Bachelorarbeit, 2016
36 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Begriffserklärung
2.1 Geld
2.2 Wohlstand
2.3 Glück
2.3.1 Glücksfaktoren
2.3.2 Extrinistische und intrinistische Werte
2.4 Lebenszufriedenheit
3 Ökonomischer Forschungsansatz
3.1 Prinzip der freien Marktwirtschaft
3.2 Bruttoinlandsprodukt
3.2.1 Prinzip des abnehmenden Grenznutzens
3.2.2 Grenzeinkommen
3.3 Einkommen und Lebenszufriedenheit
3.3.1 Beschäftigungsstatus und -niveau
3.3.2 Mitarbeitermotivation
3.3.3 Kehrseite des Wohlstandes
4 Sozialpsychologischer Forschungsansatz
4.1 Wohlstandsparadoxon
4.2 Vier Säulen der Glücksforschung
4.2.1 Soll-Wert-Theorie
4.2.2 Anpassungsprinzip
4.2.3 Relatives Einkommen
4.2.4 Hedonistische Tretmühle
4.3 Fünf-Faktoren-Inventar
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe Beziehung zwischen materiellem Wohlstand und individuellem Glück, um die Forschungsfrage zu klären, ob Geld tatsächlich glücklich macht. Dabei werden ökonomische Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt kritisch beleuchtet und mit sozialpsychologischen Erkenntnissen über Lebenszufriedenheit und menschliche Verhaltensmuster in Kontext gesetzt.
4.2.4 Hedonistische Tretmühle
„Der Reichtum gleicht dem Seewasser. Je mehr man davon trinkt, desto durstiger wird man“ (Schopenhauer 1894:125f.).
Der Mensch gewöhnt sich sehr schnell an einen höheren Lebensstandard, sodass es immer größerer materieller Güter bedarf, um die gleiche Wirkung auf sein Glücksempfinden zu erzielen (vgl. Dahl 2008). Die Auffassung, dass es zu einer raschen Gewöhnung an ein bestimmtes Konsumverhalten oder Gehalt kommt, wird auch von Stutzer (2004) bekräftigt.
Diwan beschreibt das von Dahl erwähnte Suchtverhalten etwas ausführlicher mit einem Beispiel des Überkonsums anhand von Schuhen: Beim Kauf eines elften Paars Schuhe ist dessen Nutzen relativ gering, sodass die Zufriedenheitserhöhung wegen neuer Schuhe zwar kaum spürbar ist, jedoch aber der kurzfristige Glücksrausch.
„The consumer feels good for the buying moment only. Once these moments are over, the consumer feels a let down and needs to go for shopping again, to get back to the good feeling. Buying, thus, has aquired the same characteristics as any addictive drug“ (Diwan 2000:309).
Im Bezug auf den materialistischen Überkonsum ist sogar von einer ernsthaften wirtschaftlichen Krankheit die Rede, deren Bezeichnung Affluenza schon weltweit mit der Bedeutung des exzessiven Konsumverhaltens und dem Ziel des Strebens nach Glücks verbreitet ist (vgl. ebd.).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die zentrale Forschungsfrage ein, ob Geld glücklich macht, und skizziert die Notwendigkeit einer interdisziplinären Untersuchung.
2 Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Leitbegriffe der Arbeit, darunter Geld, Wohlstand, Glück und Lebenszufriedenheit, unter Berücksichtigung unterschiedlicher wissenschaftlicher Perspektiven.
3 Ökonomischer Forschungsansatz: Hier wird die ökonomische Sichtweise auf Glück untersucht, kritische Wohlstandsindikatoren wie das BIP hinterfragt und der Zusammenhang zwischen Einkommen, Arbeitswelt und subjektivem Wohlergehen analysiert.
4 Sozialpsychologischer Forschungsansatz: Dieses Kapitel beleuchtet das Wohlstandsparadoxon durch verschiedene psychologische Modelle wie die vier Säulen der Glücksforschung und das Fünf-Faktoren-Inventar.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Geld bis zu einer gewissen Schwelle für die Grundbedürfnisse wichtig ist, das individuelle Glück jedoch maßgeblich von immateriellen Faktoren und der persönlichen Einstellung abhängt.
Geld, Wohlstand, Glück, Lebenszufriedenheit, Bruttoinlandsprodukt, Wohlstandsparadoxon, Hedonistische Tretmühle, Grenzeinkommen, Mitarbeitermotivation, Sozialpsychologie, Persönlichkeitsfaktoren, Arbeitslosigkeit, Konsumverhalten, Psychologisches Wohlbefinden, Lebensqualität.
Die Arbeit analysiert die sozio-ökonomische Beziehung zwischen dem materiellen Wohlstand (Geld) und der subjektiven Lebenszufriedenheit des Menschen.
Die zentralen Themen sind ökonomische Indikatoren wie das BIP, sozialpsychologische Theorien zum Glücksempfinden, der Einfluss von Arbeit auf die Zufriedenheit sowie die negativen Auswirkungen von exzessivem Wohlstand.
Das primäre Ziel ist es, die komplexe Frage zu beantworten, ob Geld überhaupt glücklich macht und ab welchem Punkt materieller Zuwachs keinen weiteren Nutzen für das Glück bringt.
Die Autorin nutzt eine Literatur- und Theorieanalyse, bei der sozio-ökonomische Paneldaten (SOEP) und psychologische Forschungsergebnisse in den Kontext der Fragestellung gesetzt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ökonomische Perspektive, die sich mit BIP und Grenzeinkommen befasst, und eine sozialpsychologische Sicht, die menschliche Verhaltensmuster wie die hedonistische Tretmühle oder das relative Einkommen analysiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Glück, Wohlstandsparadoxon, Lebenszufriedenheit, Grenzeinkommen und Hedonistische Tretmühle charakterisiert.
Es beschreibt das Phänomen, dass das Glücksempfinden innerhalb einer Gesellschaft nicht linear mit dem Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens korreliert, da relative Vergleiche und Ansprüche mitwachsen.
Die Autorin argumentiert, dass übermäßiger Wohlstand zu Vereinsamung, Egoismus und einer Vernachlässigung sozialer Bindungen führen kann, was das psychische Wohlbefinden langfristig negativ beeinflusst.
Die Arbeit diskutiert unterschiedliche Ansätze zur Definition eines Grenzeinkommens, ab dem eine Gehaltserhöhung keinen wesentlichen Beitrag zur Steigerung des Lebensglücks mehr leistet.
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