Bachelorarbeit, 2014
18 Seiten, Note: 1,0
1 Semialgebraische Mengen
2 Projektionssatz von Tarski-Seidenberg
2.1 Relle Nullstellen von Polynomen
3 Folgerungen aus dem Projetionssatz
3.1 Angeordnete und reell abgeschlossene Körper
3.2 Quantorenelimination
3.3 Transferprinzip
3.4 Hilbert’s 17-tes Problem
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den Satz von Tarski-Seidenberg mithilfe der Methode der Hermite-Matrizen mathematisch rigoros zu beweisen. Darauf aufbauend werden weitreichende Konsequenzen dieser Theorie, wie die Quantorenelimination in reell abgeschlossenen Körpern und das Transferprinzip, hergeleitet, um schließlich eine Lösung für Hilberts 17. Problem zu präsentieren.
Definition 2.5 (Hermite-Matrix).
Sei p(t) ∈ R[t] normiertes Polynom vom Grad d, q ∈ R[t] ein beliebiges weiteres Polynom und νs(p, q) die zugehörige verallgemeinterte s-te Newtonsumme (0 ≤ s ≤ 2d − 2). Die symmetrische d × d Matrix
H(p, q) = (ν0(p, q) ν1(p, q) ... νd−1(p, q); ν1(p, q) ν2(p, q) ... νd(p, q); ...; νd−1(p, q) νd(p, q) ... ν2d−2(p, q))
heißt die verallgemeinerte Hermite-Matrix von p unter der Nebenbedingung q. Für q ≡ 1 erhalten wir die ("gewöhnliche") Hermite-Matrix.
1 Semialgebraische Mengen: Einführung in die Definition und grundlegende Eigenschaften von semialgebraischen Mengen sowie deren Normalform.
2 Projektionssatz von Tarski-Seidenberg: Detaillierte Herleitung und Beweis des Projektionssatzes unter Verwendung von Hermite-Matrizen und Methoden zur Zählung reeller Nullstellen.
2.1 Relle Nullstellen von Polynomen: Vorstellung von Methoden zur Bestimmung der Anzahl reeller Nullstellen von Polynomen unter Nebenbedingungen, insbesondere durch Newtonsummen.
3 Folgerungen aus dem Projetionssatz: Anwendung der zuvor entwickelten Theorie auf weiterführende algebraische Probleme.
3.1 Angeordnete und reell abgeschlossene Körper: Definition und Untersuchung der Struktur von angeordneten und reell abgeschlossenen Körpern.
3.2 Quantorenelimination: Nachweis, dass reell abgeschlossene Körper Quantorenelimination erlauben, basierend auf dem Projektionssatz.
3.3 Transferprinzip: Präsentation des Transferprinzips von Tarski-Seidenberg, das Aussagen zwischen reell abgeschlossenen Oberkörpern vermittelt.
3.4 Hilbert’s 17-tes Problem: Lösung von Hilberts 17. Problem bezüglich der Darstellung von positiv semidefiniten Polynomen als Summe von Quadraten rationaler Funktionen.
Satz von Tarski-Seidenberg, Semialgebraische Mengen, Hermite-Matrix, Quantorenelimination, Transferprinzip, Hilbert's 17. Problem, reell abgeschlossene Körper, Newtonsummen, Signatur, reelle Algebra, rationale Funktionen, Projektionssatz, Quadratsumme, reelle Nullstellen, Anordnung.
Die Arbeit befasst sich mit der reellen algebraischen Geometrie, speziell mit dem Beweis des Satzes von Tarski-Seidenberg und dessen Anwendung auf fundamentale mathematische Fragestellungen.
Die Arbeit behandelt semialgebraische Mengen, die Theorie der Hermite-Matrizen, die Eigenschaften angeordneter Körper sowie die Lösung von Hilberts 17. Problem.
Das primäre Ziel ist ein konstruktiver Beweis des Projektionssatzes von Tarski-Seidenberg mittels Hermite-Matrizen und die Anwendung dieser Resultate auf das Transferprinzip.
Es werden Methoden der linearen Algebra (insbesondere die Theorie der Hermite-Matrizen und Signaturen), algebraische Geometrie sowie klassische Beweistechniken wie das Zornsche Lemma verwendet.
Der Hauptteil umfasst die formale Definition semialgebraischer Mengen, den Beweis des Projektionssatzes, die Theorie der Newtonsummen und die Anwendung dieser Erkenntnisse auf die Quantorenelimination und das Transferprinzip.
Zentrale Begriffe sind der Projektionssatz, Hermite-Matrizen, reell abgeschlossene Körper und das Transferprinzip von Tarski-Seidenberg.
Das Motzkin-Polynom dient als explizites Gegenbeispiel dafür, dass ein positiv semidefinites Polynom nicht notwendigerweise eine Summe von Quadraten von Polynomen sein muss, was die Notwendigkeit rationaler Funktionen in Hilberts 17. Problem unterstreicht.
Die Arbeit fokussiert auf den konstruktiven Ansatz über Hermite-Matrizen, während sie ergänzend auf alternative Beweise durch Sturm’sche Ketten verweist.
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