Bachelorarbeit, 2016
23 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmungen
2.1 Sozialer Status
2.2 Sozioökonomischer Status
2.2.1 Unterschicht – der Versuch einer Begriffsbestimmung
2.3 soziale Ungleichheit
3. Pierre Bourdieu
3.1 Habitus und der soziale Raum
3.2 Kapitaltheorie
4. Raymond Boudon
4.1 Primäre und Sekundäre Herkunftseffekte
5. Leistungsmotivation
5.1 Intrinsische und extrinsische Motivation
5.2 Interesse
5.3 motivationale/volitionale Regulation des Handlungsprozesses
6. Beantwortung der Forschungsfrage
7. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Leistungsmotivation und sozialer Ungleichheit im schulischen Kontext. Ziel ist es zu analysieren, welchen Beitrag die individuelle Leistungsmotivation leisten kann, um die durch soziale Rahmenbedingungen bedingte Reproduktion von Ungleichheit zu durchbrechen und Bildungsaufstiege zu ermöglichen.
3.1 Habitus und der soziale Raum
Der Lebensstil, den eine Person lebt, ist viel weniger selbstbestimmt als angenommen. Dieser ist viel mehr durch die Klassenzugehörigkeit, in der eine Person lebt, gesellschaftlich geprägt. Zusätzlich spielt die Sozialisation eine große Rolle und welche Vorlieben eine Person im Laufe des Lebens ausbildet. Die Handlungspraxis nach Bourdieu ist daher als eine Verknüpfung von Klassenzugehörigkeit und Lebensstilen zu sehen und damit als gelebte Praxis. Wird die soziale Position auf der Strukturebene mit der praktischen Ebene der Lebensstile verknüpft, so entsteht der soziale Raum (vgl. Burzan 2007, S. 132).
Die Handlungspraxis einer Person ergibt sich durch die Anpassungsprozesse, denen diese Person in homogenen Lebensbedingungen unterworfen ist. Sie kann somit nicht selbst Handlungsmuster generieren, sondern ist immer an die Handlungspraxis ihrer Umwelt gekoppelt und eingegliedert. Eine Gruppe von Menschen, die sich in einheitlichen Lebenssituationen befinden, bilden somit eine einheitliche Handlungspraxis aus. Sie sind an dieser auch für andere und damit außenstehende Gruppen daran erkennbar. Die verschiedenen Handlungspraxen homogener Lebensbedingungen wird auch Habitus genannt (vgl. Bourdieu 1987, S. 175).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik sozialer Ungleichheit im Bildungswesen ein und definiert das Ziel, den Einfluss der Leistungsmotivation auf diesen Prozess zu untersuchen.
2. Begriffsbestimmungen: Hier werden die zentralen Begriffe wie sozialer Status, sozioökonomischer Status und soziale Ungleichheit definiert, um die theoretische Basis für die weitere Analyse zu schaffen.
3. Pierre Bourdieu: Das Kapitel erläutert Bourdieus Konzepte des Habitus, des sozialen Raums und der Kapitaltheorie, um die Mechanismen der Reproduktion sozialer Ungleichheit zu verdeutlichen.
4. Raymond Boudon: Hier werden die primären und sekundären Herkunftseffekte nach Boudon vorgestellt, die erklären, wie soziale Herkunft Bildungschancen beeinflusst.
5. Leistungsmotivation: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Leistungsmotivationsforschung, einschließlich intrinsischer/extrinsischer Motivation und Regulationsprozesse der Handlung.
6. Beantwortung der Forschungsfrage: Das Kapitel verknüpft die theoretischen Erkenntnisse, um zu prüfen, wie Leistungsmotivation zur Durchbrechung sozialer Ungleichheit beitragen kann.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Diese Sektion resümiert die Arbeit und betont die Rolle des Lehrpersonals bei der Förderung von Bildungschancen durch Motivation.
Soziale Ungleichheit, Leistungsmotivation, Pierre Bourdieu, Raymond Boudon, Bildungschancen, Habitus, Kapitaltheorie, Sozioökonomischer Status, Bildungsaufstieg, Motivationsförderung, Schulleistung, Handlungspraxis, Herkunftseffekte, Bildungssystem, Pädagogik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern die Leistungsmotivation von Kindern dazu beitragen kann, die Reproduktion sozialer Ungleichheit im schulischen Kontext zu überwinden.
Die zentralen Themen sind soziale Ungleichheit, die Kapitaltheorie nach Pierre Bourdieu, die Herkunftseffekte nach Raymond Boudon sowie die psychologische Forschung zur Leistungsmotivation.
Das Ziel ist zu untersuchen, welchen Beitrag die Leistungsmotivation leisten kann, um der Reproduktion sozialer Ungleichheit im schulischen Kontext zu begegnen.
Die Arbeit basiert auf Literaturanalysen von Primär- und Sekundärquellen sowie der Einbeziehung von Studienergebnissen und Schaubildern zur Veranschaulichung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Darlegung sozialer Schichtungsmodelle (Bourdieu/Boudon), eine Analyse der Leistungsmotivationsforschung und die anschließende Zusammenführung dieser Themen zur Beantwortung der Forschungsfrage.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Habitus, Kapitaltheorie, primäre und sekundäre Herkunftseffekte, soziale Ungleichheit sowie intrinsische und extrinsische Motivation.
Die Arbeit stellt heraus, dass Lehrkräfte durch Modellverhalten, Förderung kooperativen Lernens und handlungsorientierten Unterricht die Leistungsmotivation von Kindern positiv beeinflussen können.
Das Modell beschreibt die Phasen von der Motivation bis hin zur Handlung und hilft zu verstehen, wie Entscheidungen (etwa zur Bildungsbeteiligung) zustande kommen und wann die volitionale Umsetzung erfolgt.
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