen 1950 und 1970, verzeichnete die Bundesrepublik ein andauerndes Wirtschaftswachstum, das nur durch die Rezession von 1966/67 beeinträchtigt wurde. Das Bruttosozialprodukt (BSP) hatte sich zwischen 1950 und 1960 als grundlegende Kennziffer einer Volkswirtschaft mehr als verdoppelt. Damit dieses Wachstum auch ab dem Jahre 1960 aufrechterhalten und als Folge auch der Wohlstand der deutschen Bevölkerung bewahrt werden konnte, benötigte Deutschland eine beachtliche Anzahl an Arbeitskräften im Niedriglohnbereich. Diese sollten aber nicht mehr aus den Gruppen der Vertriebenen, der Kriegsheimkehrer und der DDR-Flüchtlinge angeworben werden, wie es noch überwiegend in den 1950er Jahren umgesetzt wurde.
Die Arbeitslosenquote in den 1960er Jahren, welche oft unter einem Prozent lag, und der höheren Bedarf an Arbeitskräften aufgrund der nicht zu besetzenden Stellen, deren Anzahl höher als die der Erwerbslosen war, führten zu einem starken Konkurrenzkampf um Auszubildende und Arbeitskräfte zwischen den Unternehmen. Das Wirtschaftswachstum und zusätzlich der wachsende Wohlstand dauerten stetig an.
Der damalige Bundesminister, Ludwig Erhard, hatte in den 1950er Jahren die bundesdeutsche Bevölkerung zum Konsumieren angehalten, um die Wirtschaft anzukurbeln. Ein Jahrzehnt später rief er, nachdem er Bundeskanzler geworden war, zum „Maßhalten“ auf, um die Konjunktur nicht durch zu hohe Lohnforderungen einzudämmen. Meinhardt (2006) beschreibt, dass Mitte der 1950er Jahre als Folge der unausgewogenen Altersstruktur der Bevölkerung, der Kriegsverletzten und -toten und der steigenden Sozialleistungen wie die Vorverlegung des Rentenalters, Arbeitszeitverkürzungen und die Verlängerung der Schulpflicht, das Arbeitskräftepotential nahezu erschöpft gewesen sei.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Wandlung der Bundesrepublik Deutschland in eine multiethnische und mehrsprachige Gesellschaft sowie die mit der Migration verbundenen sozialen und bildungsrelevanten Herausforderungen.
2. Die Historie der Wanderungen in die Bundesrepublik Deutschland nach 1950: Dieses Kapitel zeichnet die verschiedenen Migrationsbewegungen nach, von Aussiedlern über Asylsuchende bis hin zur Anwerbung von Arbeitsmigranten, und analysiert deren Auswirkungen auf die deutsche Gesellschaft.
3. Integration, Assimilation und Partizipation: Es erfolgt eine theoretische Einordnung und Definition der Begriffe Integration, Assimilation und Partizipation unter Berücksichtigung des Sozialintegrationsmodells von Hartmut Esser.
4. Die Funktionen der Sprache und Mehrsprachigkeit: Hier werden die Funktionen von Sprache für Kommunikation und Denken analysiert und der Spracherwerb (Erst- und Zweitsprache) bei Kindern mit Migrationshintergrund detailliert untersucht.
5. Politische Teilhabe durch Sprachvermögen: Politische Bildung als kommunikatives Geschehen: Dieses Kapitel verknüpft Sprachkompetenz mit politischer Bildung und zeigt auf, inwiefern Sprachvermögen die Voraussetzung für eine erfolgreiche politische Teilhabe bildet.
6. Politische Integration und Integrationspolitik hinsichtlich der Relevanz der sprachlichen Kommunikation: Der Fokus liegt auf den Teilhabeformen von Migranten sowie der Analyse von Beispielen für gelungene politische Mitgestaltung durch Personen mit Migrationshintergrund.
7. Fazit und Ausblick: Zur Zukunft von Sprache für eine Verbesserung der politisch-gesellschaftlichen Teilhabe: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit der Förderung der Erst- und Zweitsprache für eine gelingende Integration in Staat und Gesellschaft.
Mehrsprachigkeit, Integration, Migration, Politische Bildung, Partizipation, Assimilation, Spracherwerb, Arbeitsmigranten, Politische Teilhabe, Deutsch als Zweitsprache, Muttersprache, Staatsbürgerschaft, Bildungsgerechtigkeit, Interkulturelle Kompetenz, Sozialisation.
Die Arbeit analysiert die Bedeutung der Mehrsprachigkeit für die politisch-gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Deutschland.
Die Arbeit behandelt die Migrationsgeschichte Deutschlands, theoretische Integrationskonzepte, Spracherwerbsprozesse, die Rolle der politischen Bildung und Möglichkeiten der politischen Partizipation.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Förderung von Sprachkompetenzen – insbesondere die Wertschätzung der Erstsprache als Basis für das Erlernen der Zweitsprache – eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Integration und politische Teilhabe von Migranten ist.
Die Arbeit ist als Literaturstudie angelegt, die aktuelle und historische Fachliteratur sowie Forschungsergebnisse auswertet und diskutiert.
Der Hauptteil umfasst eine historische Einordnung der Migration, Definitionen von Fachbegriffen wie Assimilation und Integration, eine Untersuchung von Spracherwerbstypen und eine Analyse der politischen Bildung als kommunikatives Geschehen.
Zu den prägenden Schlüsselwörtern zählen Mehrsprachigkeit, Integration, politische Bildung, Partizipation, Migration und Sprachkompetenz.
Sie wird als essenziell betrachtet, um Menschen zu befähigen, politische Strukturen zu verstehen, ihre eigenen Interessen zu artikulieren und aktiv an demokratischen Prozessen teilzunehmen.
Die Autorin argumentiert, dass die Erstsprache nicht als Hindernis, sondern als unterstützende Ressource für den Erwerb der Zweitsprache und die kognitive Entwicklung verstanden werden muss.
Code-Switching wird als Ausdruck hoher Sprachkompetenz gewertet, bei der die Sprecher situationsangepasst zwischen verschiedenen sprachlichen Systemen wählen können, um ihre Kommunikationsfähigkeit zu optimieren.
Sie dienen als prominente Beispiele für gelungene politische Teilhabe und belegen, dass Menschen mit Migrationshintergrund aktiv die Politik und Gesellschaft Deutschlands mitgestalten können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

