Examensarbeit, 2010
63 Seiten, Note: 2,0
A. Darstellung des pädagogischen Problems
A.1. Zum bisherigen Unterricht und Lernvoraussetzungen
A.2. Problematisierung des Befundes
B. Exkurs: Gender und pädagogische Konsequenzen
C. Die Lektüre des Briefes Mundus Novus von Amerigo Vespucci
C.1. Didaktische Begründung des ausgewählten Themas
C.2. Auswahl der Inhalte
C.3. Darstellung der Unterrichtsreihe
C.3.1. Tabellarischer Überblick
C.3.2. Didaktische Prinzipien der Unterrichtsreihe und Organisation
C.3.3. Arbeitsmaterial
C.3.4. Exemplarische Beschreibung eines Textblocks
D. Evaluation
D.1. Vorgehensweise
D.2. Darstellung und Besprechung der Ergebnisse
E. Fazit und Konsequenzen für die weitere Arbeit im Unterricht
Die Arbeit untersucht, wie durch die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Interessen bei der Lektüre von Amerigo Vespuccis Brief "Mundus Novus" die Motivation und das Interesse von Schülerinnen und Schülern einer zehnten Klasse am Lateinunterricht gesteigert werden können.
C. Die Lektüre des Briefes Mundus Novus von Amerigo Vespucci
Angesichts der Zusammensetzung des Kurses von 16 Schülern und vier Schülerinnen sowie der unter A.1. aufgezeigten Lernvoraussetzungen in meiner zehnten Klasse erschien mir die Gelegenheit günstig, am Ende des Schuljahres 2009/2010 – befreit vom Druck einer noch zu schreibenden Klassenarbeit – den Versuch einer geschlechtsdifferenzierten Unterrichtseinheit zu konzipieren mit dem Ziel, den altersgemäßen Bedürfnissen meiner Schülerinnen und Schüler, ihren Erwartungen an einen interessanten Lateinunterricht und meinen eigenen Vorstellungen einer anspruchsvollen und gleichzeitig attraktiven Unterrichtsgestaltung Genüge zu tun.
Während der Vorbereitung auf die Reihe stellte sich schnell heraus, dass das Thema Binnendifferenzierung im Lateinunterricht gerade in Kinderschuhen steckt und Veröffentlichungen dazu Mangelware sind. Zwar ist man sich der Heterogenität seiner Lerngruppe durchaus bewusst, „doch noch zu selten hat dies Konsequenzen für die Unterrichtsgestaltung“. Bislang richtete der Unterricht in seiner Planung nach einem fiktiven Durchschnittsschüler und dessen Leistungspotenzial. Die Unterrichtsreihe zu Amerigo Vespuccis Brief Mundus Novus sollte sich jedoch „der Heterogenität der Lerngruppe bewusst werden und ihr so weit wie möglich Rechnung tragen“.
A. Darstellung des pädagogischen Problems: Analyse der bestehenden Schwierigkeiten, Schülerinnen und Schüler für kanonische Lektüren zu motivieren, und Definition der Zielsetzung der Arbeit.
B. Exkurs: Gender und pädagogische Konsequenzen: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff Gender und dessen Bedeutung für eine moderne, geschlechtergerechte Pädagogik.
C. Die Lektüre des Briefes Mundus Novus von Amerigo Vespucci: Darstellung des Unterrichtskonzepts, das auf geschlechtsspezifische Differenzierung und projektorientierte Arbeit setzt.
D. Evaluation: Erläuterung der angewandten Evaluationsmethoden zur Messung von Akzeptanz, Motivation und Lernerfolg bei der Schülerschaft.
E. Fazit und Konsequenzen für die weitere Arbeit im Unterricht: Zusammenfassende Bewertung der Unterrichtsreihe und Ausblick auf zukünftige Optimierungsmöglichkeiten für den Lateinunterricht.
Lateinunterricht, Gender, geschlechterdifferenzierte Didaktik, Mundus Novus, Amerigo Vespucci, Binnendifferenzierung, Motivation, projektorientierte Gruppenarbeit, Heterogenität, Kompetenzentwicklung, Evaluation, Schülermotivation, fachdidaktische Konzepte, schülerzentrierter Unterricht, entdeckendes Lernen.
Die Arbeit beschreibt den Versuch, den Lateinunterricht in einer zehnten Klasse durch eine geschlechterdifferenzierte Herangehensweise bei der Lektüre von Amerigo Vespuccis Brief "Mundus Novus" attraktiver und motivierender zu gestalten.
Zentrale Themenfelder sind die Binnendifferenzierung im Fremdsprachenunterricht, die geschlechtsspezifische Förderung sowie die inhaltliche Erschließung neulateinischer Sachtexte.
Ziel ist es, ein Modell aufzuzeigen, wie unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessen von Jungen und Mädchen im gemeinsamen Klassenverband eine Steigerung der intrinsischen Lernmotivation erreicht werden kann.
Es handelt sich um einen praxisorientierten Ansatz der Aktionsforschung, bei dem Unterrichtsmethoden (projektorientierte Gruppenarbeit) konzipiert und anschließend mittels Fragebögen evaluiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Gender-Aspekten, die konkrete didaktische Planung der Unterrichtsreihe sowie die ausführliche Evaluation der Ergebnisse anhand von Diagrammen und Schülerfeedback.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gender-Didaktik, Binnendifferenzierung, schülerzentrierte Unterrichtsgestaltung und Motivationssteigerung im Lateinfach charakterisiert.
Der Text bietet eine hohe inhaltliche Relevanz mit Gegenwartsbezug, entlastet durch eine klare Strukturierung und ermöglicht durch sein Thema (Entdeckungen) vielfältige Anknüpfungspunkte für beide Geschlechter.
Sie dient als Vehikel, um durch abwechslungsreiche Arbeitsaufträge und individuelle Verantwortlichkeiten die Eigenaktivität und das Interesse der Schülerinnen und Schüler zu fördern.
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