Bachelorarbeit, 2016
67 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Ziele der Arbeit
1.2 Struktur der Arbeit
2. Teil I: Ausgangslage „Hidden Champions“ vs. „Brands“
2.1 Definition „Hidden Champions“
2.2 Beispiele für „Hidden Champions“
2.3 Wann ist ein Unternehmen ein „Hidden Champion“ und wie grenzen sie sich von „Brands“ ab?
2.4 Strategien der „Hidden Champions“
2.5 Herausforderungen für „Hidden Champions“ bei der Personalgewinnung
2.6 Employer Branding
2.7 Zusammenfassung
3. Teil II: Auf den Spuren des Phänomens und ein Blick in die Praxis
3.1 Ansätze zur Erklärung der Markenbevorzugung bei der Arbeitgeberwahl
3.1.1 Arbeitgeberwahltheorien
3.1.2 Ökonomische Ansätze
3.1.3 Verhaltenswissenschaftliche Ansätze
3.2 Motivationstheorie nach Maslow
3.3 Die soziale Rolle
3.4 Der soziale Status und das Image
3.5 Relevant-Set-Konzept
4. „Hidden Champions“ vs. „Brands“ in der Praxis
4.1 Kleine Feldforschung
4.2 Kununu
4.3 Berufsanfänger-Studie
5. Strategien für „Hidden Champions“ im „war for talents“
5.1 Welche Chancen bieten „Hidden Champions“?
5.2 Unternehmenskultur der „Hidden Champions“
5.3 Das Prinzip der positiven Psychologie
5.4 ThyssenKrupp Steel / Manz Automation
5.5 Die AIR-Formel als Antwort auf den „war for talents“
5.6 Authentizität statt Entertainment
5.7 Zusammenfassung
6. Folgerungen
Die Arbeit untersucht den Statuskampf um prestigereiche Karrieren, wobei der Fokus auf dem Kontrast zwischen bekannten Großmarken („Brands“) und erfolgreichen, aber oft unbekannten Marktführern („Hidden Champions“) liegt. Ziel ist es, die Gründe für die Markenbevorzugung von Nachwuchskräften zu ergründen und Strategien aufzuzeigen, wie „Hidden Champions“ im „war for talents“ ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern können.
2.1 Definition „Hidden Champions“
Um die Problematik der Personalgewinnung für „Hidden Champions“, im Konkurrenzkampf mit „Brands“ analysieren zu können, ist es zunächst notwendig, sich ausgiebig mit den „Hidden Champions“ zu beschäftigen. Simon prägte den Begriff „Hidden Champions“ bereits Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts entscheidend. 1990 veröffentlichte er erstmals einen Artikel mit diesem Titel in einer Zeitschrift für Betriebswirtschaft. 1992 schaffte es dieser bis dahin völlig unbekannte Begriff gar bis in die Harvard Business Review. Das Wortspiel mit den Gegensätzen zwischen „Hidden“ (übersetzt: verborgen) und „Champion“ (übersetzt: Gewinner) wählte Simon bewusst, denn er wollte den Mythos transportieren, der diese in der Öffentlichkeit oftmals völlig unbekannten Unternehmen durch ihren „heimlichen Erfolg“ umgibt, zum Ausdruck bringen. Heute ist der Begriff „Hidden Champion“ national, wie international, längst ein etablierter Begriff, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, dass Simon sein Werk über die „Hidden Champions“ in 16 Sprachen veröffentlicht hat. Die „Absolution“ erhielt der Begriff, als er das erste Mal auf der Titelseite der „Business Week“ erschien. Das Konzept der „Hidden Champions“ ist im Vergleich zu den Anfängen der Etablierung des Begriffs noch relativ ähnlich. Was sich entscheidend gewandelt hat, ist die Rezeption der Konzepte. Insbesondere zu Beginn wurden die von Simon vorgestellten Strategien und Sichtweisen der „Hidden Champions“ in der Öffentlichkeit belächelt oder als „exotisch interpretiert“. Simon beschreibt, dass man viele Jahre mit den „Hidden Champions“ die Assoziation eines „Tüftlers“ verband, der mit einer extremen Spezialisierung auf ein Nischenprodukt seine Arbeit verrichtete. Dieses Vorgehen divergierte mit dem eingebrochenen Zeitalter der Globalisierung und Diversifikation und erschien aus diesem Grund, nicht zeitgemäß zu sein.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung mittelständischer Unternehmen für Deutschland und identifiziert das Rekrutierungsproblem dieser „Hidden Champions“ im Wettbewerb um Talente gegenüber bekannten „Brands“.
