Diplomarbeit, 2016
55 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Definitionen
2.1.1 Marketing
2.1.2 Marke
2.1.3 Markenführung
2.1.4 Konsument
2.1.5 Neuromarketing
2.2 Aufbau und Funktionsweise des Gehirns
3 Methoden der Neuromarketing-Forschung
3.1 Elektrophysiologische Verfahren
3.1.1 Elektroenzephalografie
3.1.2 Magnetenzephalografie
3.2 Bildgebende Verfahren
3.2.1 Strukturelle Bildgebung
3.2.2 Funktionelle Bildgebung
3.3 Kombination der Bildgebung mit klassischen Erhebungsmethoden
4 Kundenverhalten
4.1 Emotions- und Motivsystem
4.2 Explizites und implizites System
4.3 Determinanten, die das Kaufverhalten beeinflussen
4.3.1 Kulturelle Faktoren
4.3.2 Soziale Faktoren
4.3.3 Persönliche Determinanten
5 Neuromarketing in der Praxis
5.1 Anwendungsmöglichkeiten für die strategische Markenführung
5.1.1 Markenpotenzialbestimmung
5.1.2 Markenrevitalisierung
5.1.3 Markentransfer
5.1.4 Co-Branding
5.2 Anwendungsmöglichkeiten für die operative Markenführung
5.2.1 Markenaufbau und -modifikation
5.2.2 Entwicklung starker Marken aus Sicht des Gehirns
5.2.3 Entwicklung effizienter Markenkommunikation aus Sicht des Gehirns
5.3 Einsatz von Neuromarketing am Point of Sale
6 Grenzen des Neuromarketing
6.1 Methodische Grenzen
6.2 Organisatorische Grenzen
6.3 Technische Grenzen
6.4 Finanzielle Grenzen
7 Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Möglichkeiten und Grenzen des Neuromarketings als interdisziplinäres Forschungsfeld zu beleuchten. Dabei wird untersucht, wie Erkenntnisse aus der Hirnforschung dazu beitragen können, Konsumentenverhalten besser zu verstehen, Marken effektiver zu positionieren und die Markenkommunikation sowie die Gestaltung am Point of Sale gehirngerecht zu optimieren.
3.2.2.3 Funktionelle Magnetresonanztomographie
Das Prinzip der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) beruht auf der Variation von Magnetfeldern durch eine Veränderung der Durchblutung. Die Durchblutung ist in aktiven Hirnarealen stärker. Es werden Bindungs- und Strukturverhältnisse von Molekülen betrachtet. Geladene Sauerstoffatome verändern die magnetischen Eigenschaften des Blutfarbstoffs Hämoglobin. Diese Veränderungen zeigen somit neuronale Aktivitäten der Gehirnbereiche auf. Dieses Verfahren untersucht somit die unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften von sauerstoffarmen und sauerstoffreichem Blut mit magnetischen Feldern und Radiowellen. Aktivierte Neuronen haben einen erhöhten Sauerstoffbedarf, weshalb sich in aktivierten Hirnregionen mehr sauerstoffreiches Blut konzentriert. Gemessen werden die physiologischen Veränderungen im Blut, nicht aber die direkte neuronale Aktivität.58 Zur Messung werden die Probanden auf einer Liege direkt in den Kernspintomographen gefahren. Dort werden ihnen über eine Spiegelapparatur visuelle Reize wie z. B. Marketing-Stimuli gezeigt.59 Die fMRT bietet die beste räumliche Auflösung und ermöglicht eine Beobachtung in Echtzeit. Außerdem können tiefer liegende Hirnaktivitäten analysiert werden, ohne dass ein Eingriff in das Gehirn des Probanden oder die Verabreichung radioaktiver Substanzen erforderlich ist. Es ist jedoch sehr teuer und verursacht einen hohen wissenschaftlichen Aufwand. Die Anschaffungskosten für ein Gerät betragen drei Millionen Euro. Die Durchführung einer Studie mit mehreren Probanden liegt bei 30.000 Euro. Die Messung ist nicht räumlich flexibel einsetzbar. Außerdem tritt eine Zeitverzögerung von einer Sekunde auf, bis eine Veränderung dargestellt werden kann. Dies kann besonders bei der Interpretation von bewegten Bildern zu Schwierigkeiten führen.60
1 Einleitung: Diese Einführung thematisiert die Herausforderungen im gesättigten Konsumgütermarkt und stellt die Relevanz von Neuromarketing für ein tieferes Verständnis des Kundenverhaltens dar.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begrifflichkeiten wie Marketing, Marke und Konsument definiert sowie der Aufbau und die Funktionsweise des menschlichen Gehirns erläutert.
