Bachelorarbeit, 2016
96 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Das Referendariat
2.2 Probleme der Lehrerausbildung
2.3 Die Lehrerausbildung in der Schweiz
2.4 Das Belastungsempfinden
2.5 Belastung von Referendaren
2.6 Zur Bedeutung von Persönlichkeitsmerkmalen
2.7 Die Kompetenzentwicklung angehender Lehrkräfte
2.8 Fragestellungen und Hypothesen
3 Methode
3.1 Ein- und Ausschlusskriterien für Literatur
3.2 Literaturrecherche und -selektion
3.3 Beschreibung der selektierten Studien
4 Ergebnisse
4.1 Hypothese 2
4.2 Hypothese 3
4.3 Hypothese 4
4.4 Hypothese 1
5 Diskussion
5.1 Hypothese 2
5.2 Hypothese 3
5.3 Hypothese 4
5.4 Hypothese 1
5.5 Grenzen dieser Arbeit und Vorschläge für zukünftige Forschung
5.6 Theoretische und praktische Implikationen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Belastungsempfinden von angehenden Lehrkräften während des Referendariats. Ziel ist es, die Entwicklung der psychischen Belastung in dieser Phase zu analysieren, spezifische Belastungsfaktoren zu identifizieren, den Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen zu untersuchen und einen Vergleich zu erfahrenen Lehrkräften sowie schweizerischen Berufseinsteigern zu ziehen, um Anstöße für Präventions- und Unterstützungsangebote zu geben.
1 Einleitung
Es wird von der Öffentlichkeit zumeist angezweifelt, dass der Lehrberuf einen der anstrengendsten Berufe darstellt. Schüler haben oft den Eindruck, dass der Lehrer lediglich vor der Klasse steht, Fragen stellt und darüber hinaus nichts Großartiges zu leisten hat. Zu diesem Eindruck tragen meist auch noch die Eltern der Schüler bei, die den Lehrkräften belastende Aufgaben absprechen sowie die kurze Arbeitszeit und die langen Ferien betonen. Tatsächlich sind es jedoch vor allem die Berufe aus dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie aus den Bereichen Erziehung und Unterricht, die von einem Burnout betroffen sind (Meyer, Stallauke & Weirauch, 2011, S. 267).
Diese drastischen Werte geben zu denken, wenn man sich vor Augen führt, dass diese starke Belastung nicht erst mit dem Berufseinstieg einhergeht. Wenn schon für erfahrene Lehrkräfte solche Ausmaße psychischer Belastung festgestellt werden, wie hoch müssen sie dann für Referendare sein, die neben den gewöhnlichen Anforderungen des Lehrberufs auch noch Prüfungen, Unterrichtsbesuche und den sogenannten Praxisschock zu bewältigen haben? Die folgenden Artikelausschnitte geben eine vorläufige Antwort auf diese Frage.
Müller erzählt von seinem Referendariat wie andere von einer Lebenskrise. „Ich bin ein belastbarer Mensch, aber das hat mich wirklich an die Grenze gebracht“, sagt er. Das größte Problem bei der Umstellung des Referendariats sei die Verkürzung, über die er sich am Anfang so gefreut hatte. „Es herrscht ein wahnsinniger Organisations- und Zeitdruck. Das ist furchtbar. Ich kenne keinen Kollegen, der darüber nicht gestöhnt hätte.“ […] Das Referendariat wurde verkürzt, die Zahl der Lehrproben blieb aber die gleiche. Lehrproben, so war das auch früher schon, werden von Referendaren als eine Art Schauspiel erlebt, das mit normalem Unterricht nichts zu tun hat. „Die Vorbereitung darauf ist unglaublich intensiv. 30 Zeitstunden muss man einplanen, es ist absurd“, erzählt der ehemalige Referendar Müller. (Beer, 2014)
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die öffentliche Wahrnehmung des Lehrberufs und stellt die hohe psychische Belastung sowie das Burnout-Risiko heraus, wobei der Fokus insbesondere auf der kritischen Phase des Referendariats liegt.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert das Referendariat, die Lehrerausbildung und theoretische Stressmodelle, um das notwendige Hintergrundwissen für die Analyse des Belastungsempfindens bereitzustellen.
3 Methode: Hier werden die Kriterien für die Literaturrecherche und -selektion dargelegt sowie die für die Untersuchung herangezogenen Studien systematisch beschrieben.
4 Ergebnisse: Die zentralen Befunde der Studien werden in diesem Abschnitt den aufgestellten Hypothesen zugeordnet und detailliert ausgewertet.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet, mit den Ausgangshypothesen abgeglichen und um eine Reflexion der Grenzen sowie praktische Implikationen ergänzt.
Referendariat, Belastungsempfinden, Lehrerberuf, Praxisschock, Burnout, Stress, Transaktionale Stresstheorie, Persönlichkeitsmerkmale, Kompetenzentwicklung, Lehrerausbildung, psychische Beanspruchung, Unterrichtsbelastung, Berufseinsteiger, Lehrergesundheit, Beratung.
Die Arbeit untersucht das Belastungsempfinden von Referendaren im Vorbereitungsdienst und analysiert, wie sich dieses im Verlauf der Ausbildung verändert.
Zentrale Themen sind die psychische Belastung im Lehrberuf, der Einfluss der Ausbildungssituation, die Rolle von Persönlichkeitseigenschaften sowie der Vergleich mit erfahrenen Lehrkräften.
Das primäre Ziel ist es, die Entwicklung der Belastung bei Referendaren nachzuvollziehen, spezifische Belastungsfaktoren zu identifizieren und die Rolle individueller Ressourcen und Kompetenzen zu klären.
Es handelt sich um ein systematisches Review, in dem ausgewählte Studien zur Lehrerbelastung analysiert, verglichen und auf Basis verschiedener Hypothesen interpretiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine methodische Beschreibung, die Darstellung der Ergebnisse bezogen auf vier Hypothesen sowie eine kritische Diskussion der Befunde.
Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Referendariat, Belastungsempfinden, Stressprävention, Burnout-Syndrom und die Entwicklung der pädagogischen Handlungskompetenz.
Die Arbeit stellt heraus, dass die Schweiz oft eine einphasige, praxisintegrierte Ausbildung ohne das deutsche Zweite Staatsexamen und den damit verbundenen hohen Prüfungsdruck des Referendariats vorsieht.
Studien zeigen, dass neurotische Persönlichkeitszüge das Belastungsempfinden tendenziell erhöhen, während Ressourcen wie emotionale Stabilität oder Extraversion einen moderierenden, entlastenden Effekt haben können.
Dieser Anstieg korreliert oft mit der Zunahme von eigenverantwortlichem Unterricht und dem Näherrücken der intensiven Prüfungsphasen, die als besonders belastende Faktoren identifiziert wurden.
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