Masterarbeit, 2016
210 Seiten, Note: 2
I Einleitung
1 Forschungsthema
2 Aufbau der Arbeit
II Medien beziehungsweise Informationskanäle
1 Medienentwicklung
1.1 Digitalisierung
1.2 Veränderung der Gatekeeper-Funktion
1.3 Konvergenz
1.3.1 Konvergenz der Technologien
1.3.2 Konvergenz der Funktionen
1.3.3 Konvergenz der Unternehmen
1.4 Ökonomisierung
1.5 Zwischenfazit
2 Einnahmen
2.1 Fernsehen
2.1.1 Werbung
2.1.2 Gebühren
2.1.3 Pay-TV
2.2 Radio
2.2.1 Werbung
2.2.2 Gebühren
2.3 Zeitungen und Zeitschriften
2.3.1 Werbung
2.3.2 Einzelverkauf
2.3.3 Abonnement
2.3.4 Vermietung
2.4 Onlinemedien
2.4.1 Werbung
2.4.2 Paid Content
2.5 Crowdfunding
2.6 Zwischenfazit
III RezipientInnen beziehungsweise NutzerInnen
1 Paradigmen in der Mediennutzungsforschung
1.1 Rational Choice
1.2 Uses and Gratification Approach
1.3 Erweiterungen des Uses and Gratification-Ansatzes
1.4 Selective Exposure-Ansatz
1.5 Repertoire-Ansatz
1.6 SINUS-Milieutypologie
1.7 Zwischenfazit
2 Motive beziehungsweise Motivationen
2.1 Informatorischer Nutzen
2.2 Soziale Motive
2.3 Unterhaltung
2.4 Gewohnheit
2.5 Zwischenfazit
3 Mediennutzung im Wandel
3.1 Komplementarität
3.2 Substitution
3.3 Fragmentierung
3.4 Zwischenfazit
4 Kontakt mit beziehungsweise Konsum von Medien
4.1 Fernsehen
4.2 Radio
4.3 Zeitungen und Zeitschriften
4.4 Onlinemedien
4.5 Nicht-österreichische Daten und Korrelationen
4.6 Zwischenfazit
5 (K)ein Aufwand für den Aufwand
5.1 Zahlungs(un)willigkeit
5.2 Spendenbereitschaft
5.3 Toleranz von Werbung
5.4 Zwischenfazit
IV Erkenntnisinteresse
1 Problemstellung
2 Forschungsfragen und Hypothesen
2.1 Mediennutzung
2.2 Zahlung(un)willigkeit
2.3 Spendenbereitschaft
2.4 Toleranz von Werbung
V Operationalisierung
1 Methode
2 Pretest
3 Fragen und Indikatoren
3.1 Mediennutzung
3.2 Zahlungs(un)willigkeit, Spendenbereitschaft und Toleranz von Werbung
3.3 Personenbezogene und demographische Fragen
4 Feldphase
VI Ergebnisse
1 Mediennutzung
2 Zahlungs(un)willigkeit
3 Spendenbereitschaft
4 Toleranz von Werbung
VII Fazit
VIII Quellenangaben
1 Literaturverzeichnis
2 Internetquellen
3 Sekundärliteratur
Diese Arbeit untersucht, inwiefern RezipientInnen bereit sind, für journalistische Inhalte Aufwand zu betreiben. Dies umfasst sowohl finanzielle Zahlungen als auch die Aufmerksamkeit für Werbebotschaften sowie die Spendenbereitschaft für Crowdfunding-Projekte, wobei der Fokus auf der Rolle der Digitalisierung und den Präferenzen junger Menschen liegt.
1.2 Veränderung der Gatekeeper-Funktion
Eine Folge der Digitalisierung ist der Bedeutungsverlust des Journalismus, weil laut Ollrog (vgl. 2014, S. 118 – 119) die massenmediale Verbreitung von Informationen, „One-to-Many“ (Ollrog, 2014, S. 118), der Individualkommunikation, „One-to-One oder Many-to-Many“ (Ollrog, 2014, S. 118 – 119), gewichen ist. Privat kommuniziert wird im Internet über Netzwerke, auch über die Themen, über die JournalistInnen berichten. Allerdings wählen die InternetnutzerInnen die Themen je nach Interesse aus, und sie orientieren sich an Personen aus ihrem Online-Bekanntenkreis. Insofern wird in der Öffentlichkeit der Online-Netzwerke zwar partiell auf journalistische Medienprodukte zurückgegriffen, hergestellt wird Öffentlichkeit aber unabhängig vom Journalismus. Ihre Rolle als „Gatekeeper“ (Weigert, 2014, S. 249) haben die klassischen Massenmedien nach Ansicht von Weigert (vgl. 2014, S. 249) eingebüßt, weil NutzerInnen online in der Lage sind, selbst Beiträge zu gestalten und über soziale Netzwerke Informationen auszutauschen. Die UserInnen sind zwar keine professionellen JournalistInnen, sie können aber dennoch beobachten, berichten und kommentieren.
