Examensarbeit, 2010
64 Seiten, Note: 1,0
1 Die Geschichte der Pell-Gleichung
1.1 Brahmagupta
1.2 Bhaskara II.
1.3 Narayana
1.4 Europa im 17. Jhdt.
2 Kettenbrüche
2.1 Einführung
2.2 Geschichte der Kettenbrüche
2.3 Endliche Kettenbrüche
2.3.1 Defintion
2.3.2 Theorem
2.3.3 Theorem
2.3.4 Notation
2.3.5 Bemerkung
2.4 Näherungsbrüche
2.4.1 Definition
2.4.2 Bemerkung
2.4.3 Theorem
2.4.4 Satz
2.4.5 Korollar
2.4.6 Theorem
2.4.7 Lemma
2.4.8 Lemma
2.5 Unendliche Kettenbrüche
2.5.1 Defintion
2.5.2 Theorem
2.5.3 Theorem
2.5.4 Theorem
2.5.5 Theorem
2.6 Periodische Kettenbrüche
2.6.1 Defintion
2.6.2 Defintion
2.6.3 Lemma
2.6.4 Lemma
2.6.5 Definition
2.6.6 Lemma
2.6.7 Lemma
2.6.8 Lemma
2.6.9 Theorem
2.6.10 Theorem
2.6.11 Theorem
2.6.12 Definition
2.6.13 Definition
2.6.14 Theorem
3 Pell-Gleichung
3.1 Kettenbruchzerlegung von √d
3.2 Lösen der Pell-Gleichung
4 Beispiele
4.1 Beispiel 1
4.2 Beispiel 2
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der theoretischen Durchdringung der Pell-Gleichung, einer speziellen diophantischen Gleichung, sowie der systematischen Erarbeitung von Lösungsverfahren unter Verwendung der Kettenbruchtheorie. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie durch die mathematische Analyse der Kettenbruchzerlegung ganzzahlige Lösungen für diese Gleichung generiert werden können.
1 Die Geschichte der Pell-Gleichung
In diesem Kapitel wollen wir der Frage nachgehen, ob die Bezeichnung der Gleichung x^2 − dy^2 = 1 als Pell-Gleichung gerechtfertigt ist oder nicht. Einfacher ausgedruckt: Hat Pell zur Pell-Gleichung etwas beigetragen? Es gibt keinen Zweifel, dass die Pell-Gleichung schon Jahrhunderte vor Pells Zeit untersucht worden ist. So wurde der erste Beitrag schon mindestens 1000 Jahre vor Pells Zeit von Brahmagupta geleistet. Wir werden deshalb mit Brahmaguptas Entdeckungen unsere geschichtliche Einführung beginnen.
1.1 Brahmagupta
Brahmagupta (598-668) war zwar der erste, der sich mit der Pell-Gleichung beschäftigte, aber fairerweise sollte man auch erwähnen, dass frühere Mathematiker ähnliche Probleme schon untersuchten. Es gibt Anzeichen, dass griechische Mathematiker zur Pell-Gleichung etwas beigetragen haben, jedoch findet man in der Literatur keine genauen Angaben über die Entdeckungen der Griechen. Das sogenannte „Rinder-Problem“ von Archimedes könnte man zum Beispiel auf die Pell-Gleichung zurückführen. In diesem Problem soll die Anzahl der Rinder (Bullen und Kühe, mit je vier Sorten) in einer Herde des Sonnengottes bestimmt werden. Hierzu gibt Archimedes ein paar Nebenbedingungen an, die zusätzlich gelten sollen. Die Lösung des Rinder-Problems jedoch, geht über die Lösung der Pell-Gleichung. Allerdings geht man davon aus, dass es nicht Archimedes’ Absicht war eine Verbindung zur Pell-Gleichung herzustellen. Für eine detaillierte Ausführung des Rinderproblems bietet die Literatur eine umfassende Darstellung. Kommen wir aber nun zu Brahmaguptas Entdeckungen:
1 Die Geschichte der Pell-Gleichung: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Herkunft der Pell-Gleichung und würdigt die Beiträge bedeutender Mathematiker wie Brahmagupta, Bhaskara II., Narayana und europäischer Gelehrter des 17. Jahrhunderts.
2 Kettenbrüche: In diesem mathematischen Grundlagenteil werden Theorie, Eigenschaften sowie die Konvergenz von endlichen, unendlichen und periodischen Kettenbrüchen detailliert erarbeitet.
3 Pell-Gleichung: Hier erfolgt die Anwendung der zuvor erlernten Kettenbruchtheorie zur Herleitung von Verfahren, um ganzzahlige Lösungen für die Pell-Gleichung zu finden und diese systematisch zu generieren.
4 Beispiele: Dieses abschließende Kapitel illustriert die theoretischen Lösungsverfahren anhand zweier spezifischer Anwendungsbeispiele und diskutiert die Komplexität bei großen Parametern.
Pell-Gleichung, Zahlentheorie, Diophantische Gleichungen, Kettenbrüche, Näherungsbrüche, Periodische Kettenbrüche, Brahmagupta, Bhaskara II., Quadratische Irrationalzahl, Fundamentallösung, Minimallösung, Dirichtletscher Approximationssatz, Konvergente, Ganzzahlige Lösungen
Die Arbeit behandelt die mathematische Untersuchung der Pell-Gleichung (x² − dy² = 1) und stellt Verfahren zu ihrer Lösung vor.
Die zentralen Themen sind die Zahlentheorie, die Theorie der Kettenbrüche und die spezifische Lösung diophantischer Gleichungen.
Das Ziel ist es, Methoden zur systematischen Auffindung ganzzahliger Lösungen für die Pell-Gleichung zu entwickeln und zu erläutern.
Es wird primär die Theorie der Kettenbrüche sowie mathematische Induktion und Sätze der Approximationslehre verwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, eine theoretische Abhandlung über Kettenbrüche und die praktische Anwendung dieser Theorie auf die Pell-Gleichung.
Wichtige Begriffe sind Pell-Gleichung, Kettenbrüche, quadratische Irrationalzahlen und Fundamentallösungen.
Sie ermöglicht es, durch die Kettenbruchzerlegung von √d Näherungsbrüche zu finden, die direkt zu Lösungen der Gleichung führen.
Die Arbeit untersucht diese Bezeichnung kritisch und stellt fest, dass sie historisch betrachtet auf Euler zurückzuführen ist, der John Pell mit William Brouncker verwechselt haben könnte.
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