Diplomarbeit, 2012
90 Seiten, Note: 1,7
Geowissenschaften / Geographie - Kartographie, Geodäsie, Geoinformationswissenschaften
1. EINLEITUNG
1.1. Motivation
1.2. Zielsetzung
1.3. Vorgehensweise
2. GRUNDLAGEN
2.1. Beschreibung der Systeme beim Netzbetrieb
2.1.1. Geoinformationssysteme (GIS)/ Netzinformationssysteme (NIS)
2.1.2. Enterprise-Resource-Planning (ERP) Systeme
2.1.3. Leitsysteme
2.2. Netzinformationssysteme (NIS) bei Energieversorgungsunternehmen
2.2.1. Nutzerkreis und Einsatz beim Betrieb
2.2.2. Charakterisierung der NIS-Pläne
2.2.3. Einsatz und Verwendung der Planwerke
3. BASISTECHNOLOGIEN FÜR MOBILE NIS
3.1. Hardwarekomponenten, Softwarekomponenten und Systemarchitektur
3.2. Datenhaltung und Datenzugriff
3.3. Mobile Datenübertragungstechnologien
3.4. Mobile Endgeräte
4. PROZESSUNTERSTÜTZUNG DURCH MOBILE GIS AM BEISPIEL DES ANWENDUNGSFALLS BEI DEN STADTWERKEN MÜNCHEN
4.1. Kernprozesse im Bereich des Netzbetriebs
4.2. Auswahl der zu optimierenden Teil-Prozesse
4.3. IST-Zustand (Darstellung des IST-Zustands)
4.3.1. Instandhaltung mit Fokus auf das Betriebsmittel KVS
4.3.2. Entstörung mit Fokus auf das Betriebsmittel KVS
4.3.3. Planen und Bauen
4.4. Bewertung des IST-Zustands
4.4.1. Datenaufnahme in nicht elektronischer Form
4.4.2. Mangelnde Qualität der Netzdaten
4.4.3. Datenbereitstellung in nicht elektronischer Form
5. SOLL-KONZEPT
5.1. Soll- Prozess, nicht-technisches Konzept
5.1.1. Austausch
5.1.2. Versetzen
5.1.3. Ändern
5.1.4. Entfernen
5.1.5. Entstörung
5.1.6. Planen und Bauen
5.2. Technisches Konzept
5.2.1. Austausch
5.2.2. Versetzen
5.2.3. Ändern
5.2.4. Entfernen
5.3. Risikobetrachtung
6. ERGEBNISSE UND EMPFEHLUNGEN
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie mobile Geoinformationssysteme (GIS) im technischen Außendienst von Energieversorgungsunternehmen eingesetzt werden können, um Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Datenqualität im Netzinformationssystem (NIS) signifikant zu erhöhen. Dabei wird am Beispiel der Stadtwerke München ein Soll-Konzept für spezifische Netzbetriebsprozesse entwickelt.
4.3.1. Instandhaltung mit Fokus auf das Betriebsmittel KVS
4.3.1.1. Austausch
Der Austausch eines KVS gehört zu den Kernaufgaben der Instandhaltung. Es muss unterschieden werden, ob der komplette KVS mit seiner gesamten Leistenbelegung (Innenleben) oder nur Teile wie etwa die Außenhülle erneuert werden. Das hängt davon ab, wie stark der KVS beschädigt ist.
Der Auftrag zum Austausch wird von der Entstörung/Instandsetzung an die Instandhaltung weitergeleitet, wenn Mängel oder Schäden auffallen oder er erfolgt durch zyklische Revision.
Im Folgenden wird der Ablauf des IST-Zustandes bei einem Austausch eines Kabelverteilerschrankes behandelt (vgl. Abbildung 11).
