Diplomarbeit, 2004
136 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2 Rating und Ratingsysteme von deutschen Kreditinstitutionen
2.1 Ursprünge und Definition des Ratings
2.2 Überblick über Ratingverfahren
2.2.1 Ablauf von Ratingverfahren und deren Einfluss auf Kreditinstitute aufgrund von Basel II
2.2.2 Das interne Rating
2.2.3 Das externe Rating
2.3 Chancen und Risiken der Ratingverfahren
2.3.1 Beurteilung des internen Ratings
2.3.2 Beurteilung des externen Ratings
2.4 Mittelständische Unternehmen unter Berücksichtigung von Basel II
2.4.1 Definition Mittelstand
2.4.2 Bedeutung und derzeitige wirtschaftliche Situation des Mittelstandes
2.4.3 Konsequenzen für den Mittelstand
3 Empirische Untersuchung zur Analyse von Ratingsystemen und deren Einfluss auf kleine und mittelständische Unternehmen
3.1 Untersuchungsdesign und Fragestellung der Untersuchung
3.1.1 Problemstellung und Vorgehensweise
3.1.2 Umfang der Untersuchung
3.1.3 Entwicklung und Zusammenstellung des Fragebogens
3.1.4 Untersuchungsdurchführung und Auswertungsmethoden
3.2 Darstellung und Auswertung der Untersuchungsergebnisse aus der Befragung der Kreditinstitute
3.2.1 Darstellung der Ergebnisse der untersuchten Ratingkriterien
3.2.1.1 Allgemeine Daten zu den befragten Kreditinstituten
3.2.1.2 Allgemeine Daten zum Rating
3.2.1.3 Inhaltliche Aspekte beim Rating
3.2.2 Auswertung der Untersuchungsergebnisse
3.2.2.1 Auswirkung der Größe der Kreditinstitute auf die untersuchten Kriterien
3.2.2.2 Auswirkung der Institutsgruppe von Kreditinstituten auf die untersuchten Kriterien
3.2.3 Analyse der Ergebnisse
3.3 Schlussfolgerung aus den gewonnenen Untersuchungsergebnissen
3.4 Untersuchungsdesign und Darstellung einer empirischen Untersuchung bei Unternehmen
4 Einfluss von Ratingkriterien auf mittelständische Unternehmen und deren Optimierung mit besonderer Berücksichtigung des Mittelstandes
4.1 Einfluss von Ratingkriterien auf die Unternehmen
4.2 Möglichkeiten zur Verbesserung des Ratingurteils von Unternehmen
4.2.1 Kurzfristige Optimierung des Ratings
4.2.2 Langfristige Optimierung des Ratings
5 Interne Ratingsysteme deutscher Kreditinstitutionen als Chance für Kreditinstitute und kleine und mittelständische Unternehmen?
5.1 Blickwinkel der Kreditinstitute
5.2 Blickwinkel der Unternehmen
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) auf die Finanzierung kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) in Deutschland. Das Hauptziel besteht darin, die Relevanz interner und externer Ratings für diese Unternehmen zu analysieren, die bankseitig verwendeten Kriterien und deren Gewichtung zu bestimmen sowie Lösungswege aufzuzeigen, wie KMU ihr Ratingergebnis aktiv beeinflussen und ihre Kreditkonditionen langfristig optimieren können.
2.1 Ursprünge und Definition des Ratings
„Alles begann mit der Eisenbahn“
Die Ursprünge des Ratings sind im Zusammenhang mit dem Bau der amerikanischen Eisenbahn Mitte des 19. Jahrhunderts zu finden. Zur damaligen Zeit konnten die kürzeren Bahnstrecken noch durch lokale Banken finanziert werden. Als jedoch der gesamte Kontinent vernetzt werden sollte, war die Finanzierung nicht mehr durch sie möglich. Durch Unternehmensanleihen aus dem In- und Ausland sollte der Kapitalbedarf gedeckt werden. Damals war es jedoch sehr schwer für die potenziellen internationalen Investoren der Bahngesellschaften, an vertrauenswürdige Informationen über die Kreditwürdigkeit der Bahngesellschaften zu kommen. Die damaligen Investoren wollten, genauso wie die heutigen Investoren, keinem Unbekannten, der auf einem sehr fernen Kontinent ein Schienennetz aufbaut, ihr Geld in den Rachen werfen.