3 Methoden der Neuromarketing-Forschung: Das Kapitel bietet einen Überblick über elektrophysiologische und bildgebende Verfahren und diskutiert deren Kombination mit klassischen Erhebungsmethoden.
4 Kundenverhalten: Hier stehen die Analyse des Emotions- und Motivsystems, das explizite sowie implizite System und die Determinanten des Kaufverhaltens im Mittelpunkt.
5 Neuromarketing in der Praxis: Dieses Kapitel zeigt Anwendungsmöglichkeiten für strategische und operative Markenführung auf und erläutert den Einsatz von Neuromarketing am Point of Sale.
6 Grenzen des Neuromarketing: Hier werden methodische, organisatorische, technische und finanzielle Herausforderungen bei der Anwendung neurowissenschaftlicher Methoden in der Praxis kritisch reflektiert.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass sich das Neuromarketing zwar als hilfreiche Disziplin erweist, aber weiterhin auf Befragungen und Beobachtungen angewiesen bleibt.
Neuromarketing, Konsumentenverhalten, Markenführung, fMRT, EEG, Limbic Map, Kundenkontaktpunkte, Markenimage, Kaufentscheidung, Emotionssystem, Bildgebende Verfahren, Neuroökonomie, Point of Sale, Markenkommunikation, Kundenbedürfnisse.
Die Arbeit untersucht das interdisziplinäre Feld des Neuromarketings und analysiert, wie Erkenntnisse aus der Hirnforschung genutzt werden können, um das Konsumentenverhalten und die Wirksamkeit von Markenführung besser zu verstehen.
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen der Konsumentenentscheidung, den wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden der Neurowissenschaften sowie der praktischen Anwendung dieser Erkenntnisse im Marketing-Mix.
Das primäre Ziel ist es, den Nutzen und die Grenzen des Neuromarketings darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Frage, wie Unternehmen durch gehirngerechte Kommunikation und Verkaufsraumgestaltung ihre Erfolgschancen steigern können.
Die Arbeit stellt verschiedene Verfahren vor, darunter elektrophysiologische Methoden wie EEG und MEG sowie bildgebende Verfahren wie fMRT und die Positronen-Emissions-Tomografie, und diskutiert deren Vor- und Nachteile.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zum Gehirn die verschiedenen Einflussfaktoren auf das Kundenverhalten (Emotions- und Motivsysteme) sowie konkrete Praxiseinsätze in der Markenführung und am Point of Sale detailliert beschrieben.
Zu den prägenden Begriffen gehören Neuromarketing, Konsumentenverhalten, Markenführung, Limbic Map, fMRT und die kritische Auseinandersetzung mit methodischen Grenzen.
Die Theorie besagt, dass Informationen effektiver verarbeitet werden, wenn beide Gehirnhälften simultan durch sprachliche und visuelle Reize angesprochen werden, was für eine effiziente Markenkommunikation essenziell ist.
Das limbische System gilt als das emotionale Zentrum des Gehirns. Da ein Großteil der Kaufentscheidungen unbewusst und emotional gesteuert wird, ist das Verständnis dieses Systems für die gezielte Markenpositionierung entscheidend.
Eine Lieblingsmarke löst eine kortikale Entlastung aus, was bedeutet, dass der Konsument intuitiv und mit geringerem Energieaufwand entscheiden kann, was wiederum zu einer Bevorzugung dieser Marke gegenüber Wettbewerbern führt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

