Examensarbeit, 2004
108 Seiten, Note: 1,3
VORWORT
1 EINLEITUNG
1.1 METHODIK
1.2 EIN GESELLSCHAFTLICHER ZUSTAND UND STANDPUNKT
2 URSACHEN DES RAUCHENS
2.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG „GENUSSMITTEL“
2.2 ZIELGRUPPE: DAS JUGENDALTER
2.2.1 Begriffsbestimmung Jugendalter
2.3 RAUCHBEGINN
2.4 RAUCHMOTIVE
2.5 DAS SOZIALE UMFELD
2.6 FAKTOR DER GENETISCHEN DETERMINATION
2.7 PERSÖNLICHKEITSMERKMALE BEI RAUCHERN
2.7.1 Beschreibung des „Extravertierten“ (Eysenck, 1968, zit. nach Stäcker & Bartmann, 1974, S. 33f.)
2.7.2 Beschreibung des „Introvertierten“ (Eysenck, 1968, zit. nach Stäcker & Bartmann, 1974, S. 35)
2.8 MODELLLERNEN NACH BANDURA
2.8.1 Haupteffekte der Modelltheorie
2.8.2 Teilprozesse des Beobachtungslernens (vgl. Lopez, 1983, S. 36ff.)
2.8.3 Ziel der sozialen Lerntheorie (vgl. Lopez, 1983, S. 37)
2.9 EINFLÜSSE VON RAUCHENDEN ELTERN – STUDIE BIENER (VGL. BIENER, 1981, S. 90FF.)
2.9.1 Bestand der Raucher
2.9.1.1Rauchgewohnheiten der Väter
2.9.1.2Rauchgewohnheiten der Mütter
2.10 EINFLÜSSE VON RAUCHENDEN ELTERN – STUDIE WALTER (VGL. NIEDERBERGER 1987, S. 78)
2.11 DAS VORBILD – ZEITGEMÄß ODER EIN RELIKT?
2.12 RAUCHERTYPEN
2.12.1 Der Genussraucher
2.12.2 Der Konflikt- oder Stressraucher
2.12.2.1 Der Aspekt „Stress“ beim Rauchen
2.12.3 Süchtiges Rauchen
2.12.3.1 Psychische Abhängigkeit im Rauchen
2.12.3.2 Physische Abhängigkeit bzw. Sucht im Rauchen
3 SPORT – EIN GESUNDHEITSFÖRDERNDES KULTURGUT
3.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG
3.2 GESCHICHTLICHE DARSTELLUNG DER GESUNDHEITLICHEN BEDEUTUNG VON BEWEGUNG
3.3 AKTUELLE ERKENNTNISSE DER GESUNDERHALTUNG DURCH SPORT UND BEWEGUNG
3.3.1 Physische Aktivität in Alltagssituationen
3.3.2 Der organleistungsstarke Kreislauf (vgl. Hartung, 1977, S. 26)
3.3.3 Die organleistungsstarke Lunge (vgl. Hartung, 1977, S. 26)
3.3.3.1Anatomie der Lunge
3.3.3.1.1 Nasenhöhlen: Funktion der Atemwege
3.3.3.1.2 Luftröhre
3.3.3.1.3 Bronchien
3.3.3.2 Physiologie der Lunge: Atmungsfunktion (vgl. de Marées, 1992, S. 196f.)
3.3.3.2.1 Funktionsprinzip des Gastransportes
3.3.3.2.2 Funktion von Thorax, Atemmuskulatur und Lunge
3.3.4 Sportliche Betätigung und Gesundheit
3.4 DIE STUNDE NULL DES DEUTSCHEN SPORTBUNDES (DSB) (VGL. HÖFER, 2000, S. 20)
3.5 BEGRIFFSBESTIMMUNG „KULTUR“
3.5.1 Zusammenhang von Sport und Kultur
4 TABAK: KONSUM, FOLGEN, PHARMAKOLOGIE UND WERBUNG
4.1 TABAK – HISTORISCHER ABRISS EINES „MASSENMÖRDERS“
4.2 UMFANG DES RAUCHVERHALTENS IN DEUTSCHLAND
4.3 TABAKBEDINGTE KRANKHEITEN
4.3.1 Koronare Herzkrankheit
4.3.1.1Arteriosklerose
4.3.1.2Angina pectoris (Enge der Brust)
4.3.1.3Herzinfarkt (Myokardinfarkt)
4.3.2 Risikofaktoren der koronaren Herzkrankheit
4.3.3 Krebs
4.3.3.1Lungen- oder Bronchialkrebs
4.3.3.2Krebsformen oberhalb/bis einschließlich Kehlkopfkrebs
4.3.3.3Harnblasenkrebs und Nierenkrebs
4.3.3.4Bauchspeicheldrüsenkrebs
4.3.3.5Speiseröhrenkrebs
4.3.4 Bronchitis und Lungenblähung
4.3.5 Magenschleimhautentzündung, Magendarmgeschwür
4.3.6 Raucherbein
4.3.7 Gehirnschlag und Schlagadererweiterung
4.3.8 Mortalität durch Rauchen
4.4 PHARMAKOLOGIE DES RAUCHENS
4.4.1 Wichtige Schadstoffe im Zigarettenrauch
4.5 TABAKWERBUNG
4.5.1 Strategien der Tabakwerbung
4.5.2 Art der Werbung
4.5.3 Werbung aus Sicht der Industrie
4.5.4 Werbebotschaften
4.5.5 Werbeverbot für Tabakwaren
4.5.6 Auswirkungen von Werbeverboten
5 PASSIVRAUCHEN
