Bachelorarbeit, 2016
37 Seiten, Note: 1
Einleitung
I Theoretischer Bezugsrahmen
1. Sozialisation
1.1. Persönlichkeit und deren Entwicklung
1.2. Erziehung
1.3. Sozialisation in der Familie und deren Bedeutung
2. Vier Erziehungsstile nach Hurrelmann im Vergleich
2.1 „Laissez-faire“ vs. autoritärer Erziehungsstil
2.2 Vernachlässigender vs. überbehütender Erziehungsstil
3. Eine mögliche Lösung: Der partizipative Erziehungsstil
3.1 Die Umsetzung des partizipativen Erziehungsstils
4. Zusammenfassende Betrachtung
II Empirische Analyse
5. Methodisches Vorgehen
5.1 Qualitative Inhaltsanalyse: inhaltliche Strukturierung
5.2 Durchführung der Methode
III Ergebnisse und Diskussion
6. Darstellung der Ergebnisse
6.1 Kategorie 1: Autorität
6.2 Kategorie 2: Gegenseitige Berücksichtigung der Bedürfnisse und Wünsche
6.3 Kategorie 3: Partnerschaftliches und kooperatives Miteinander
6.4 Kategorie 4: Wärme, emotionale Zuneigung und Akzeptanz zeigen
6.5 Kategorie 6: Eltern als Vorbildfunktion „soziales Modell“
6.6 Kategorie 7: Hilfestellung bei Selbstentwicklung geben
7. Diskussion und Beantwortung der Forschungsfrage
Die vorliegende Arbeit untersucht inwiefern die Hilfestellungen für Eltern im Buch „Leitwölfe“ von Jesper Juul mit dem partizipativen Erziehungsstil nach Klaus Hurrelmann korrespondieren, um Eltern eine Orientierung in der modernen Erziehung zu bieten.
6.1 Kategorie 1: Autorität
Autorität sieht Jesper Juul als eine Führung, die er als proaktiv, empathisch, flexibel, dialogbasierend und fürsorglich beschreibt. Um diese Führung ausüben zu können, ist es für die Eltern besonders wichtig, persönliche Autorität zu entwickeln. Bis vor einigen Jahrzehnten war es üblich Autorität im traditionellen Verständnis, im Sinne von Macht, auszuüben. Dies hatte zur Folge, dass Kinder eher Angst und Unsicherheit verspürten als Vertrauen und Respekt. Jesper Juul benutzt als Metapher die Leitwölfe, um damit umsichtiges Führen zu beschreiben. Für ihn sind die Leitwölfe der modernen Gesellschaft darum bemüht, die persönliche Integrität der Kinder aber auch die eigene zu wahren. Die persönliche Autorität soll die der traditionellen Autorität ablösen. Dabei stützt sie sich auf das Selbstwertgefühl, Selbsterkenntnis, Selbstachtung, Selbstvertrauen und auf die Fähigkeit, die persönlichen Werte und Grenzen ernst zu nehmen. Sie begründet sich darauf anderen Menschen mit Respekt zu begegnen und deren Wünsche und Grenzen ernst zu nehmen.
Für Jesper Juul gehört zur persönlichen Autorität unweigerlich die persönliche Verantwortung dazu. Diese ermöglicht es für die eigenen Entscheidungen und Fehler einzustehen und die Schuld, sofern es diese gibt, bei sich zu suchen ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben. Es hilft, sich selbst über die eigenen Wünsche und Träume klar zu werden und zu ihnen zu stehen bzw. die Grenzen aufzuzeigen, wenn es nicht mehr geht. Machtkämpfe entstehen laut Juul dort, wo die persönliche Integrität des Kindes verletzt wurde. Das Kind versucht sich nur zu schützen und seine Würde zu behalten, um möglichst wenig seelische Schäden davon zu tragen. Kinder sollten sich nicht das Vertrauen und den Respekt der Eltern durch Gehorsamkeit verdienen müssen. Jesper Juul appelliert in diesem Punkt an die Frauen. Er wirft Ihnen vor, dass es ihnen viel mehr darum geht, dass Regeln eingehalten werden, als dass sie selbst als Person ernst genommen werden. Auch die Väter nimmt Juul unter die Lupe und erachtet es als notwendig, dass diese ihre Wünsche an die Kinder und auch an die Frau kommunizieren. Juul erachtet es dabei als wichtig, die Wünsche nicht nur zu kommunizieren, sondern auch zu Ihnen zu stehen und entsprechend zu handeln.