So entstanden zur gleichen Zeit die ersten Kreditinformationsdienste, wie „Mercantile Agency“ 1841, gegründet von Lewis Tappan, und die ersten Wirtschafts- und Finanzzeitungen, wie „The American Railroad Journal“, 1832 gegründet, dessen Herausgeber Henry Varnum Poor (1812 – 1905) in der Zeit von 1849 bis 1862 war. Poor sammelte und veröffentlichte alle zur damaligen Zeit erhältlichen Informationen über die finanzielle Situation der besagten Eisenbahngesellschaften, die die ersten amerikanischen Großunternehmen darstellten.
1 Einleitung: Definiert die Problemstellung durch Basel II und beschreibt die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Rating und Ratingsysteme von deutschen Kreditinstitutionen: Erläutert die historischen Ursprünge, die verschiedenen Verfahren (intern/extern) sowie die Chancen und Risiken von Ratings für KMU.
3 Empirische Untersuchung zur Analyse von Ratingsystemen und deren Einfluss auf kleine und mittelständische Unternehmen: Dokumentiert das Untersuchungsdesign, die Datenerhebung bei Kreditinstituten sowie die detaillierte Auswertung der bankinternen Ratingkriterien.
4 Einfluss von Ratingkriterien auf mittelständische Unternehmen und deren Optimierung mit besonderer Berücksichtigung des Mittelstandes: Analysiert den Einfluss der Kriterien auf die Unternehmensfinanzierung und präsentiert konkrete Ansätze zur kurz- und langfristigen Ratingoptimierung.
5 Interne Ratingsysteme deutscher Kreditinstitutionen als Chance für Kreditinstitute und kleine und mittelständische Unternehmen?: Reflektiert die gewonnenen Erkenntnisse aus der Perspektive beider Akteure und diskutiert Basel II als Chance zur Professionalisierung.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die Kernergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung von Ratings im Mittelstand.
Basel II, Rating, Kreditinstitute, Mittelstand, KMU, Eigenkapitalvereinbarung, Bonität, Kreditwürdigkeit, Risikomanagement, Unternehmensfinanzierung, Ratingverfahren, interner Ratingprozess, Ratingkriterien, Unternehmensanalyse, Zinskonditionen
Die Arbeit analysiert die Ratingsysteme deutscher Kreditinstitute vor dem Hintergrund von Basel II und untersucht, wie sich diese auf die Finanzierung kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) auswirken.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Anwendung von Ratingverfahren, die empirische Analyse bankinterner Kriterien sowie Strategien zur Optimierung des eigenen Ratings für Unternehmen.
Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie mittelständische Unternehmer durch gezielte Vorbereitung und Transparenz ihr Ratingergebnis positiv beeinflussen und somit ihre Finanzierungskonditionen verbessern können.
Die Arbeit nutzt neben einer fundierten Literaturanalyse eine empirische Untersuchung in Form einer schriftlichen Befragung unter deutschen Kreditinstituten, deren Daten mittels SPSS ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden die Ergebnisse der Befragung detailliert dargestellt, Unterschiede zwischen verschiedenen Institutsgruppen (z.B. Kleinbanken vs. Großbanken) analysiert und Wege zur kurzfristigen sowie langfristigen Ratingoptimierung erläutert.
Wesentliche Begriffe sind Basel II, Ratingprozess, Bonitätsbeurteilung, KMU-Finanzierung, interne/externe Ratings sowie die Bedeutung von Transparenz und Managementqualität.
Die Bilanzsumme dient als Kennzahl zur Einstufung der Größe der Banken, wobei untersucht wird, ob Unterschiede in der Gewichtung von Ratingkriterien auf die jeweilige Institutsgruppe oder deren Bilanzgröße zurückzuführen sind.
Aufgrund einer zu geringen Rücklaufquote bei der geplanten Unternehmensbefragung konnte diese nicht repräsentativ in die Diplomarbeit einbezogen werden, weshalb der Fokus primär auf der Auswertung der Kreditinstitut-Befragung liegt.
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