Bachelorarbeit, 2016
52 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Definitionen
1.2.1 Internetunternehmen
1.2.2 Startup
2 Relevanz der Unternehmensbewertung
3. Besonderheiten bei der Bewertung von Online-Startups
3.1 Diskontinuierliche Unternehmensentwicklung
3.1.1 Gefahr des Scheiterns
3.1.2 Zeitpunkte der Rückflüsse
3.2 Negative Erfolgsgrößen
3.3 Quantitative Bewertung immaterieller Werttreiber
3.4 Qualitative Bewertung neuer Geschäftsideen
3.5 Anforderungen an die Bewertungsmethode
4. Unternehmensbewertung
4.1 Allgemeine Methoden der Unternehmensbewertung
4.1.1 Discounted-Cashflow-Verfahren
4.1.2 Ertragswertverfahren
4.1.3 Multiplikatorverfahren
4.1.4 Substanzwertverfahren
4.1.5 Zwischenfazit
4.2 Spezielle Methoden der Unternehmensbewertung
4.2.1 Realoptionen-Ansatz
4.2.2 Berkus-Methode
4.2.3 Scorecard-Methode
4.2.4 Venture-Capital-Methode / First-Chicago-Methode
4.2.5 Modell von Schwartz und Moon
4.3 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die spezifischen Herausforderungen bei der Bewertung von jungen Startups in der Internetökonomie, da diese sich durch hohe Unsicherheiten und einen hohen Anteil an immateriellen Werten auszeichnen. Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie innovative Internetunternehmen, die am Anfang ihrer Entwicklung stehen, valide bewertet werden können, um Investitionsentscheidungen zu unterstützen.
3.1.1 Gefahr des Scheiterns
Der Verfasser dieser Arbeit hält die Gefahr des Scheiterns, ergo das Insolvenzrisiko, bei einem Internet-Startup aufgrund der niedrigen Markteintrittsbarrieren von potentiellen Konkurrenten und den möglichen Netzwerkeffekten für besonders hoch.
Nach Meinung des Verfassers kann nicht von einer ewigen Fortführung des Unternehmens ausgegangen werden, da ein Startup i.d.R. sehr stark von einem virtuellen Produkt/Webseite abhängig ist, dass durch innovative Konkurrenten aus dem Markt gedrängt werden kann. Es können gravierende Abwanderungen von Benutzern innerhalb des dynamischen Markts der Internetökonomie zu Konkurrenten mit innovativeren Produkten entstehen, die schwer vorauszusehen sind und immense Folgen auf die wirtschaftliche Situation eines Internetunternehmens haben können.
Diese Gefahr zeigt sich bereits deutlich am Beispiel des „Browser-Kriegs“ zwischen der Firmen Netscape und Microsoft. Bis Mitte der 1990er Jahre war Netscape weltweiter Marktführer mit seinem Internetbrowser Netscape Navigator. Doch innerhalb weniger Jahre wurde das Produkt vom Internet Explorer als Marktführer abgelöst und aus dem Markt gedrängt.
Der Grund dafür war, dass der Internet Explorer bei jedem Windows-Betriebssystem Microsoft von Beginn an mitinstalliert war und eine spezielle Webseitenoptimierung für den Internet Explorer programmierte, die Netscape nicht entziffern konnte. Gegen diese Strategie konnte Netscape keine helfenden Gegenmaßnahmen einleiten. An diesem Beispiel wird deutlich, dass ein funktionierendes Produkt, das eine marktbeherrschende Stellung hatte, innerhalb von wenigen Jahren überflüssig wurde, da es durch ein anderes Produkt ersetzt wurde.
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der Startup-Bewertung sowie Definition der Begriffe Internetunternehmen und Startup.
2 Relevanz der Unternehmensbewertung: Darstellung der Notwendigkeit einer Unternehmensbewertung für Kapitalaufnahmen durch Investoren oder Fremdkapitalgeber.
3. Besonderheiten bei der Bewertung von Online-Startups: Analyse der spezifischen Problematiken wie Diskontinuität, hohe Risiken und die Bedeutung immaterieller Werttreiber.
4. Unternehmensbewertung: Vorstellung und kritische Analyse verschiedener allgemeiner und spezieller Bewertungsmethoden hinsichtlich ihrer Eignung für Startups.
Unternehmensbewertung, Internetökonomie, Startups, Venture Capital, Online-Startups, Netzwerkeffekte, Immaterielle Werttreiber, Discounted-Cashflow-Verfahren, Realoptionen, Berkus-Methode, Scorecard-Methode, Risikomanagement, Wachstumsunternehmen, Finanzplanung, Businessplan.
Die Arbeit befasst sich mit der Bewertung von jungen Startups im Bereich der Internetökonomie und der Frage, wie diese trotz hoher Unsicherheiten und fehlender historischer Daten valide bewertet werden können.
Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen von Internet-Startups, die Bedeutung von immateriellen Werttreibern, die Relevanz von Businessplänen sowie eine detaillierte Analyse diverser klassischer und spezieller Bewertungsmethoden ab.
Das Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, die Investoren eine fundierte Unternehmensbewertung von jungen Startups ermöglichen, um lukrative Investitionen von hohen Ausfallrisiken zu unterscheiden.
Der Autor führt eine theoretische Analyse durch, in der klassische Bewertungsverfahren (z.B. DCF) mit speziellen, auf Startups ausgerichteten Modellen (z.B. Scorecard, Realoptionen) verglichen und kritisch auf ihre Praxistauglichkeit geprüft werden.
Im Hauptteil werden zunächst die Besonderheiten von Online-Startups erläutert, gefolgt von einer tiefgehenden Vorstellung allgemeiner und spezieller Methoden der Unternehmensbewertung, deren Vor- und Nachteile im Kontext der Startup-Finanzierung.
Wichtige Begriffe sind Unternehmensbewertung, Startup, Internetökonomie, Venture Capital, immaterielle Werttreiber sowie diverse Bewertungsmethoden wie das DCF-Verfahren oder die Berkus-Methode.
Die Berkus-Methode fokussiert sich auf die qualitative Bewertung von fünf zentralen Werttreibern (z.B. Management-Qualität, Innovation) und ist speziell für Startups ohne Umsatz in der Seed-Phase konzipiert.
Diese Methoden basieren meist auf vergangenheitsorientierten Cashflow-Daten, die bei jungen Startups aufgrund ihrer kurzen Historie und häufig negativen Erfolgsgrößen nicht oder nur unzuverlässig vorhanden sind.
Realoptionen erlauben es, die Flexibilität des Managements und künftige Handlungsmöglichkeiten (wie Wachstums- oder Abbruchoptionen) in die Bewertung einzubeziehen, was der Dynamik des Internetmarktes besser gerecht wird als starre Modelle.
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