Einleitung: Einführung in die elterliche Problematik zwischen Willensdurchsetzung und Kindeswohl sowie Formulierung der Forschungsfrage.
I Theoretischer Bezugsrahmen: Darstellung der Grundlagen der Sozialisation und Einführung der Erziehungsstile nach Hurrelmann.
1. Sozialisation: Erläuterung der Bedeutung von Sozialisation in der Familie und der Persönlichkeitsentwicklung.
2. Vier Erziehungsstile nach Hurrelmann im Vergleich: Beschreibung und kritische Einordnung von Laissez-faire, autoritärem, vernachlässigendem und überbehütendem Erziehungsstil.
3. Eine mögliche Lösung: Der partizipative Erziehungsstil: Definition des partizipativen Stils als Schnittmenge und Vorstellung des Erziehungsdreiecks.
4. Zusammenfassende Betrachtung: Synthese der theoretischen Ergebnisse als Ausgangspunkt für die empirische Analyse.
II Empirische Analyse: Beschreibung des Forschungsgegenstands und der methodischen Vorgehensweise.
5. Methodisches Vorgehen: Definition der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring und Erläuterung der Kategorienbildung.
III Ergebnisse und Diskussion: Präsentation und Interpretation der Analyseergebnisse anhand des Kategoriensystems.
6. Darstellung der Ergebnisse: Detaillierte Besprechung der identifizierten Kategorien (Autorität, Bedürfnisse, Partnerschaft, etc.).
7. Diskussion und Beantwortung der Forschungsfrage: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Beantwortung der Ausgangsfrage.
Erziehung, Sozialisation, Hurrelmann, Jesper Juul, Leitwölfe, partizipativer Erziehungsstil, Autorität, Familie, Persönlichkeitsentwicklung, Gleichwürdigkeit, Elternberatung, Qualitative Inhaltsanalyse
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung, wie die Erziehungsempfehlungen im Buch „Leitwölfe“ von Jesper Juul mit dem theoretischen Konzept des partizipativen Erziehungsstils nach Klaus Hurrelmann in Einklang gebracht werden können.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der familiären Sozialisation, die Kategorisierung verschiedener Erziehungsstile sowie die praktische Analyse eines aktuellen Erziehungsratgebers unter Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse.
Das primäre Ziel ist es zu beantworten, inwiefern die von Jesper Juul präsentierten Hilfestellungen als Umsetzung von Hurrelmanns partizipativem Erziehungsstil verstanden werden können.
Die Arbeit nutzt die qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring, speziell die inhaltliche Strukturierung, um das Buch von Jesper Juul theoriegeleitet zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Sozialisation und Erziehung sowie einen empirischen Teil, in dem die Thesen von Jesper Juul in Kategorien (z. B. Autorität, Partnerschaftlichkeit) analysiert und bewertet werden.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Erziehung, Sozialisation, Hurrelmann, Juul, Leitwölfe, Partizipation und Autorität bestimmt.
Das Buch wird als Beispiel gewählt, weil der Autor Themen wie Gleichwürdigkeit und Führung anspricht, die hohe Schnittmengen mit dem Modell von Hurrelmann aufweisen.
Die Autorin bewertet das Buch kritisch, da es zwar wertvolle Ansätze bietet, jedoch oft keine konkreten praktischen Anleitungen für Eltern enthält und teilweise eine „negative Kommunikation“ nutzt, die Eltern eher verunsichert.
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