Masterarbeit, 2016
72 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
2 Was ist Geld?
2.1 Einordnung des Geldbegriffs
2.2 Philosophie, Wert und Wesen des Geldes
3 Währungssysteme gestern und heute
3.1 Der Tausch
3.2 Edelmetall gedeckte Währungen
3.3 Die Frage nach der Gerechtigkeit
3.4 Zentralisierung geldpolitischer Instanzen
3.5 Die Rolle des Staates
3.6 Die Rolle der Banken
3.7 Regionale Währungen
4 Bankensysteme im Wandel
4.1 Digitalisierung der Bankenbranche
4.2 Die Evolution virtueller Währungen
4.3 Finanzinnovationen der Zukunft
5 Kryptowährungen und Kryptoökonomie
5.1 Werthaltigkeit von Kryptowährungen
5.2 Rechtliche Einordnung von Kryptowährungen
5.3 Chancen und Risiken für den Finanzsektor
5.4 Edelmetall gedeckte Kryptowährungen
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung von Edelmetall gedeckten Online-Währungen als Zahlungsmittel und analysiert, inwiefern dezentrale, digitale Systeme als Alternative oder Ergänzung zu bestehenden Währungssystemen fungieren können, unter Berücksichtigung der Dynamik zwischen Real- und Finanzwirtschaft.
3.2 Edelmetall gedeckte Währungen
Im Vergleich zu Edelmetallen wird die Komplexität moderner Währungen erst vollumfänglich ersichtlich. Die Beschreibung von Edelmetallen ist schnell abgehandelt. Ein Metall, beispielsweise Silber, lässt sich klar von anderen Edelmetallen abgrenzen. Es ist einfach beschreibbar, seine Farbe, Masse, elektrische und thermische Leitfähigkeit sind umfassend dokumentiert. Kurzum: Es ist physikalisch beschreibbar und eine leicht fassliche Materie. Geld hingehen, wie es heutzutage genutzt wird - als Phänomen der modernen Zivilisation - ist wesentlich abstrakter.
In Zeiten der Gold- und Silberwährungen bildeten Edelmetalle den am besten eintauschbaren Teil des Eigentums. Sie waren (fast) problemlos zu lagern, in kleinen Mengen nutzbar, durch ihre Seltenheit knapp und dadurch wertvoll. Da Gold und Silber in jeglicher Form als (greifbare) Waren gesehen werden können, konnte die Symmetrie des Tauschaktes damit jederzeit hergestellt werden. Edelmetallwährungen sind auch in der (durch das Papier- und Digitalgeld dominierenden) Wirtschaftswelt, im Gegensatz zu der Vielzahl an verschiedenen Geldern, eine weltweit handelbare Geldform. Für die einen ist Gold das dem Geld am nächsten stehende aller Güter und der beste zur Verfügung stehende Wertmaßstab. In den Augen vieler ist der Goldstandard jedoch nur ein Kompromiss, jedoch immerhin „das am wenigsten mangelhafte System.“
Bis zum Jahr 1973 wurde der amerikanische Dollar gesetzlich zu einem definierten Prozentsatz durch physisches Gold unterlegt, um dessen Werthaltigkeit sicherzustellen. Der Nachteil, der sich daraus ergab, war der Politik ein Dorn im Auge. Denn für den Fiskus ist eine begrenzte Möglichkeit der Geldschöpfung keine Option. So schloss der damalige US-Präsident Nixon das sogenannte Goldfenster und hob die Bindung an das Edelmetall auf. Die größte Hürde für den materialintensiven Vietnamkrieg war genommen. Die bis dato existente Edelmetallbindung wurde seit dem durch die Bindung an die Leistungsvermögen der Menschen (Kreditgeld) ersetzt.
1 Einführung: Die Einleitung thematisiert den Wandel des Geldes hin zu einer zunehmenden Digitalisierung und Virtualisierung und stellt die Forschungsfrage nach der Eignung Edelmetall gedeckter Online-Währungen.
2 Was ist Geld?: Dieses Kapitel nähert sich einer Definition von Geld aus verschiedenen Blickwinkeln, untersucht die Unterscheidung zwischen Staats- und Wirtschaftsgeld und beleuchtet philosophische Aspekte des Zinses und des Geldes.
3 Währungssysteme gestern und heute: Hier werden historische Tauschmechanismen, die Rolle von Edelmetall gedeckten Währungen, die Bedeutung von Zentralbanken und staatlicher Einflussnahme sowie alternative regionale Währungen analysiert.
4 Bankensysteme im Wandel: Dieses Kapitel behandelt die Herausforderungen für Banken durch Digitalisierung, neue Fintech-Konkurrenten und die Evolution virtueller Währungen innerhalb des modernen Bankensektors.
5 Kryptowährungen und Kryptoökonomie: Fokus auf die technologische Basis von Kryptowährungen (Blockchain/DLT), ihre rechtliche Einordnung, ihre Chancen und Risiken sowie die spezielle Diskussion um Edelmetall gedeckte Kryptowährungen.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Abschließende Betrachtung der Erkenntnisse über das Potenzial dezentraler Systeme und die Rolle von Innovationen in einem sich wandelnden Finanzumfeld.
Geld, Kryptowährung, Edelmetall, Goldstandard, Blockchain, Distributed Ledger Technologie, Kryptoökonomie, Zentralbank, Kreditgeld, Digitalisierung, Finanzinnovation, Finanzsektor, Regiogeld, Währungspolitik, Tauschwert
Die Arbeit untersucht das Phänomen von Edelmetall gedeckten Kryptowährungen als moderne Finanzinnovation und deren potenzielle Rolle als Alternative oder Ergänzung zum aktuellen Geldsystem.
Die zentralen Felder umfassen die Definition des Geldbegriffs, die Analyse historischer und aktueller Währungssysteme, den digitalen Wandel der Bankenwelt sowie die Funktionsweise und ökonomischen Auswirkungen von Krypto-Technologien.
Ziel ist es zu hinterfragen, ob Edelmetall gedeckte Währungen auf Basis kryptografischer Technologie das Potenzial haben, die Sicherheit und Werthaltigkeit in einem volatilen Finanzumfeld zu erhöhen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender geldtheoretischer Konzepte, historischer Entwicklungen und einer Untersuchung aktueller digitaler Finanzinnovationen.
Der Hauptteil analysiert die Definition von Geld, die Funktionsweise von Währungssystemen, den technologischen Wandel im Bankensektor durch Digitalisierung sowie die Potenziale und rechtlichen Rahmenbedingungen der Kryptoökonomie.
Zu den prägenden Begriffen zählen Geld, Kryptowährung, Edelmetall-Deckung, Blockchain, Distributed Ledger Technologie, Zentralbank und Finanzinnovation.
Die Arbeit diskutiert dies, um zu prüfen, ob die historische Stabilität von Edelmetallen dazu beitragen kann, das Vertrauen in die immateriellen und technisch komplexen modernen Kryptowährungen zu stärken.
Die Blockchain wird als disruptive Technologie bewertet, die durch dezentrale Transaktionsverarbeitung und Konsensmechanismen das Potenzial hat, die Rolle von Intermediären wie Banken im Zahlungsverkehr fundamental zu verändern.
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