Masterarbeit, 2016
160 Seiten, Note: 1,56
1 Einleitung
2 Inhaltliche Einbettung und Stand der Forschung
2.1 Gesundheit als Konstruktion
2.2 Eigenverantwortliches Gesundheitsverhalten
2.3 Förderung gesundheitlicher Eigenverantwortung
2.4 Kritik an gesundheitlicher Eigenverantwortung
2.5 Empirischer Stand der Forschung
3 Theoretischer Hintergrund – Diskurstheorie
3.1 Der Diskursbegriff und die Produktion von Wahrheit
3.2 Die Diskursanalyse
4 Methodologie
4.1 Methodisches Vorgehen der inhaltlichen Einführung
4.2 Diskursanalyse und Datenkorpus
4.2.1 Anmerkungen zu Methode und Themenwahl
4.2.2 Die Auswahl der Daten
4.2.3 Die Generierung des Datenkorpus
4.3 Methodisches Vorgehen der Diskursanalyse
4.3.1 Die Grobanalyse
4.3.2 Die Feinanalyse
5 Ergebnisse
5.1 Grobanalyse der Brigitte
5.1.1 Allgemeine Phänomene und gesundheitliche Eigenverantwortung in der Brigitte
5.1.2 Die Konstruktion von Gesundheit der Brigitte
5.2 Feinanalyse Brigitte
5.3 Grobanalyse Men’s Health
5.3.1 Allgemeine Phänomene und gesundheitliche Eigenverantwortung in der Men’s Health
5.3.2 Die Konstruktion von Gesundheit der Men’s Health
5.4 Feinanalyse Men’s Health
5.5 Zusammenführung der Zwischenergebnisse
6 Diskussion
6.1 Diskussion der Methode
6.2 Diskussion der Ergebnisse
7 Conclusio
8 Literaturverzeichnis
8.1 Fachliteratur
8.2 Zeitschriftenartikel des Datenkorpus
9 Anhang
Anhang 1 Grobanalyse Brigitte
Anhang 2 Grobanalyse Men’s Health
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels diskursanalytischer Methoden, wie gesundheitliche Eigenverantwortung in den Zeitschriften Brigitte und Men’s Health kommuniziert wird. Dabei wird insbesondere hinterfragt, welche Anforderungen an die Individuen gestellt werden und welches Verständnis von Gesundheit durch diese Kommunikation konstruiert wird, um die Gültigkeit des gesundheitlichen Eigenverantwortungsdiskurses kritisch zu reflektieren.
Die Konstruktion von Gesundheit
Anhand der Grobanalyse Brigitte und Grobanalyse Men’s Health (Anhang 1 und 2) wurden abgrenzbare Aussagepraktiken, gebündelt in Schlagworten, erfasst, die im Hinblick auf die Konstruktion von Gesundheit der einzelnen Artikel generiert wurden. Darüber hinaus wurden hierfür ergänzend die Originalartikel zur Ermittlung des aufkeimenden Charakters von Gesundheit analysiert. Sich wiederholende Inhalte und in eine Richtung tendierende, argumentative Häufungen wurden markiert sowie ihre formalen Beschaffenheiten erfasst. Dabei habe ich mich bewusst gegen eine vordefinierte Limitation und Kategorisierung der Schlagworte entschieden, um dem komplexen Gesundheitsbegriff mit seiner Mannigfaltigkeit ausreichend Raum zu geben. Zur Darstellung der Ergebnisse wurde jeweils für beide Zeitschriften eine tabellarische Übersicht erstellt, in der die Artikelnummer, die jeweilige Oberkategorie und der generierte Gesundheitsbegriff bzw. die Gesundheitsbegriffe für die jeweiligen Artikel erfasst wurden (vgl. Kapitel 5.1.2, Tabelle 2 und Kapitel 5.3.2, Tabelle 4).
1 Einleitung: Vorstellung des Forschungsthemas Eigenverantwortung und Definition der Forschungsfragen hinsichtlich der medialen Kommunikation von Gesundheit.
2 Inhaltliche Einbettung und Stand der Forschung: Theoretische Herleitung von Gesundheit als Konstrukt sowie kritische Reflexion des Eigenverantwortungsbegriffs aus soziologischer Perspektive.
3 Theoretischer Hintergrund – Diskurstheorie: Erläuterung der diskurstheoretischen Basis nach Michel Foucault und der Anwendung der Diskursanalyse als Forschungsstrategie.
4 Methodologie: Beschreibung des methodischen Vorgehens bei der Literaturrecherche, der Datengenerierung sowie der Grob- und Feinanalyse der ausgewählten Zeitschriften.
5 Ergebnisse: Detaillierte Darstellung der Grob- und Feinanalysen der Zeitschriften Brigitte und Men’s Health inklusive der Zusammenführung der zentralen Erkenntnisse.
6 Diskussion: Kritische Reflexion der verwendeten Methode und Einordnung der Ergebnisse in den theoretischen Gesamtkontext.
7 Conclusio: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf weiterführende wissenschaftliche Ansätze.
Eigenverantwortung, Gesundheit, Diskursanalyse, Gesundheitsverhalten, Medienanalyse, Brigitte, Men’s Health, Selbstoptimierung, unternehmerisches Selbst, Gouvernementalität, Empowerment, soziale Konstruktion, Körperbild, Prävention.
Die Arbeit untersucht, wie in den Zeitschriften Brigitte und Men’s Health das Thema gesundheitliche Eigenverantwortung kommuniziert wird und welches Bild von Gesundheit durch diese Medienberichterstattung für die Leser konstruiert wird.
Es wurden 25 Ausgaben der Zeitschrift Brigitte sowie 25 Ausgaben des Magazins Men’s Health aus den Jahren 2014 und 2015 als Datenkorpus für die Diskursanalyse verwendet.
Die Arbeit geht den Fragen nach, wie gesundheitliche Eigenverantwortung kommuniziert wird, welche Anforderungen an die Individuen gestellt werden und welches Gesundheitsverständnis dabei konstruiert wird.
Die Untersuchung basiert auf der Diskurstheorie von Michel Foucault und nutzt die wissenssoziologische Diskursanalyse nach Keller, ergänzt durch Ansätze der kritischen Diskursanalyse nach Jäger und Zimmermann.
Das Konzept dient als theoretischer Rahmen, um zu verstehen, wie Individuen dazu angehalten werden, sich permanent selbst zu optimieren und ihr Handeln an ökonomischen Effizienzkriterien auszurichten.
Zentrale Begriffe sind Eigenverantwortung, Gesundheit als soziales Konstrukt, Selbstoptimierung, Gouvernementalität und der Einfluss von Machtmechanismen auf das Gesundheitsverhalten.
Die Brigitte nutzt häufiger Anspielungen und rhetorische Figuren zur Sensibilisierung, während Men’s Health direktere, oft durch Todessymbolik angsteinflößende Ratschläge verwendet, um die männliche Zielgruppe zu erreichen.
Interessanterweise nehmen die Forderungen nach Eigenverantwortung bei lebensbedrohlichen Erkrankungen in beiden Medien tendenziell ab, wobei hier häufiger entlastende Argumente zugunsten einer ärztlichen Verantwortung angebracht werden.
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