Bachelorarbeit, 2016
49 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen der Mitgliedschaft in einer Währungsunion am Beispiel der Eurozone
2.1 Vorteile einer Mitgliedschaft
2.1.1 Wegfall von Transaktionskosten
2.1.2 Handelssteigerung
2.1.3 Geldwertstabilität
2.1.4 Eliminierung des Wechselkursrisikos
2.1.5 Weitere Vorteile
2.2 Nachteile einer Mitgliedschaft
2.2.1 Aufgabe der autonomen Geldpolitik
2.2.2 Aufgabe der autonomen Währungspolitik
3. Auswahl der Länderpaare
4. Schweden – Finnland
4.1 Der Weg zur Eurozone
4.2 Wirtschaftswachstum
4.3 Handel
4.4 Wechselkursentwicklung
4.5 Geldwertstabilität
5. Tschechische Republik – Slowakei
5.1 Der Weg zur Eurozone
5.2 Wirtschaftswachstum
5.3 Handel
5.4 Wechselkursentwicklung
5.5 Geldwertstabilität
6. Fazit
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist die empirische Untersuchung der Auswirkungen einer Mitgliedschaft in der Eurozone auf den gesamtwirtschaftlichen Erfolg anhand spezifischer Länderpaare. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Gegenüberstellung von Mitglieds- und Nicht-Mitgliedsstaaten, um zu eruieren, ob die theoretisch angenommenen Vorteile die Nachteile überwiegen.
2.1.1 Wegfall von Transaktionskosten
Der offensichtlichste und am besten quantifizierbare Vorteil einer gemeinsamen Währung ist der Wegfall der Transaktionskosten. Diese fallen unter anderem an, sobald unterschiedliche Währungen gegeneinander eingetauscht werden.5 Über die konkret eingesparte Summe existieren unterschiedliche Schätzungen, wobei eine der populärsten von der Europäischen Kommission veröffentlicht wurde und sich zum damaligen Zeitpunkt auf rund 0,4% des gemeinsamen BIP belief.6 In dieser Berechnung wurde unter anderem davon ausgegangen, dass die großen Volkswirtschaften von 0,1% bis 0,2% des nationalen BIPs und kleine offene Volkswirtschaften um bis zu 1% ihres nationalen BIPs profitieren könnten.7
Hätte ein Tourist demnach vor der Einführung des Euro mit 1.000 USD 15 europäische Länder bereisen wollen und sein Geld in die jeweilig geltende Währung umgetauscht, so wären nur ungefähr 500 USD übrig geblieben, ohne dass überhaupt irgendetwas gekauft worden wäre.8 Somit ist der Effekt von sinkenden Transaktionskosten umso höher, je mehr Länder sich zu einer Währungsunion zusammenschließen.9 Alesina und Barro (2000) vergleichen dies mit der Sprache: je mehr Leute eine Sprache sprechen, desto nützlicher ist es, auch diese Sprache zu sprechen. Infolgedessen besteht bei einer wachsenden Währungsunion auch der Anreiz für weitere Länder, jener beizutreten.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Europäischen Union und die Entstehung der Eurozone ein, skizziert die Problematik von Konvergenzkriterien und stellt die Forschungsfrage zur Abwägung von Vor- und Nachteilen einer Mitgliedschaft.
2. Theoretische Grundlagen der Mitgliedschaft in einer Währungsunion am Beispiel der Eurozone: Dieses Kapitel analysiert systematisch die ökonomischen Vorteile wie Transaktionskostenersparnis und Handelssteigerung sowie die Nachteile durch den Verzicht auf eigene geld- und währungspolitische Steuerungsinstrumente.
3. Auswahl der Länderpaare: Hier wird die methodische Herangehensweise erläutert, Länderpaare basierend auf geographischer Nähe und unterschiedlichem Mitgliedsstatus zur Eurozone für den empirischen Vergleich auszuwählen.
4. Schweden – Finnland: Das Kapitel vergleicht die ökonomische Performance der beiden nordischen Länder und beleuchtet, wie sich Finnlands Euro-Mitgliedschaft im Vergleich zu Schwedens flexibler Währungspolitik insbesondere vor und nach der Finanzkrise ausgewirkt hat.
5. Tschechische Republik – Slowakei: Hier steht der Vergleich der zwei Staaten nach ihrer Trennung im Fokus, wobei insbesondere die Auswirkungen des slowakischen Euro-Beitritts auf das Wachstum, den Handel und die Stabilität in Relation zur Tschechischen Republik bewertet werden.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass individuelle makroökonomische Faktoren und politische Rahmenbedingungen langfristig einen stärkeren Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung haben als die Währungsordnung selbst.
Eurozone, Währungsunion, Geldpolitik, Währungspolitik, Transaktionskosten, Konvergenzkriterien, Wirtschaftswachstum, Finnland, Schweden, Slowakei, Tschechische Republik, Handelsbilanz, Arbeitslosenquote, Finanzkrise, Preisstabilität.
Die Bachelorarbeit analysiert kritisch, ob die Mitgliedschaft in der Eurozone für ein Land tatsächlich zu einem höheren gesamtwirtschaftlichen Erfolg führt oder ob andere Faktoren dominieren.
Zentral sind die theoretischen Vor- und Nachteile einer Währungsunion, die historische Entwicklung der Eurozone sowie ein empirischer Vergleich der Länder Finnland, Schweden, Slowakei und Tschechische Republik.
Ziel ist es, durch den Vergleich von Euro-Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern festzustellen, ob ein Beitritt zur Währungsunion einen signifikanten positiven Effekt auf die Wirtschaftsleistung hat.
Es wird ein empirisch-vergleichender Ansatz gewählt, bei dem spezifische Länderpaare (Schweden-Finnland und Tschechien-Slowakei) hinsichtlich ökonomischer Indikatoren wie BIP, Inflation und Exportverhalten untersucht werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Währungsunion und detaillierte Länderfallstudien, die Wirtschaftsdaten vor und nach der Finanzkrise 2007/08 analysieren.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Eurozone, Geldpolitik, Wirtschaftswachstum, Konvergenz und Währungsunion treffend beschreiben.
Die Arbeit stellt fest, dass Finnland durch die Finanzkrise stärker getroffen wurde als Schweden und dass die Erholungsphase in Finnland deutlich schleppender verlief, was die positiven Effekte der Euro-Mitgliedschaft in Frage stellt.
Obwohl beide Länder ähnliche Wirtschaftsstrukturen aufweisen, wählte die Slowakei den Euro-Beitritt vor der Krise, während die Tschechische Republik am flexiblen Wechselkurs festhielt; die Arbeit zeigt, dass beide Länder stark von externen Faktoren wie dem Wachstum in Deutschland abhängen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Währungsregime langfristig weniger Einfluss auf die Entwicklung hat als individuelle makroökonomische Variablen und politische Entscheidungen.
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