Bachelorarbeit, 2014
121 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Rahmenbedingungen des Kommunikationswettbewerbs
2.1 Veränderung des Kommunikationsangebotes
2.2 Veränderung auf Seiten der Kommunikationsnachfrager
3 Auswirkungen auf den Kommunikationswettbewerb
4 Austauschbarkeit der Werbeauftritte
5 Emotionen in der Werbung
5.1 Zum Begriff des emotionalen Werbeinhalts
5.2 Funktion emotionaler Werbeinhalte
5.3 Bedeutung und Wirkung emotionaler Werbeinhalte
5.3.1 Einsatz emotionaler Werbeinhalte aus Sicht der Persuasionsforschung
5.3.2 Einsatz emotionaler Werbeinhalte aus marketingstrategischer Sicht
6 Emotionspsychologische Grundlagen
6.1 Emotion als Forschungsgegenstand
6.2 Emotionstheorien
6.3 Methoden der Emotionsmessung
7 Methode zur Erfassung emotionaler Kommunikations-inhalte
8 Verbale Kommunikation von Emotionen
9 Visuelle Kommunikation von Emotionen
9.1 Anzeigenformat
9.2 Typografie
9.3 Bilder
9.3.1 Der Bildüberlegenheitseffekt
9.3.2 Aktivierende Reize in der Printwerbung
9.3.3 Kategorien visueller Elemente
9.3.4 Die Rolle nonverbaler Kommunikation
9.3.5 Kamerastandpunkt und Kameraperspektive
9.4 Farben
9.4.1 Vorstellung der verschiedenen Farbwirkungen
9.4.2 Ausgewählte Farbportäts
9.4.3 Synästhesie
10 Emotionskategorien
11 Durchführung der Analyse
11.1 Automobilwerbung im Wandel der Zeit
11.2 Auswahl der zu analysierenden Printanzeige
11.3 Der Audi-Konzern
11.4 Vorgehensweise
11.5 Analyse des Branchenbildes
11.6 Ganzheitliches Vorgehen zur Analyse der Printanzeige
11.7 Analytisches Vorgehen zur Analyse der Printanzeige
11.7.1 Analyse der zentralen Bildelemente
11.7.2 Analyse der dominanten Farben
11.7.3 Analyse der Sprache und der Typografie
11.7.4 Analyse des Zusammenwirkens von Bildern und Text
11.7.5 Anzeigenformat
12 Fazit
Ziel der Arbeit ist es, den von Erika Woll entwickelten und mittlerweile veralteten Analyseansatz für emotionale Werbeinhalte kritisch zu überprüfen, an aktuelle Rahmenbedingungen anzupassen und diesen durch eine aktualisierte, innovative Analyse-Methodik zu ergänzen, um der heutigen Informationsflut und den veränderten Marktgegebenheiten gerecht zu werden.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Werbung ist überall. Sie ist allgegenwärtig. Die heutige Werbedichte ist so gewaltig, dass jeder Konsument pro Tag mit etwa 3000 Werbebotschaften konfrontiert wird (Scheier, 2006) - egal ob im Fernsehen, Radio, Internet oder im Rahmen der Printwerbung. Die steigende Reizüberflutung durch immer mehr Medienangebote und Werbung macht es Unternehmen zunehmend schwerer, ihre Werbebotschaften zu platzieren: Denn die menschliche Aufmerksamkeit ist biologisch begrenzt (Kroeber-Riel & Esch, 2011).
Aufgrund von Phänomenen wie zunehmendes Wachstum des Informationsangebotes und daraus resultierender Informationsflut, verstärkte Sättigung des Marktes sowie immer größere Austauschbarkeit von Produkten, besteht die Herausforderung der Unternehmen darin, sich von den konkurrierenden Unternehmen abzuheben. Ziel eines erfolgreichen Unternehmens muss es folglich sein, durch wirkungsvolle Werbemaßnahmen Wettbewerbsvorteile zu schaffen und so ein aus Sicht des Kunden wahrgenommenes alleiniges Leistungsmerkmal zu generieren. Der Einsatz von Emotionen in der Werbung wird in diesem Zusammenhang als eine Möglichkeit angesehen, die Aufmerksamkeit des Konsumenten zu erreichen und sich letztendlich von der Konkurrenz abzuheben.
