Bachelorarbeit, 2016
102 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Relevanz
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Kultur
2.1.1. Die Wahrnehmbarkeit von Kulturen
2.1.2. Kulturelle Unterscheidbarkeit
2.1.3. Kultur als kohäsives Konstrukt
2.1.4. Interkulturalität
2.2. Kommunikation
2.2.1. Kommunikationsmodelle
2.2.2. Interkulturelle Kommunikation
2.2.2.1. Probleme der verbalen Ebene
2.2.2.2. Probleme der nonverbalen Ebene
2.2.2.3. Probleme der paraverbalen Ebene
2.2.2.4. Probleme der extraverbalen Ebene
3. Interkulturelle Kompetenz
3.1. Elemente interkultureller Kompetenz
3.2. Dimensionen interkultureller Kompetenz
3.2.1. Kognitive Dimension
3.2.2. Affektive Dimension
3.2.3. Verhaltensorientierte Dimension
3.3. Prozessmodelle
3.4. Interkulturelles Lernen
4. Interkulturelle Trainings
4.1. Historische Entwicklung und Zielgruppen
4.2. Lernziele interkultureller Trainings
4.3. Klassifikation interkultureller Trainings
4.3.1. Kulturübergreifend- didaktische Trainings
4.3.2. Kulturspezifisch-didaktische Trainings
4.3.3. Kulturübergreifend-erfahrungsorientierte Trainings
4.3.4. Kulturspezifisch-erfahrungsorientierte Trainings
4.4. Diskursanalytische Trainings
4.5. On- the- Job- Maßnahmen
4.6. E- Learning und E- Coaching
5. Ausgewählte Übungsmethoden
5.1. Kulturassimilatoren
5.2. Simulationen
5.2.1. BaFa- BaFa
5.2.2. Feldsimulationen
5.3. Kommunikations- und diskursanalytische Methoden
5.3.1. Linguistic Awareness of Cultures
5.3.2. Die Simulation authentischer Fälle
6. Erfolgsfaktoren und Gestaltungsaspekte der Konzeption interkultureller Trainings
7. Evaluation interkultureller Trainings
7.1. Ziele, Funktionen und Ebenen der Evaluation
7.2. Forschungsstand und Designs
7.3. Das Evaluationsmodell von Kirckpatrick
7.4. Evaluationsergebnisse: Wirksamkeit interkultureller Trainings
7.5. Problembereiche effektiver Evaluationen
8. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Relevanz interkultureller Kompetenz in einer globalisierten Welt und analysiert, wie diese gezielt durch interkulturelle Trainings gefördert werden kann. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie Trainingsprogramme einen messbaren Beitrag zur Verbesserung der Handlungsfähigkeit in interkulturellen Situationen leisten können, wobei der Schwerpunkt auf einer ganzheitlichen und methodisch fundierten Konzeption liegt.
2.1.1. Die Wahrnehmbarkeit von Kulturen
Die besondere Leistung, die dem vorgestellten Modell zukommt, liegt darin, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass sich die Wahrnehmbarkeit kultureller Charakteristika auf die Oberfläche der sozialen und materiellen Dimension von Kultur beschränkt, z.B. auf die Sprache, Kleidung oder die sozialen Umgangsformen, jedoch nicht auf die zugrundeliegenden mentalen Einstellungen erstreckt. Letztere werden Bolten folgend als „perceptas“ bezeichnet und verweisen als Zeichen auf die zugrundeliegenden kulturspezifischen Denk- und Handlungskonzepte, hier „conceptas“ genannt, z.B. die gesellschaftlichen Werte und Normen oder die vom Kollektiv als richtig empfundenen Verhaltensweisen. Dementsprechend stellt die Ebene der „perceptas“ im vorliegenden Modell die Rituale, Sitten und materiellen Ausprägungen einer Kultur dar, während die tieferliegende Ebene die Gründe und Ursachen für deren Entstehung liefert (vgl. Bolten 2003, zit. Nach: Erll/ Gymnich 2010, S. 24f.).
