Bachelorarbeit, 2015
33 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Reverse Logistik
2.1 Begrifflichkeiten und Definitionen
2.2 Bedeutung in der heutigen Zeit
3 Theorie der Standortplanung
3.1 Deskriptive Ansätze
3.2 Normative Ansätze
3.3 Standortplanung im Kontext der Reverse Logistik
4 Modelformulierung
4.1 Beschreibung des Warehouse-Location Problems
4.2 Mathematische Formulierung des Problems
4.2.1 Daten
4.2.2 Entscheidungsvariablen
4.2.3 Zielfunktion
4.2.4 Restriktionen
5 Beispielberechnungen
5.1 Beschreibung des Beispiels
5.2 Auswertung des Beispiels
6 Zusammenfassung und kritische Betrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Entwicklung und Implementierung eines linearen Optimierungsmodells zur kostenminimalen Standortplanung von Depots in einem Reverse-Logistik-Netzwerk. Mithilfe des Excel Solvers wird auf Basis eines fiktiven Beispiels untersucht, an welchen Standorten Depots errichtet werden sollten, um die Gesamtsystemkosten unter Berücksichtigung von Transport- und Fixkosten zu minimieren.
3.2 Normative Ansätze
Die normative Standorttheorie versucht unter Zuhilfenahme diverser Modelle ein bestimmtes Planungsproblem zu lösen und basierend darauf eine Standortempfehlung abzugeben. Unterschieden wird hierbei zwischen zwei Modelltypen: der Standortbestimmung in der Ebene und der Standortbestimmung in Netzen.
Modelle in der Ebene behandeln eine Anzahl n Kunden, welche über eine homogene Fläche verteilt sind. Jeglicher Punkt auf dieser Fläche kann hierbei als potentielles Depot bzw. Betriebsstandort betrachtet werden. Um die Lösung des Problems zu ermitteln werden transportkostenminimale Standorte bestimmt. Anfallende Transportkosten stehen dabei in einem proportionalen Verhältnis zur zu transportierenden Menge und zur zurücklegenden Entfernung.
Bei der Standortbestimmung in Netzen sind die zu beliefernden Kunden in einem Netz aus Knoten angesiedelt. Kanten, welche die Transportwege illustrieren, stellen das Verbindungselement zu den Knoten dar. Potentielle Standorte lassen sich mittels Verfahren der deskriptiven Standortplanung ermitteln. Jeder potentielle Standort unterliegt der Einbeziehung fixer und variabler Kosten sowie Kapazitätsbeschränkungen. Die Standorte sind so zu wählen, dass die fixen und variablen Kosten unter Berücksichtigung der Schranken minimiert werden.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Herausforderungen der nachhaltigen Logistik und führt in die Aufgabenstellung der kostenoptimierten Standortplanung mittels Excel Solver ein.
2 Reverse Logistik: Dieses Kapitel erläutert zentrale Begrifflichkeiten wie Closed Loop Supply Chains und Reverse Supply Chains sowie deren zunehmende ökologische und ökonomische Relevanz.
3 Theorie der Standortplanung: Hier werden deskriptive und normative Planungsansätze vorgestellt und der Bezug zur spezifischen Problematik der Reverse Logistik hergestellt.
4 Modelformulierung: Dieses Kapitel beschreibt mathematisch das unbeschränkte, mehrstufige Warehouse-Location Problem, inklusive der Definition von Daten, Entscheidungsvariablen, Zielfunktion und Nebenbedingungen.
5 Beispielberechnungen: Auf Basis eines fiktiven Logistik-Szenarios in Niedersachsen werden die erarbeiteten Modelle in den Excel Solver übertragen und die optimalen Depotstandorte identifiziert.
6 Zusammenfassung und kritische Betrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert kritisch über die Grenzen des Modells, wie etwa das Fehlen von Kapazitätsbeschränkungen in der Realität.
Reverse Logistik, Standortplanung, Warehouse-Location Problem, Optimierungsmodell, Excel Solver, Distributionszentrum, Transportkosten, Closed Loop Supply Chain, Supply Chain Management, Packmittel, Kostenminimierung, Netzplanung, Logistik, Nachhaltigkeit, Container.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung mathematischer Optimierungsmodelle für die Standortplanung von Depots innerhalb von Reverse-Logistik-Netzwerken.
Die zentralen Themen sind die Standorttheorie, die Modellierung von Logistiknetzwerken sowie die praktische Umsetzung von Optimierungsproblemen mit Softwarelösungen wie dem Excel Solver.
Das primäre Ziel ist es, ein lineares Modell zu entwickeln, welches die Gesamtkosten für den Transport und die Nutzung von Depots in einem Reverse-Logistik-System minimiert.
Es wird ein gemischt-ganzzahliges Optimierungsmodell angewendet, das auf theoretischen Grundlagen der Standortplanung (Warehouse-Location Problem) basiert.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen erarbeitet, gefolgt von der mathematischen Herleitung des Modells und einer anschließenden Beispielrechnung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Reverse Logistik, Depotstandortwahl, Kostenoptimierung und Warehouse-Location Problem geprägt.
Die Auswertung des Excel Solvers ergab unter Berücksichtigung der gegebenen Nachfragemengen und Transportkosten, dass diese Standorte die Gesamtkosten minimieren.
Die Nachfrage ist ein entscheidender Faktor, da eine Verschiebung der Kundenbedarfe die Rentabilität einzelner Standorte maßgeblich beeinflusst und eine Standortverlegung wirtschaftlich sinnvoll machen kann.
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