1 Einleitung: Hinführung zur Problemstellung der Reizüberflutung und Definition des Forschungsziels, den Analyseansatz von Erika Woll zu aktualisieren.
2 Rahmenbedingungen des Kommunikationswettbewerbs: Diskussion des Wandels von Medien und Zielgruppen sowie der daraus resultierenden Informationsflut.
3 Auswirkungen auf den Kommunikationswettbewerb: Analyse der Folgen wie Abstumpfung und Meidungsverhalten der Konsumenten.
4 Austauschbarkeit der Werbeauftritte: Untersuchung des Problems der stereotypen Gestaltung, die eine Differenzierung vom Wettbewerb erschwert.
5 Emotionen in der Werbung: Theoretische Einordnung der Begriffe und Funktionen emotionaler Werbeinhalte in der Persuasionsforschung und Marketingstrategie.
6 Emotionspsychologische Grundlagen: Definition von Emotionen und Vorstellung relevanter Theorien sowie Messmethoden.
7 Methode zur Erfassung emotionaler Kommunikations-inhalte: Herleitung des kombinierten, zweistufigen Analyseansatzes.
8 Verbale Kommunikation von Emotionen: Analyse der emotionalen Wirkung von Sprache, Headlines und Slogans.
9 Visuelle Kommunikation von Emotionen: Eingehende Betrachtung von Bildern, Farben, Typografie und Kameraperspektiven als zentrale emotionale Reizträger.
10 Emotionskategorien: Einführung der Kategorisierung zur systematischen Klassifizierung emotionaler Inhalte.
11 Durchführung der Analyse: Exemplarische Anwendung des neuen Analyseansatzes anhand einer Printanzeige aus der Automobilindustrie (Audi TTS Coupé).
12 Fazit: Zusammenfassende Interpretation und Bestätigung der Validität des erweiterten Analyseansatzes.
Emotionen, Werbung, Printwerbung, Kommunikationswettbewerb, Konsumentenverhalten, Markenpositionierung, Emotionsmessung, visuelle Kommunikation, nonverbale Kommunikation, Bildüberlegenheitseffekt, Involvement, Reizüberflutung, Automobilwerbung, Inhaltsanalyse, Marktforschung.
Die Arbeit untersucht, wie Emotionen in der Printwerbung analysiert werden können, um sich in einem gesättigten Markt besser vom Wettbewerb abzuheben.
Die zentralen Schwerpunkte sind emotionspsychologische Grundlagen, Methoden der Inhaltsanalyse, visuelle und verbale Kommunikationsstrategien sowie die praktische Anwendung dieser Analysekonzepte auf Automobilanzeigen.
Das Ziel ist die kritische Evaluation und Aktualisierung des veralteten Analysemodells von Erika Woll, um ein präziseres und zeitgemäßeres Instrument zur Analyse emotionaler Werbebotschaften zu schaffen.
Die Autorin nutzt eine kombinierte Methode aus ganzheitlicher Bewertung mittels Doppel-Kodierung und analytischer Einzelelementprüfung von Bildelementen, Farben und Sprache.
Der Hauptteil vertieft theoretische Rahmenbedingungen, wie Informationsüberlastung und Marktgesättigtheit, erläutert psychologische Emotionstheorien und untersucht detailliert die Wirkungsweisen von Bild, Farbe und Sprache als Reizträger.
Wesentliche Begriffe sind Emotionsmessung, Printwerbung, Markenpositionierung, visuelle Kommunikation, Involvement, Reizüberflutung und Inhaltsanalyse.
Im Gegensatz zu Woll, deren Fokus rein auf dargestellten Emotionen lag, integriert diese Arbeit zusätzlich die Betrachtung der auslösenden Emotionen beim Konsumenten.
Farben dienen als Indikator für den emotionalen Bedeutungsgehalt; im speziellen Fall der Audi-Anzeige erzeugen Rot, Schwarz und Blau einen Kontrast, der Dynamik und Prestige vermittelt.
Da Konsumenten im Alltag nur eine sehr kurze Zeit für die Betrachtung einer Anzeige aufwenden, ist die schnelle visuelle Aktivierung durch emotionale Bilder für den Werbeerfolg entscheidend.
Durch das Verfahren der Doppel-Kodierung, bei dem zwei unabhängige Personen die Anzeige nach emotionalen Adjektiven bewerten, wird die Objektivität der Analyse erhöht und die Inter-Coder-Reliabilität bestimmt.
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