Auch Schein verweist in seinem Kulturverständnis auf die Probleme, die sich bezüglich der Wahrnehmbarkeit mentaler kulturspezifischer Handlungs- und Denksysteme ergeben, indem er Kultur in drei hierarchisch aufeinander aufbauende Ebenen untergliedert, deren Wahrnehmbarkeit und Bewusstseinsfähigkeit von der obersten zur untersten Ebene hin stetig abnimmt, sodass die unterste Dimension gänzlich im Unterbewusstsein der Mitglieder einer Kultur verankert ist und dementsprechend nicht bewusstseinsfähig ist (vgl. Schein 1985, zit. Nach: Podsiadlowski 2004, S. 7 f.). Bringt man die beiden genannten Vorstellungen nun in Zusammenhang miteinander, so ergibt sich folgende modellhafte Darstellung der Wahrnehmbarkeit kultureller Eigenheiten:
1. Einleitung: Dieses Kapitel begründet die hohe Relevanz interkultureller Kompetenz in modernen, global vernetzten Gesellschaften und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden grundlegende Konzepte wie Kultur als kohäsives Konstrukt und Kommunikation als mehrdimensionaler Prozess erarbeitet, um Missverständnisse in interkulturellen Interaktionen zu erklären.
3. Interkulturelle Kompetenz: Dieses Kapitel definiert interkulturelle Kompetenz als integratives Modell aus kognitiven, affektiven und verhaltensorientierten Dimensionen und beleuchtet das Konzept des interkulturellen Lernens.
4. Interkulturelle Trainings: Hier werden verschiedene Ansätze und Zielgruppen interkultureller Schulungen klassifiziert und die Notwendigkeit ganzheitlicher Trainingsprogramme hervorgehoben.
5. Ausgewählte Übungsmethoden: Das Kapitel stellt praxisnahe Methoden wie Kulturassimilatoren, Simulationen (z.B. BaFa-BaFa) und diskursanalytische Ansätze wie "Linguistic Awareness of Cultures" vor.
6. Erfolgsfaktoren und Gestaltungsaspekte der Konzeption interkultureller Trainings: Dieser Abschnitt analysiert, welche methodischen Faktoren (Zielgruppe, Lernziele) bei der Konzeption effektiver Trainings zwingend berücksichtigt werden müssen.
7. Evaluation interkultureller Trainings: Hier werden Evaluationsmodelle, wie das von Kirkpatrick, diskutiert und die Problematik der Wirksamkeitsprüfung in der Praxis sowie der Forschungsstand analysiert.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer kritischen Reflexion bei der Gestaltung und Evaluation interkultureller Trainings.
Interkulturelle Kompetenz, Interkulturelles Training, Kommunikation, Kulturverständnis, Akkulturation, Evaluationspraxis, Kulturspezifische Muster, Lernprozesse, Diskursanalyse, Simulationen, Interkulturelle Interaktion, Handlungskompetenz, Kultursensibilität, Personalentwicklung, Sprachhandeln.
Die Arbeit analysiert das Konzept der interkulturellen Kompetenz und untersucht, wie interkulturelle Trainings professionell konzipiert und evaluiert werden können, um die Zusammenarbeit in einer global vernetzten Gesellschaft zu verbessern.
Zu den Kernbereichen gehören theoretische Grundlagen von Kultur und Kommunikation, die Struktur interkultureller Kompetenz, verschiedene Klassifizierungen von Trainingsmethoden sowie die Herausforderungen bei deren Evaluation.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Trainingsprogramme über eine punktuelle Wissensvermittlung hinaus als ganzheitliche Maßnahmen gestaltet werden können, die nachhaltig zu einer interkulturellen Handlungsfähigkeit führen.
Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Literaturrecherche, die Einbeziehung verschiedener kulturwissenschaftlicher und lernpsychologischer Ansätze sowie eine kritische Reflexion bestehender Evaluationsmodelle und Trainingskonzepte.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Vorstellung verschiedener Übungsmethoden (didaktisch vs. erfahrungsorientiert) sowie die Analyse von Erfolgsfaktoren bei der Gestaltung und der wissenschaftlichen Überprüfung (Evaluation) solcher Trainings.
Wichtige Begriffe sind interkulturelle Kompetenz, Kommunikation, Trainingsdesign, Evaluation, Kultursensibilität und Handlungskompetenz.
Das CIPP-Modell dient als Beispiel für eine systematische Evaluationsmethodik, die verschiedene Untersuchungsfelder (Context, Input, Process, Product) abdeckt, um die Wirksamkeit von Trainingsmaßnahmen messbar zu machen.
Diese Methode wird hervorgehoben, weil sie als diskursanalytischer Ansatz eine hohe Praxisnähe aufweist und den Trainees ermöglicht, ihr kommunikatives Handeln anhand realer beruflicher Fallbeispiele kritisch zu reflektieren und anzupassen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

