Bachelorarbeit, 2014
44 Seiten, Note: 1,7
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1 Motivation
2 Abgrenzung der Forschungsarbeit
2.1 Definition Information Overload
2.2 Unterschied Informationen/Daten
2.3 Definition Risiko
3 Methodische Vorgehensweise
4 Auswertung der Literatur
4.1 Ursachen des Information Overloads
5 Risiken der Datenüberflutung
5.1 Risiken der Datenüberflutung für die Gesellschaft
5.2 Risiken der Datenüberflutung für Wirtschaft
6 Schlussfolgerungen
Diese Bachelorarbeit untersucht die negativen Auswirkungen des Phänomens "Information Overload" (Datenüberflutung) auf die moderne Gesellschaft und Wirtschaft. Ziel ist es, die Ursachen dieses Phänomens zu systematisieren, Dysfunktionen in der kognitiven Informationsverarbeitung aufzuzeigen und einen kritischen Blick auf die daraus resultierenden Risiken wie Stress, Leistungsabfall und ineffiziente Entscheidungsstrukturen zu werfen.
2.1 Definition Information Overload
Information Overload (synonym: Informationsüberlastung, Informationsüberflutung) ist ein Phänomen, welches seinen Ursprung in der Medienbranche und Werbung hat, jedoch längst übergreifend auf andere Bereiche wirkt. Das Problem des Information Overloads ist heute in vielen Lebensbereichen/-situationen des Menschen wieder zu finden. Trotz der allgegenwärtigen Präsenz dieses Konstrukts hat sich die Wissenschaft nicht auf eine allgemein akzeptierte Definition einigen können (Volnhals und Hirsch 2008, S.51). Das Phänomen Informationsüberlastung wurde in verschiedenen Bereichen (Organisationstheorie, Marketing und Psychologie, etc.) intensiv erforscht (Kammerer et al. 2012, S.2). Aufgrund dieser unterschiedlichen Forschungskreise existieren mehrere Interessensschwerpunkte hinsichtlich des Phänomens (Bork 1994, S.57). Eppler und Mengis geben über die verschiedenen Interpretationen eine Übersicht:
„Within the research community this every day use of the term has lead to various constructs, synonyms and related terms as for example cognitive overload, sensory overload, communication overload, knowledge overload, or information fatigue syndrome. These constructs have been applied to a variety of situations, ranging from auditing, strategizing, business consulting management meetings to supermarket shopping to name but a few overload contexts” (Eppler und Mengis 2004, S.326).
1 Motivation: Einführung in das Phänomen der Informationsüberlastung, die Problematik der kognitiven Grenzen von Managern und die Relevanz des Themas im Informationszeitalter.
2 Abgrenzung der Forschungsarbeit: Definition der zentralen Begriffe, insbesondere die Abgrenzung von Informationen und Daten sowie eine präzise Risikodefinition.
3 Methodische Vorgehensweise: Erläuterung der Literaturanalyse basierend auf drei Kernpublikationen und der systematischen Suche nach weiteren relevanten Beiträgen.
4 Auswertung der Literatur: Kategorisierung der Ursachen für Information Overload in fünf Ebenen, darunter persönliche Faktoren, Organisationsdesign und technologische Einflüsse.
5 Risiken der Datenüberflutung: Detaillierte Untersuchung negativer Folgen, unterteilt in Individualkontext (Gesellschaft) und Organisationskontext (Wirtschaft), inklusive Stress, Zeitverlust und Fehlentscheidungen.
6 Schlussfolgerungen: Synthese der Ergebnisse, Identifikation von Widersprüchen in der bisherigen Forschung und Aufzeigen von Lücken für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen.
Information Overload, Datenüberflutung, Informationsgesellschaft, Informationsverarbeitung, kognitive Grenzen, Stress, Entscheidungsqualität, Informationshortung, Zeitverlust, E-Mail-Kommunikation, Organisationstheorie, Wissensverlust, dysfunktionales Verhalten, homo oeconomicus, Informationsmanagement.
Die Arbeit analysiert die negativen Auswirkungen von Informationsüberlastung (Information Overload) auf Individuen in der Gesellschaft sowie auf Entscheidungsprozesse in Unternehmen.
Die zentralen Themen umfassen die Definition des Information Overloads, die Abgrenzung von Daten und Informationen, die Ursachen für die Überflutung sowie deren Auswirkungen auf Leistung, Gesundheit und Kommunikation.
Das Ziel ist es, die vorhandenen Erkenntnisse zum Phänomen Information Overload aus der Literatur zusammenzuführen, Ursachen und Folgen zu systematisieren und Wissenslücken für künftige Forschung aufzudecken.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturanalyse, die durch Rückwärts- und Vorwärtssuche in wissenschaftlichen Datenbanken methodisch strukturiert wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Begriffe, die Analyse der fünf Ursachenkategorien für Überlastung sowie die detaillierte Betrachtung der individuellen und organisationalen Risiken.
Die wichtigsten Schlagworte sind Information Overload, Informationsverarbeitung, kognitive Grenzen, Entscheidungsqualität, Stress und Organisationskontext.
Die Differenzierung erfolgt unter Rückgriff auf die Semiotik, wobei Informationen als zweckorientiertes Wissen auf der pragmatischen Ebene verortet werden, während Daten als maschinenverarbeitbare Träger ohne notwendigen Bedeutungsinhalt gesehen werden.
Der Teufelskreis bezeichnet den Zustand, in dem eine Informationsüberlastung zu dysfunktionalem Verhalten (z.B. Informationshortung, Ignorieren relevanter Daten) führt, was wiederum die Entscheidungsqualität verschlechtert und den wahrgenommenen Stress weiter erhöht.
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