Bachelorarbeit, 2016
66 Seiten, Note: 1,0
1 Journalismus und Internet
1.1 Wandel im Journalismus
1.1.1 Einfluss der Digitalisierung auf den Journalismus
1.1.2 Online-Journalismus
1.1.3 Entstehung neuer Darstellungsformen
1.1.4 Zunehmende Narrativisierung
1.2 Potenziale des Internets für online-spezifische Formate
1.2.1 Multimedialität / Multimodalität
1.2.2 Hypertextualität
1.2.3 Interaktivität
2 Digitales Storytelling im Online-Journalismus
2.1 Definition und Begriffsklärung
2.1.1 Journalistisches Storytelling
2.1.2 Storytelling als digitale Variante des New Journalism
2.1.3 Multimedia Storytelling
2.2 Merkmale und Besonderheiten
2.2.1 Formale Merkmale
2.2.2 Strukturelle Merkmale
2.2.3 Inhaltliche Merkmale
3 Rezeption und Wirkung von Multimedia Storytelling
3.1 Rezeption und Wirkung von Narrativität
3.1.1 Aufmerksamkeit
3.1.2 Kognitive Verarbeitung
3.1.3 Emotionale Verarbeitung
3.1.4 Einstellung und Verhalten
3.2 Rezeption und Wirkung interaktiver, multimodaler Darstellungen
3.2.1 Rezeptionsprinzipien
3.2.2 Konsequenzen
4 Analyse
4.1 Auswahl, Methodik und Untersuchungskriterien
4.2 Analyse ausgewählter Multimedia-Reportagen
4.2.1 „Snow Fall – The Avalanche at Tunnel Creek“
4.2.2 „Ugandas vergessene Kindersoldaten“
4.3 Schlussfolgerungen
4.3.1 Möglichkeiten und Chancen
4.3.2 Kritische Bewertung
Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Formen und Wirkungsweisen des sogenannten „Digitalen Storytellings“ im Online-Journalismus, wobei analysiert wird, wie narrative und multimediale Darstellungsformen die Rezeption und Informationsverarbeitung bei den Nutzern beeinflussen.
1.1.2 Online-Journalismus
Internet-Journalismus, Online-Journalismus, Multimedia-Journalismus – das sind nur einige der üblichen Bezeichnungen für den neuartigen Journalismus, der sich durch das Medium Internet entwickeln konnte und nun neben Print, Radio und Fernsehen die vierte Säule des Journalismus bildet. Inwiefern sich dieser vom klassischen unterscheidet und vor welchen Herausforderungen er in der Gegenwart steht, wird nachfolgend erläutert.
Das digitale Zeitalter fordert von Journalisten einige neue Kompetenzen. Denn Online-Journalisten nutzen das World Wide Web nicht nur zu Recherchezwecken, ihre gesamte Tätigkeit spielt sich im Bereich der Onlinemedien ab – also in verschiedenen journalistischen oder massenmedialen Angeboten im Internet. Durch dessen Möglichkeit, verschiedene Medienarten aus Print, Fernsehen und Radio zu vereinen, ist es für Online-Journalisten nicht mehr ausreichend, sich wie früher auf ein einziges Medium zu spezialisieren. Nachrichten auf digitalen Plattformen sollten im Idealfall „medienübergreifend verstanden, recherchiert und umgesetzt werden“, wie es Journalist und Lehrbeauftragter für Multimedia Storytelling Simon Sturm beschreibt. Das allerdings verlangt von Journalisten zumindest ein Grundverständnis dafür, welche Medienarten sich für welche Texte eignen und wann deren Einsatz sinnvoll ist. Vor allem aber kommt es auf die Verbindung, „auf das Ausnutzen der Stärken und das Ausmerzen der Schwächen eines Einzelmediums“. Das Medium Internet bietet allerdings noch weitere Potenziale: Zum Beispiel die Möglichkeit, Inhalte durch Hyperlinks modular aufzubauen, das heißt, in kleinere Informationseinheiten zu zerlegen und miteinander zu verknüpfen, oder Zugang zu weiteren Informationsangeboten zu schaffen.
1 Journalismus und Internet: Dieses Kapitel erläutert den technologischen Wandel der Medienlandschaft und wie das Internet als neues Medium traditionelle journalistische Standards, Rollenbilder und Produktionsweisen verändert.
2 Digitales Storytelling im Online-Journalismus: Hier werden Definitionen und konzeptionelle Rahmen für digitales Storytelling erarbeitet und von verwandten Konzepten wie dem „New Journalism“ sowie klassischen Medienformaten abgegrenzt.
3 Rezeption und Wirkung von Multimedia Storytelling: Dieser Abschnitt widmet sich der medienpsychologischen Perspektive, indem untersucht wird, wie narrative Elemente und interaktive Technik die Aufmerksamkeit, kognitive Verarbeitung und Einstellung der Rezipienten beeinflussen.
4 Analyse: Auf Basis der theoretischen Erkenntnisse werden zwei konkrete Fallbeispiele („Snow Fall“ und „Ugandas vergessene Kindersoldaten“) methodisch untersucht, um Potenziale und kritische Grenzen moderner Multimedia-Reportagen aufzuzeigen.
Digitales Storytelling, Online-Journalismus, Multimedialität, Narrativität, Interaktivität, Web-Dokumentation, Rezeptionsforschung, Multimedia-Reportage, Neue Medien, Journalistische Qualität, Scrollytelling, Medienwandel, Crossmedia, User-Experience, Digitale Narrative.
Die Arbeit analysiert, wie moderne Online-Medien narrative Elemente und multimediale Funktionen nutzen, um journalistische Inhalte aufzubereiten und welche Wirkung dies auf die Leserschaft hat.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Wandel des Journalismus im digitalen Zeitalter, der Definition von digitalem Storytelling, der kognitiven und emotionalen Wirkung auf Nutzer sowie der praktischen Analyse ausgewählter Web-Reportagen.
Das Ziel ist es, das Phänomen „Digitales Storytelling“ theoretisch zu fundieren und durch eine Analyse der Rezeptionswirkung zu klären, ob diese Formate einen echten Mehrwert für die Informationsvermittlung bieten oder ob sie den Journalismus eher gefährden.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche zur theoretischen Herleitung sowie eine qualitative Fallstudienanalyse von zwei prominenten Multimedia-Reportagen.
Im Hauptteil steht die theoretische Einordnung (Definitionen, Merkmale) sowie die psychologische Betrachtung (Rezeption von Narrativen, Interaktivität) der untersuchten Formate im Vordergrund.
Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Digitales Storytelling, Online-Journalismus, Narrativität, Multimedialität und Rezeptionsforschung einordnen.
Im Gegensatz zu textbasierten Formaten zeichnet sich Multimedia Storytelling durch die gezielte, interaktive Verknüpfung von Wort, Bild, Video und Grafik aus, um den Nutzer explorativ durch eine erzählte Geschichte zu führen.
Der Autor weist darauf hin, dass die Fülle an multimedialen Elementen Nutzer überfordern kann, weshalb klare Strukturvorgaben und eine durchdachte Nutzerführung für den journalistischen Erfolg unerlässlich sind.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass trotz der hohen Attraktivität und Innovationskraft das Risiko besteht, dass die aufwendige Inszenierung von Inhalten den journalistischen Kern verwässert oder gar zu einer einseitigen Vereinfachung komplexer Themen führen kann.
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