Forschungsarbeit, 2005
26 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Forschungsinteresse
1.1.1 Fallbeispiel: Urbact – ein EU-Initiiertes Städtenetzwerk
1.1.2 Aufbau der Abhandlung und methodisches Vorgehen
2 Forschungsergebnisse
2.1 Die Einbindung deutscher Kommunen in europäische Governancestrukturen
2.2 Funktionsweise und Anlass von Städtenetzwerken
2.2.1 Begriffsbildung und Funktionsweise: Was ist ein Städtenetzwerk?
2.2.2 Anlass: Warum Städtenetzwerke?
2.3 Das Programm Urban und seine Netzwerke
2.3.1 Die europäische Gemeinschaftsinitiative Urban
2.3.2 Das Deutsch-österreichische Urban-Netzwerk
2.3.3 Urbact
2.3.4 Urbact aus Sicht der Beteiligten
2.4 Städte, Städtenetzwerke und die Europäische Union
2.4.1 Die europäische Union als Netzwerkbildner
2.4.2 Netzwerk-Governance durch die Europäische Union
2.4.3 Abnehmende Gestaltungsspielräume der Nationalstaaten und die transnationale Vernetzung
2.4.4 Ausblick: Die Gemeinschaftsinitiative Urban einschließlich Urbact in der EU Strukturpolitik nach 2006
3 Schlussbetrachtungen
4 Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht das transnationale Städtenetzwerk "Urbact" als eine neuartige Form der Governance innerhalb der EU-Gemeinschaftsinitiative Urban. Dabei wird analysiert, welche Rolle die Europäische Kommission als Initiator einnimmt, welche Erwartungen Städte an eine solche Vernetzung haben und inwiefern diese transnationale Kooperation die traditionellen Gestaltungsspielräume der Nationalstaaten beeinflusst.
1.1.1 Fallbeispiel: Urbact – ein EU-Initiiertes Städtenetzwerk
Städtenetzwerke gibt es in den verschiedensten Ausführungen, was Größe oder Themengebiet betrifft. Eine besondere Form sind transnationale Städtenetzwerke. Kern beschreibt diese transnationalen Netzwerke, die hier am Beispiel Urbact der EU-Gemeinschaftsinitiative Urban genauer untersucht werden sollen, als „neuartige lokal-europäische Form von Governance“.
Kern macht zwei Tendenzen für Städtenetzwerke aus, die auch anhand der Städtenetzwerke in der Gemeinschaftsinitiative Urban veranschaulicht werden können:
Von der nationalen hin zur europäischen und transnationalen Ebene: Im Rahmen des Programms Urban I, das 1994 von der Europäischen Kommission speziell für städtische Aufgabenfelder geschaffen wurde, um kritische Situationen in ausgewählten Stadtquartieren zu analysieren und zu beseitigen, entstand für die deutschen und österreichischen Urban-Städte das Deutsch-österreichische Urban-Netzwerk. Diese erste Phase von Urban lief bis 1999 und brachte weitere Netzwerke hervor, die jedoch weitestgehend auf den nationalen Rahmen beschränkt sind. Die Fortsetzung von Urban I startete im Jahr 2000.
Spezialisierung: Urban II hat eine Laufzeit bis 2006 und entwickelte den Netzwerkgedanken, im Sinne der von Kern genannten zweiten Tendenz von Städtenetzwerken, weiter. Die transnationale Vernetzung innerhalb von Urban II trägt den Namen „Urbact“, vereint 14 spezialisierte transnationale Netzwerke und wird von der Europäischen Union als „einer der interessantesten Aspekte von Urban II“ benannt. Urbact läuft nun parallel zu den nationalen Urban-Netzwerken, die immer noch aktiv sind, da sich die Aufgabengebiete der Netzwerke nicht überschneiden.
1 Einleitung: Definiert das Forschungsinteresse am Fallbeispiel Urbact und erläutert die methodische Herangehensweise mittels Experteninterviews.
2 Forschungsergebnisse: Analysiert die Einbindung deutscher Kommunen in europäische Governancestrukturen sowie Funktionsweise, Anlass und Ausgestaltung von Netzwerken wie Urban und Urbact.
3 Schlussbetrachtungen: Reflektiert das Fazit, dass transnationale Städtenetzwerke trotz finanzieller Abhängigkeiten ein wichtiges Steuerungsinstrument für die EU darstellen, wobei die Verstetigung dieser Strukturen über 2006 hinaus eine zentrale Herausforderung bleibt.
4 Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten Primärquellen, Fachliteratur und Internetrecherchen auf, die dieser wissenschaftlichen Arbeit zugrunde liegen.
Urbact, Städtenetzwerke, Europäische Union, Stadtpolitik, Governance, Gemeinschaftsinitiative Urban, transnationale Vernetzung, Mehrebenensystem, Kommunen, Stadterneuerung, Strukturpolitik, Erfahrungsaustausch, Lobbyarbeit, EU-Förderung, lokale Krisengebiete.
Die Arbeit analysiert das transnationale Städtenetzwerk "Urbact" als Instrument europäischer Stadtpolitik und untersucht, wie sich Städte in diesen neuen Governance-Rahmen integrieren.
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der EU-Städtepolitik, der Funktionsweise transnationaler Netzwerke sowie dem Spannungsfeld zwischen lokaler Autonomie und europäischer Steuerung.
Ziel ist es, die Motive der Europäischen Kommission zur Netzwerkförderung offenzulegen und zu prüfen, welche Chancen und Risiken sich für die beteiligten deutschen Kommunen daraus ergeben.
Neben der Auswertung relevanter Fachliteratur und offizieller Dokumente stützt sich die Arbeit auf 18 leitfadengestützte Experteninterviews mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Einbindung deutscher Kommunen in europäische Strukturen, eine detaillierte Analyse der Netzwerke Urban und Urbact sowie eine Diskussion über die zukünftige EU-Strukturpolitik.
Die zentralen Begriffe sind Urbact, Städtenetzwerke, europäische Governance, Stadtentwicklung, EU-Strukturpolitik und der Erfahrungsaustausch zwischen den beteiligten Städten.
Die beteiligten Akteure beschreiben das Programm als theoretisch anspruchsvoll und ressourcenintensiv, da es hohen Zeitaufwand für Netzwerktreffen und die Erarbeitung innovativer Lösungen erfordert.
Während die Effizienz von Urbact anerkannt wird, kritisieren viele Länder und die Bundesregierung die administrative Last und den Verstoß gegen das Subsidiaritätsprinzip bei der Initiative Urban.
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