Bachelorarbeit, 2014
72 Seiten, Note: 1,6
1. Einleitung
2. Politik – Definitionen, Zusammenhänge
3. Partizipation – Definitionen, Zusammenhänge
3.1 Dimensionen politischer Partizipation
3.1.1 Wahlbeteiligung
3.1.2 Plebiszite (Volksentscheide)
3.1.3 Parteimitgliedschaften
3.1.4 Legale Protestaktivitäten und ziviler Ungehorsam
3.2 Schlussfolgerungen
4. Demokratie – Definitionen, Zusammenhänge
4.1 Demokratiemodelle im Wandel der Zeit
4.2 Abwendung von Gefahren durch antidemokratische Kräfte
4.3 Mediendemokratie
4.3.1 Die Agenda-Setting-Theorie
4.3.2 Die Wissenskluft-Hypothese
4.3.3 Die Logik der Massenmedien und ihre politischen Konsequenzen
4.3.3.1 Die Logik des Mediensystems
4.3.3.2 Politische Konsequenzen
5. Politische Partizipation in der digitalen Demokratie
5.1 E-Demokratie, E-Government und E-Partizipation
5.2 Partizipation von unten
5.3 Regieren von oben
5.4 Open Government
5.5 Open Data
6. Details zu ausgewählten Modellen digitaler Demokratie
6.1 Social Media und politische Partizipation
6.2 Praxisbeispiel Twitter
6.3 E-Petitionen
6.4 Wahl-O-Mat
7. Aufgaben der Sozialen Arbeit
7.1 Sehen und Anerkennen
7.2 Jugendlichen eine Stimme geben
7.3 Demokratischen Konflikt ermöglichen
7.4 Politische Bildung und Medienkompetenz in der Sozialen Arbeit
8. Fazit
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der Krise der klassischen repräsentativen Demokratie und den neuen Möglichkeiten, die digitale Medien für die politische Partizipation bieten. Das primäre Ziel ist es, Chancen und Risiken der "digitalen Demokratie" zu analysieren und daraus konkrete Handlungsbedarfe für die Profession der Sozialen Arbeit abzuleiten, insbesondere im Hinblick auf die Vermittlung von Medienkompetenz und politischer Teilhabe für benachteiligte Gruppen.
6.3 E-Petitionen
Durch Unterschriftensammlungen wurden und werden Menschen an der Demokratie beteiligt und Politik oder Unternehmen auf bestimmte Themen aufmerksam. Es war und ist möglich, damit eigene Anliegen auf die politische Agenda zu setzen.
Schwerpunktmäßig wurden diese Instrumente von sozialen Bewegungen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) eingesetzt, selten von kommerziellen Akteuren und Interessenverbänden. Auch Einzelpersonen machten davon aufgrund des hohen Aufwands kaum Gebrauch. Diese Umstände haben sich durch das Internet geändert. Grassrootskampagnen sind einfacher und schneller durchführbar.
Insofern ist die Zahl der Akteure und auch die Zahl der Kampagnen gestiegen.
Bei größeren NGOs und Verbänden, die onlinebasierte Grassrootselemente insbesondere bei größer angelegten Kampagnen nutzen, werden dadurch nur klassische Kampagnenmittel (Pressearbeit, Demonstrationen, direktes Lobbying) ergänzt.
1. Einleitung: Beschreibt die wahrgenommene Krise der Demokratie und das Paradoxon zwischen sinkender Wahlbeteiligung und einem steigenden Bedürfnis nach politischer Teilhabe.
2. Politik – Definitionen, Zusammenhänge: Definiert den Politikbegriff anhand der klassischen drei Dimensionen Polity, Policy und Politics.
3. Partizipation – Definitionen, Zusammenhänge: Erläutert die verschiedenen Formen politischer Partizipation und die Unterscheidung zwischen konventionellen und unkonventionellen Aktivitäten.
4. Demokratie – Definitionen, Zusammenhänge: Untersucht die Grundlagen demokratischer Systeme sowie die Rolle der Medien als vierte Gewalt im Staat.
5. Politische Partizipation in der digitalen Demokratie: Analysiert Konzepte wie E-Democracy und E-Government sowie die Chancen und Herausforderungen für Bürgerbeteiligung im Netz.
6. Details zu ausgewählten Modellen digitaler Demokratie: Bietet eine vertiefende Analyse konkreter digitaler Tools wie Social Media, Twitter, E-Petitionen und den Wahl-O-Mat.
7. Aufgaben der Sozialen Arbeit: Leitet spezifische pädagogische Handlungsaufträge ab, um Jugendliche bei der politischen Meinungsbildung und Teilhabe zu unterstützen.
8. Fazit: Fasst zusammen, dass die Digitalisierung kein Allheilmittel ist, aber unter bestimmten Voraussetzungen ein Potenzial zur Stärkung der Demokratie bietet.
Politische Partizipation, digitale Demokratie, Soziale Arbeit, E-Partizipation, Medienkompetenz, E-Petitionen, Wahl-O-Mat, Agenda-Setting, Wissenskluft, Bürgerbeteiligung, Politikverdrossenheit, Social Media, Online-Kampagnen, soziale Ungleichheit, politische Bildung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung politischer Partizipation im digitalen Zeitalter und der Frage, wie diese Entwicklungen die politische Kultur beeinflussen und welche Herausforderungen sich daraus für die Soziale Arbeit ergeben.
Zentrale Felder sind die Veränderung der Partizipationskultur durch digitale Medien, die Funktionsweise von Online-Beteiligungstools, die Rolle der Massenmedien und die politische Bildungsarbeit.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie digitale Modelle die politische Teilhabe verändern und warum die Soziale Arbeit aktiv Medienkompetenz fördern muss, um eine soziale Spaltung in der digitalen Demokratie zu verhindern.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit politikwissenschaftlichen und medienpädagogischen Grundlagen, ergänzt durch Praxisbeispiele und eigene Beobachtungen des Autors.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen von Politik und Demokratie, die Analyse digitaler Instrumente (wie E-Petitionen und Social Media) und die Ableitung von Handlungsansätzen für die Soziale Arbeit.
Schlüsselbegriffe sind Politische Partizipation, E-Democracy, Soziale Arbeit, Medienkompetenz und soziale Ungleichheit.
Der Autor sieht E-Petitionen als hilfreiches Instrument zur Themenplatzierung, warnt jedoch davor, dass sie bei kommerzieller Übernutzung an politischer Kraft verlieren und oft nur ein kurzfristiges Engagement erzeugen.
Der Wahl-O-Mat wird als wichtiges, niedrigschwelliges Orientierungstool für junge Wähler gewürdigt, der jedoch die selbstständige Informationsbeschaffung nicht ersetzen darf.
Da die soziale Schicht und Bildung den Zugang zur digitalen Partizipation stark beeinflussen, trägt die Soziale Arbeit eine Mitverantwortung dafür, allen Menschen die notwendigen Kompetenzen für eine politische Teilhabe zu vermitteln.
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