1a. Die Arbeitsvorbereitung erfolgt immer im Innendienst und dient zur Unterstützung der Aufgabenausführung. Ein Meister muss den Auftrag im ERP-System anlegen, seine Mitarbeiter informieren und koordinieren. Darüber hinaus muss er sowohl den eigenen Mitarbeitern als auch den betreffenden externen Firmen (zum Beispiel Mitarbeitern des Tiefbaus) die benötigten Informationen in Form von Plänen in Papierform, sogenannte Plots, zur Verfügung stellen und für Materialbestellungen im Lager sorgen. Parallel dazu kontaktiert er den Mitarbeiter der Netzdokumentation (Sparte Strom). Dieser lässt eine neue Schranknummer im NIS vom System generieren und teilt diese dem Meister mit, bevor die Monteure an die Baustelle fahren mit. Oft wird die Schranknummer aber erst im Nachhinein vergeben, das heißt nachdem die Montage beendet ist. Bei unplanmäßigen Maßnahmen (siehe Entstörung Kapitel 5.3.2) ist es nicht möglich die Schranknummer vor der Anfahrt an die Lokalität bereit zu stellen.
1. EINLEITUNG: Definiert die Motivation und Zielsetzung der Arbeit, insbesondere die Untersuchung zur Unterstützung von Außendienstprozessen durch mobiles GIS.
2. GRUNDLAGEN: Beschreibt die IT-Systeme (GIS, NIS, ERP, Leitsysteme) und die Bedeutung von Netzplänen im Energieversorgungssektor.
3. BASISTECHNOLOGIEN FÜR MOBILE NIS: Erläutert die notwendigen Hard- und Softwarekomponenten sowie Übertragungstechnologien wie UMTS und LTE für mobile Anwendungen.
4. PROZESSUNTERSTÜTZUNG DURCH MOBILE GIS AM BEISPIEL DES ANWENDUNGSFALLS BEI DEN STADTWERKEN MÜNCHEN: Analysiert detailliert die IST-Prozesse (Instandhaltung, Entstörung, Planung) bei den Stadtwerken München und bewertet die bestehenden Schwachstellen.
5. SOLL-KONZEPT: Entwirft ein neues, effizienteres Prozesskonzept unter Einbeziehung digitaler, mobiler Lösungen für den Außendienst.
6. ERGEBNISSE UND EMPFEHLUNGEN: Fasst die Erkenntnisse zusammen und empfiehlt die Einführung mobiler Endgeräte zur Steigerung der Arbeitseffizienz und Datenqualität.
Mobiles GIS, Netzinformationssystem, Netzbetrieb, Energieversorgungsunternehmen, Stadtwerke München, Instandhaltung, Entstörung, Datenqualität, Prozessoptimierung, Kabelverteilerschrank, Außendienst, Netzverfolgung, UMTS, Systemarchitektur.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Optimierung von Arbeitsprozessen im technischen Außendienst von Energieversorgungsunternehmen durch den Einsatz mobiler Geoinformationssysteme.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Prozessunterstützung, das Datenmanagement im Netzbetrieb und die technologischen Voraussetzungen für mobile NIS-Lösungen.
Das Ziel ist die Untersuchung, ob mobile GIS-Anwendungen Arbeitsabläufe bei der Instandhaltung und Entstörung verbessern und gleichzeitig die Qualität der Netzinformationsdaten erhöhen können.
Es wurde eine IST-Analyse der bestehenden Prozesse bei den Stadtwerken München durchgeführt, gefolgt von einer Bewertung und der Erstellung eines darauf aufbauenden Soll-Konzepts.
Der Hauptteil gliedert sich in die technologischen Grundlagen, die detaillierte Darstellung der IST-Prozesse am Beispiel des Kabelverteilerschranks und die Konzeption des Soll-Zustands.
Wichtige Begriffe sind mobiles GIS, Netzbetrieb, Datenqualität, Instandhaltung, Außendienst und Prozessoptimierung.
Aufgrund der Abhängigkeit von papiergestützten Unterlagen und der fehlenden Echtzeit-Aktualisierung kann es zu Fehlinterpretationen und Verzögerungen kommen, die eine erneute Anfahrt ins Büro erfordern.
Aktuell dienen sie als wichtige, aber schwer abzugleichende Informationsquelle. Im Soll-Konzept sollen sie durch digitale Verfahren und eine automatisierte Qualitätssicherung ergänzt oder ersetzt werden.
Sie ermöglicht eine präzise Identifikation der von einem Stromausfall betroffenen Haushalte und Netzbereiche, was besonders bei unvorhersehbaren Störungen kritisch ist.
Aufgrund der Anforderungen an Robustheit und Bedienbarkeit bei gleichzeitigem Bedarf an Rechenleistung werden Convertibles als geeignete mobile Endgeräte empfohlen.
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