2. Teil I: Ausgangslage „Hidden Champions“ vs. „Brands“: Dieses Kapitel definiert den Begriff „Hidden Champions“, kontrastiert ihn mit Großkonzernen und analysiert die Herausforderungen bei der Personalgewinnung sowie die Rolle des Employer Brandings.
3. Teil II: Auf den Spuren des Phänomens und ein Blick in die Praxis: Hier werden theoretische Ansätze zur Markenbevorzugung bei der Arbeitgeberwahl vorgestellt, darunter Motivationstheorien, Konzepte sozialer Rollen und Status sowie Modelle zur Präferenzbildung.
4. „Hidden Champions“ vs. „Brands“ in der Praxis: Anhand einer kleinen Feldforschung und einer Analyse von Arbeitgeberbewertungsplattformen wie Kununu werden die theoretischen Annahmen auf ihre Praxistauglichkeit überprüft.
5. Strategien für „Hidden Champions“ im „war for talents“: Dieses Kapitel präsentiert konkrete Strategien zur Steigerung der Attraktivität, wie die Nutzung der Unternehmenskultur, positive Psychologie und gezielte Talentmanagement-Programme.
6. Folgerungen: Die abschließenden Überlegungen fassen die Ergebnisse zusammen und betonen die Notwendigkeit eines Umdenkprozesses sowohl bei den Unternehmen als auch bei der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Karriere und Prestige.
Hidden Champions, Brands, Employer Branding, Arbeitgeberwahl, Personalmarketing, War for talents, Unternehmenskultur, Prestige, Maslowsche Bedürfnispyramide, Soziale Rolle, Fachkräftemangel, Arbeitgeberattraktivität, Kununu, Personalbindung, Talentmanagement
Die Arbeit analysiert den Wettbewerb zwischen unbekannten, aber hochgradig erfolgreichen mittelständischen Unternehmen („Hidden Champions“) und bekannten Großkonzernen („Brands“) um qualifizierte Arbeitskräfte.
Die Arbeit deckt Themen wie Employer Branding, Personalmanagement, moderne Motivationstheorien sowie soziologische Aspekte wie Status, Image und Rollenverhalten bei der Arbeitgeberwahl ab.
Das Ziel ist es, zu verstehen, warum Bewerber trotz besserer individueller Entwicklungschancen bei „Hidden Champions“ häufig namhafte „Brands“ bevorzugen, und Strategien zu entwickeln, um dies zu ändern.
Es werden Literaturanalysen, eine explorative Feldforschung (anonyme Befragung) sowie die Analyse von Daten aus Arbeitgeberportalen (Kununu) und Beliebtheitsrankings für Berufsanfänger verwendet.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Hintergründe der Markenbevorzugung, die praktische Analyse von Unternehmensstrukturen und Unternehmenskulturen sowie die Darstellung von Strategien wie der AIR-Formel.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören „Hidden Champions“, „Employer Branding“, „War for talents“, „Prestige“ und die „Bedürfnispyramide nach Maslow“.
Die Arbeit argumentiert, dass Bewerber oft nach Prestige und externer Anerkennung streben, was durch bekannte Marken besser unterstützt wird, während „Hidden Champions“ aufgrund ihrer Unbekanntheit häufig gar nicht erst im „Relevant Set“ der Bewerber erscheinen.
Die „soziale Rolle“ beschreibt den Druck des sozialen Umfelds. Wenn das Umfeld eines Bewerbers Prestige und bekannte Marken erwartet, weichen Individuen oft davon ab, für einen unbekannten Mittelständler zu arbeiten, um soziale Sanktionen zu vermeiden.
Die Unternehmenskultur gilt als zentraler Wettbewerbsvorteil der „Hidden Champions“, da sie oft flache Hierarchien, hohe Eigenverantwortung und eine familiäre Bindung bietet, im Gegensatz zu bürokratischen Strukturen in Konzernen.
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