In dieser Forschungsarbeit geht es um den Aufwand, den NutzerInnen bereit sind, für journalistische Medienprodukte aufzubringen, das heißt für One to Many Kommunikation. Der Bedeutungsverlust dieser Kommunikationsform könnte dazu geführt haben, dass die von RezipientInnen empfundene Wertigkeit des Journalismus ebenfalls gesunken ist und Rezipierende somit journalistische Arbeit in geringerem Ausmaß honorieren würden. Denn InternetuserInnen sind nicht auf JournalistInnen angewiesen, um Informationen zu erhalten. Schließlich sind RezipientInnen online nicht mehr nur RezipientInnen – sie, die selbst KommunikatorInnen sind, füllen das Web mit ihren eigenen Inhalten.
I Einleitung: Definiert das Forschungsthema der Zahlungsbereitschaft für journalistischen Aufwand und erläutert den Aufbau der Arbeit.
II Medien beziehungsweise Informationskanäle: Analysiert die technologischen und ökonomischen Entwicklungen der Medien sowie verschiedene Erlösquellen.
III RezipientInnen beziehungsweise NutzerInnen: Untersucht theoretische Paradigmen der Mediennutzung, Motive und den Wandel der Mediennutzung.
IV Erkenntnisinteresse: Formuliert die forschungsleitenden Fragestellungen und Hypothesen zur Mediennutzung, Zahlungsbereitschaft und Werbetoleranz.
V Operationalisierung: Beschreibt die methodische Vorgehensweise, den Aufbau des Online-Fragebogens, den Pretest und die Feldphase.
VI Ergebnisse: Präsentiert die empirische Auswertung der 35 Forschungsfragen anhand der erhobenen Daten.
VII Fazit: Reflektiert die Ergebnisse und zieht Rückschlüsse auf die zukünftige Finanzierbarkeit von Journalismus.
Journalismus, Mediennutzung, Digitalisierung, Zahlungsbereitschaft, Crowdfunding, Werbetoleranz, Adblocker, Paid Content, Medienkonvergenz, Gatekeeper, Online-Medien, Medienrepertoire, Nutzermotive, Internet, Medienökonomie
Die Arbeit untersucht, unter welchen Bedingungen Nutzer bereit sind, einen Aufwand für journalistische Inhalte zu leisten, sei es durch finanzielle Zuwendungen oder Akzeptanz von Werbung.
Zu den Schwerpunkten zählen die ökonomischen Veränderungen der Medienbranche, die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Nutzerverhalten sowie die verschiedenen Finanzierungsformen des Journalismus.
Die zentrale Frage lautet, inwiefern Rezipienten bereit sind, für welche Form journalistischen Aufwands welchen Aufwand – finanziell oder durch Aufmerksamkeit – aufzubringen.
Es wird ein quantitativer Ansatz gewählt, der durch eine standardisierte Online-Befragung umgesetzt wird, um das Mediennutzungs- und Zahlungsverhalten der Zielgruppe zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Medienstrukturen und Nutzerverhalten sowie einen empirischen Teil, der die erhobenen Daten mittels Hypothesentests analysiert.
Die Kernbegriffe sind Journalismus, Zahlungsbereitschaft, Digitalisierung, Werbetoleranz, Adblocker-Nutzung, Medienkonvergenz und Crowdfunding.
Die Studie deutet darauf hin, dass die jüngere Zielgruppe der 18- bis 35-Jährigen eher mobil auf Informationen zugreift, während klassische, gedruckte Formate eher von älteren Personen genutzt werden.
Adblocker werden als Mittel zur Beeinflussung der Werbeeinnahmen von Online-Medien analysiert, wobei besonders die Bereitschaft zur Deaktivierung bei drohenden Einschränkungen (Paywalls) im Fokus steht.
Crowdfunding stellt eine alternative Form der Finanzierung dar, die insbesondere für investigative oder regionale Projekte relevant sein kann und die Partizipation der Nutzer fördert.
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