5.1 PASSIVER RAUCHKONSUM IN DEUTSCHLAND
5.2 WIRKUNG DES PASSIVRAUCHES AUF DAS KARDIOPULMONALE SYSTEM BEI HERZPATIENTEN
5.3 RAUCHEN IN DER SCHWANGERSCHAFT
5.4 BEEINTRÄCHTIGUNG VON KINDERN DURCH PASSIVRAUCHEN
5.5 GESUNDHEITSSCHÄDEN DURCH PASSIVRAUCHEN
5.6 PASSIVRAUCHEN AM ARBEITSPLATZ
5.7 NICHTRAUCHERSCHUTZ AM ARBEITSPLATZ/ AN DER UNIVERSITÄT
5.8 RECHTSGRUNDLAGEN DURCH DAS ARBEITSSCHUTZGESETZ
5.8.1 Konfliktbereiche der Universität Landau
5.8.1.1 Aus dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) vom 7. August 1996 (Bundesgesetzblatt [BGBl.] I S. 1246)
5.8.1.2 Aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB)
5.8.1.3 Aus der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) vom 2. Oktober 2002 (BGBl. I S. 3777)
6 LEISTUNGSFÄHIGKEIT UND RAUCHEN
6.1 PHYSISCH
6.2 PSYCHISCH
6.3 SYNTHESE
7 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
7.1 METHODE
7.2 VORSTELLUNG DES FRAGEBOGENS
7.3 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE DES FRAGEBOGENS
7.3.1 Soziodemographische Daten: Das Alter
7.3.1.1Geschlecht
7.3.1.2Wettkampfsport in der Freizeit
7.3.1.3Aufteilung in Raucher und Nichtraucher
7.3.2 Konsumhöhe
7.3.2.1Konsumhöhe der regelmäßigen Raucher
7.3.3 Rauchbeginn
7.3.4 Rauchertypen
7.3.4.1Suchtbedingtes Rauchen
7.3.5 Einfluss der rauchenden Eltern
7.3.6 Appell des Umfeldes und die Reaktion der Raucher
7.3.7 Denkart der Raucher zum Sport und zum Sportlehrerberuf
7.3.8 Fragen an Nichtraucher
7.3.9 Aufforderungen von Nichtrauchern an Raucher
7.3.10 Belästigung durch Raucher – eigene Sichtweise
7.3.11 Allgemeine Meinung zum Rauchen
7.3.12 Der Grund für das Rauchens aus Sicht der Nichtraucher
7.3.13 Orte der größten Rauchbelästigung
7.3.14 Gründe für das Nichtrauchen
7.3.15 Sicht des Rauchverhaltens von Sportlehrern
8 ZUSAMMENFASSUNG, AUSWERTUNG DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE UND FAZIT
8.1 ZUSAMMENFASSUNG
8.2 AUSWERTUNG DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE
8.3 FAZIT
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen sportlicher Betätigung und dem Konsum von Tabakwaren, mit einem besonderen Fokus auf die Zielgruppe der Sportstudenten. Ziel der Untersuchung ist es, das Selbstbild rauchender Sportstudenten zu analysieren sowie die Einstellungen nichtrauchender Kommilitonen zu erfassen, insbesondere in Bezug auf die Vorbildfunktion des zukünftigen Berufsstandes als Sportlehrer.
2.12.2.1 Der Aspekt „Stress“ beim Rauchen
Im Kapitel 2.12.2, ‚Der Konflikt- oder Stressraucher‘, wurde dieser Rauchertyp vorgestellt. Nun folgt ein pharmakologischer Erklärungsansatz, der in der Suchttheorie des Psychologen Stanley Schachter (vgl. Schachter, 1980, zit. nach Niederberger, 1987, S. 28ff.) zu finden ist. Dass eine Affinität von Rauchen und Stress besteht, wird sowohl in der Alltagstheorie als auch in der Wissenschaft behauptet. Um diese These zu belegen, führte Schachter zwei unabhängige Experimente an einer Gruppe von ausschließlich rauchenden Personen durch. Er ließ die Versuchspersonen eine beliebige Tätigkeit ausführen und fügte ihnen währenddessen elektrische Schocks zu. Es gab kein Rauchverbot, so dass jeder nach Belieben rauchen konnte. In beiden Experimenten war das Ergebnis dasselbe: bei hohem Stress, der durch starke Stromstöße hervorgerufen wurde, griffen die Probanden häufiger zur Zigarette als bei schwachen Stromstößen.
