Diplomarbeit, 2004
75 Seiten, Note: 1,6
1. EINLEITUNG
2. TRANSFERRESTRIKTIONEN IM EUROPÄISCHEN PROFIFUßBALL
2.1. Historische Entwicklung des Transferrechts
2.2. Theoretisches Modell zum Vergleich der verschiedenen Transfersysteme
2.2.1. Modellannahmen
2.2.2. Transferverhandlungen während der Spielerkarriere
2.2.3. Vertragsverhandlungen zu Beginn der Spielerkarriere
2.2.3.1. Gleichgewichtige Vertragslänge
2.2.3.2. Gleichgewichtiger Spielerlohn
2.2.4. Trade-Off zwischen Heterogenität und Moral-Hazard
2.3. Empirische Analyse
2.3.1. Beschreibung der Daten
2.3.2. Test der Theoretischen Ergebnisse
2.3.3. Bemerkungen
2.4. Zusammenfassung und Ausblick
3. VERMARKTUNG DER TV-RECHTE IM EUROPÄISCHEN PROFIFUßBALL
3.1. Einzel- vs. Zentralvermarktung – Aktueller Hintergrund
3.2. Theoretisches Modell zum Vergleich der Vermarktungsstrategien
3.2.1. Modellannahmen
3.2.2. Teaminvestitionen im Gleichgewicht
3.2.2.1. Einzelvermarktung
3.2.2.2. Zentralvermarktung
3.2.3. Wohlfahrtsanalyse
3.2.3.1. Wohlfahrtsniveau bei Einzel- und Zentralvermarktung
3.2.3.2. Eine Liga mit zwei Teams
3.2.3.3. Große Ligen
3.2.4. Erweiterungen des Modells
3.2.4.1. Teamspezifische Einnahmequellen
3.2.4.2. Weitere Aspekte
3.3. Zusammenfassung und Ausblick
4. SCHLUSSBEMERKUNGEN
Die Diplomarbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen von Regulierungen im europäischen Profifußball, wobei der Fokus primär auf der Gestaltung von Transfersystemen und Vermarktungsstrategien für Fernsehrechte liegt, um deren Einfluss auf Spielerverträge, Einnahmen und die soziale Wohlfahrt zu analysieren.
2.2.1. Modellannahmen
In dem Modell interagieren drei Akteure. Ein Spieler p, der in einem Club i seine Karriere beginnt und im Laufe seiner Karriere zu einem neuen Club n wechselt, falls sich ein Wechsel für alle drei Akteure lohnt. Zum Zeitpunkt -1 verhandelt der Spieler mit Club i über einen Vertrag, der Vertragsdauer (T) und Spielergehalt (W) enthält. Mit der Annahme effizienter Verhandlungen und symmetrischer Information, maximiert dieser Vertrag den gemeinsamen Überschuss von Club i und dem Spieler. Die Spielerleistung (e), gemessen pro Zeiteinheit, ist vom Potential des Spielers (e0) und der Vertragslänge T abhängig, wobei die Leistung mit dem Potential steigt und mit der Vertragslänge sinkt.
Dass die Leistung des Spielers mit seinem Potential steigt ist offensichtlich, dass sie in der Vertragslänge sinkt, liegt an einer möglichen Leistungszurückhaltung aufgrund von Moral-Hazard. Zur Vereinfachung soll e(e0,T) = e0 - 1/2T² gelten. Die Spielerleistung ist zugleich die Produktivität (monetärer Überschuss), die der Spieler in dem Verein erzielt.
Zum Zeitpunkt 0 beginnt der Spieler auf der Basis, des in -1 geschlossenen Vertrages seine Karriere bei Club i. Mit Wahrscheinlichkeit g∈(0,1) tritt zum Zeitpunkt t∈(0,1) ein Schock auf, der das Leistungsniveau des Spielers bei einem Wechsel zu einem neuen Club (Club n) auf e_max = γ e0 (γ >1) pro Zeiteinheit erhöht. Dies bedeutet, dass bei Auftreten des Schocks ein Wechsel, unabhängig vom Ausgangsvertrag zwischen Club i und dem Spieler, zu Stande kommt, da jeder Akteur von einem Wechsel profitiert.
1. EINLEITUNG: Einleitung in die ökonomische Relevanz des europäischen Profifußballs und Abgrenzung der zwei zentralen Themenbereiche: Transfersysteme und Vermarktung von TV-Rechten.
2. TRANSFERRESTRIKTIONEN IM EUROPÄISCHEN PROFIFUßBALL: Theoretische Untersuchung und empirische Analyse der Auswirkungen unterschiedlicher Transfersysteme auf ökonomische Variablen wie Gehälter und Ablösesummen.
3. VERMARKTUNG DER TV-RECHTE IM EUROPÄISCHEN PROFIFUßBALL: Wohlfahrtsökonomische Analyse und Vergleich der Einzel- gegenüber der Zentralvermarktung von Fernsehrechten in europäischen Fußballligen.
4. SCHLUSSBEMERKUNGEN: Fazit der Arbeit mit einem Hinweis auf weiterführende Forschungspotenziale im Bereich der Stadionfinanzierung und globalen Vermarktungsstrategien.
Profifußball, Transferrecht, Bosman-Urteil, Transfersysteme, Fernsehrechte, Zentralvermarktung, Einzelvermarktung, Wohlfahrtsökonomie, Spielergehälter, Spielerverträge, Moral-Hazard, Investitionsanreize, Fußball-Bundesliga, ökonomische Analyse, Sponsoring.
Die Arbeit analysiert zentrale ökonomische Strukturen des europäischen Profifußballs, insbesondere die Auswirkungen von Regulierungen auf Spielertransfers und die Vermarktung von Fernsehrechten.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Auswirkungen des Transferrechts auf ökonomische Variablen sowie auf die wohlfahrtsökonomische Bewertung unterschiedlicher Vermarktungsmodelle für TV-Rechte.
Das Ziel ist es, mittels theoretischer Modelle und empirischer Daten zu prüfen, wie verschiedene Transfersysteme und Vermarktungsstrategien das Verhalten von Vereinen und Spielern beeinflussen.
Die Arbeit nutzt hauptsächlich ökonomische Modellbildung (vertragstheoretische Ansätze) kombiniert mit einer empirischen Analyse von Daten der deutschen Fußball-Bundesliga.
Im Hauptteil werden Transfersysteme, das "Moral-Hazard"-Problem bei Spielerverträgen, die Auswirkungen von TV-Vermarktung auf die soziale Wohlfahrt sowie spezifische Modellannahmen detailliert diskutiert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Transfersysteme, Zentralvermarktung, Wohlfahrtsökonomie, Spielergehälter und Moral-Hazard.
Das Urteil führte zu einer wesentlichen Veränderung des Transfersystems, die in der Arbeit als "System B" modelliert und empirisch gegen das vorherige "System P" getestet wird.
Der Effekt tritt auf, weil Vereine bei einer kollektiven Einnahmenverteilung weniger Anreize haben, in ihre Mannschaft zu investieren, da sie die wirtschaftlichen Vorteile nicht mehr vollständig internalisieren können.
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