Nun wollte Schachter klären, ob das Rauchen auch Stress reduziert. Für diesen Versuch wurde die Verabreichung der Stromstöße verändert. Die Elektrostöße wurden den Probanden langsam und ansteigend gesetzt, bis von ihnen angegeben wurde, keine Steigerung mehr ertragen zu können. Bei diesem Versuch gab es eine Einteilung in vier verschiedene Gruppen. Die erste Gruppe beinhaltete Raucher, die stark nikotinhaltige Zigaretten rauchten, die zweite bestand aus Rauchern, die schwache Zigaretten konsumierten, die dritte durfte nicht rauchen und die vierte Gruppe war aus Nichtrauchern zusammengestellt.
EINLEITUNG: Definiert die Ausgangslage des Gegensatzes zwischen Sport und Rauchen und erläutert die methodische Herangehensweise der empirischen Studie.
URSACHEN DES RAUCHENS: Beleuchtet soziologische und psychologische Hintergründe, wie den Einfluss von Eltern, Modellen und Persönlichkeitsmerkmalen auf das Rauchverhalten.
SPORT – EIN GESUNDHEITSFÖRDERNDES KULTURGUT: Analysiert den Stellenwert von Sport für die Gesundheit und argumentiert für die Einordnung von Sport als kulturelles Gut.
TABAK: KONSUM, FOLGEN, PHARMAKOLOGIE UND WERBUNG: Dokumentiert die gesundheitlichen Risiken, die Wirkungsweise von Schadstoffen und die Strategien der Tabakwerbung.
PASSIVRAUCHEN: Diskutiert die gesundheitsschädigenden Aspekte des Passivrauchens und die rechtliche Notwendigkeit eines Nichtraucherschutzes.
LEISTUNGSFÄHIGKEIT UND RAUCHEN: Fasst zusammen, inwiefern Rauchen die physischen und psychischen Leistungen eines Menschen, insbesondere im Sport, negativ beeinträchtigt.
EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Präsentiert die Ergebnisse einer Fragebogenstudie unter Sportstudenten zur Rauchertypologie und zur Wahrnehmung von Rauchern durch Nichtraucher.
ZUSAMMENFASSUNG, AUSWERTUNG DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE UND FAZIT: Synthetisiert die theoretischen Erkenntnisse mit den empirischen Daten und zieht Schlussfolgerungen für den Sportlehrerberuf.
Sportpädagogik, Tabakkonsum, Raucher, Nichtraucher, Sportstudenten, Vorbildfunktion, Passivrauchen, Gesundheitsförderung, Leistungsfähigkeit, Sucht, Modelllernen, Rauchertypen, Tabakwerbung, Sportlehrer, Arbeitsplatzschutz.
Die Arbeit untersucht den inhaltlichen Widerspruch zwischen sportlicher Betätigung und dem Rauchen. Dabei wird die Rolle des Sportstudenten und des zukünftigen Sportlehrers als Vorbild kritisch hinterfragt.
Die zentralen Themen umfassen die Ursachen des Rauchens, den gesundheitlichen Wert des Sports, die medizinischen Folgen des Tabakkonsums sowie die soziologische Dynamik des Passivrauchens.
Das primäre Ziel ist es, ein Selbstbild rauchender Sportstudenten zu erstellen und die Sichtweise ihrer nichtrauchenden Kommilitonen zu untersuchen, um daraus Konsequenzen für den Berufsstand des Sportlehrers abzuleiten.
Es wurde eine standardisierte Fragebogenstudie durchgeführt, deren Daten mithilfe der SPSS-Software statistisch ausgewertet und in Form von Diagrammen und Tabellen grafisch aufbereitet wurden.
Der Hauptteil behandelt die psychologischen und soziologischen Ursachen des Rauchens, die Pharmakologie von Tabakprodukten sowie den gesundheitlichen Einfluss von Bewegung auf das kardiopulmonale System.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Sportpädagogik, Sucht, Vorbildfunktion, Passivrauchen, Leistungsfähigkeit und Tabakprävention aus.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Rauchen die physische und psychische Leistungsfähigkeit signifikant mindert, was insbesondere für Sporttreibende eine inhaltliche Unvereinbarkeit darstellt.
Ein Großteil der befragten Nichtraucher empfindet Rauchen als Widerspruch zum Sport und fordert eine Vorbildfunktion, die das Rauchen – insbesondere vor Schülern – ausschließt.
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