Masterarbeit, 2013
129 Seiten, Note: 3
Einführung
1. Fachinhaltliche Aspekte der Schuldenkrise
1.1 Überblicksartige Darstellung der Entstehung und der aktuellen Situation der Schuldenkrise
1.2 Globale Aspekte der Schuldenkrise
1.2.1 Die neoliberale Sicht auf die Schuldenkrise
1.2.2 Die keynesianische Sicht auf die Schuldenkrise
1.2.3 Die Exzesse im Investmentbereich – Auswirkungen der Liberalisierung im Investmentbereich
1.3 Europaspezifische Problemstellungen: Die Europäische Währungsunion – einheitliche Währung, asymmetrische Wirtschaftspolitik
1.3.1 Darstellung der Ist-Situation – Geldschöpfung und Geldvernichtung
1.4 Nationale Ebene, dargestellt am Verhältnis Deutschland vs. Griechenland
1.4.1 Exportweltmeister Deutschland
1.4.2 Griechenland am Abgrund
1.4.3 Die wirtschaftlichen Interaktionen zwischen den Ländern
2. Didaktische Aspekte für die Behandlung der Schuldenkrise im volkswirtschaftlichen Unterricht an der Handelsakademie
2.1 Normative Forderungen zum Aktualitätsbezug von Inhalten im Unterricht
2.2 Grundsätzlicher didaktischer Umgang mit aktuellen Ereignissen und didaktische Modelle
2.2.1 Das Grundmodell nach Posch/Schneider/Mann
2.2.2 Kritisch-konstruktive Didaktik
2.2.3 Konstruktivistische Didaktik
2.3 Reduktion der Komplexität der Thematik
2.4 Didaktischer Umgang mit den ökonomischen Denkschulen
2.4.1 Transport der neoliberalen und der keynesianischen Sichtweisen an die SchülerInnen
2.4.2 Umgang mit der Unsicherheit und der Unwissenheit der Disziplin im Unterricht
2.5 Spezielle Herausforderung für die Lehrperson bezüglich dieses Themas
3. Zusammenfassung
Ziel der Arbeit ist es, eine fachinhaltliche Strukturierung der Schuldenkrise zu erarbeiten, um Schülern der Handelsakademie das Verständnis komplexer ökonomischer Zusammenhänge zu erleichtern und didaktische Wege zur Vermittlung dieses aktuellen, komplexen Themas aufzuzeigen.
1.2.3 Die Exzesse im Investmentbereich – Auswirkungen der Liberalisierung im Investmentbereich
Fast jeder und jede kennt den Werbespruch: „Lassen Sie ihr Geld für sich arbeiten“. Auch wenn dieser Slogan nunmehr weniger Verwendung findet (schließlich unterliegen auch Werbebotschaften einer Abnutzung) zeigt sich dahinter eine gewisse Geisteshaltung. Es wurde versucht die Finanzwirtschaft von der Realwirtschaft zu entkoppeln und eine sich selbst in Gang haltende Gelddruckmaschine zu erfinden. Dies entspricht dem Versuch die Marx’sche Grundformel G – W – G (mit Geld eine Ware einkaufen um sie dann für mehr Geld weiter zu verkaufen) durch die Abkürzung G – G (aus Geld direkt mehr Geld zu gewinnen) zu ersetzen.
In der typischen Tauschsequenz Geld – Ware – Geld – Ware spielt der Finanzsektor eine zwar wichtige, aber in Bezug auf die Realwirtschaft dienende Rolle. Er spielt eine Rolle als Schmiermittel für die Realwirtschaft in räumlicher (für den Handel) und zeitlicher (für Investitionen) Hinsicht und dient somit einem Selbstzweck. Bei der selbstreferentiellen Vermehrung von Geld im Sinne von Geld – Geld – Geld – Geld (Tausch unterschiedlicher Geldarten) wird das Geld zum Selbstzweck.
Mittels sogenannter Leerverkäufe und unter Verwendung von Finanzderivaten lassen sich aber auch fallende Kurse in Profite verwandeln. Beim schnellen Trading werden keine realen Werte geschaffen, sondern es handelt sich dabei um ein Null-Summenspiel, bei dem sich die Summe der Gewinne und die Summe der Verluste gegenseitig aufheben und somit nur monetäre Werte umverteilt werden.
1. Fachinhaltliche Aspekte der Schuldenkrise: Dieses Kapitel erläutert die wirtschaftsgeschichtlichen Entwicklungen seit Ende des Bretton-Woods-Systems und analysiert die Schuldenkrise aus globaler, europäischer und nationaler Perspektive sowie aus neoliberaler und keynesianischer Sicht.
2. Didaktische Aspekte für die Behandlung der Schuldenkrise im volkswirtschaftlichen Unterricht an der Handelsakademie: Hier werden didaktische Modelle und Methoden diskutiert, um das komplexe Thema der Schuldenkrise unter Berücksichtigung gesetzlicher Rahmenbedingungen und unterschiedlicher Lehrmeinungen für Schüler aufzubereiten.
3. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel bietet einen Überblick über die behandelten fachlichen und didaktischen Schwerpunkte der Arbeit.
Schuldenkrise, Finanzkrise, Neoliberalismus, Keynesianismus, Didaktik, Handelsakademie, Geldschöpfung, Europäische Währungsunion, Fiskalpolitik, Realwirtschaft, Finanzderivate, Komplexitätsreduktion, Unterrichtsplanung, Euro, Staatsschulden.
Die Arbeit behandelt die Herausforderungen bei der didaktischen Aufbereitung der komplexen und aktuellen Thematik der Schuldenkrise für den Unterricht an Handelsakademien.
Zentrale Felder sind die fachliche Analyse der Entstehung der Krise, die Gegenüberstellung ökonomischer Denkschulen sowie die didaktische Umsetzung mittels spezifischer Modelle.
Das Ziel ist eine fachinhaltliche Strukturierung der Krise, um Schülern das Verständnis der Zusammenhänge zu erleichtern und Lehrkräften methodische Ansätze zu bieten.
Es erfolgt eine Literaturanalyse volkswirtschaftlicher Theorien sowie die Anwendung didaktischer Analysemodelle, wie dem Grundmodell nach Posch/Schneider/Mann und der kritisch-konstruktiven Didaktik.
Der Hauptteil analysiert die Schuldenkrise aus globaler und europäischer Sicht, untersucht die Geldentstehung und -schöpfung und beleuchtet die Notwendigkeit der Komplexitätsreduktion im Unterricht.
Schlüsselwörter sind Schuldenkrise, Neoliberalismus, Keynesianismus, Didaktik, Handelsakademie und Geldpolitik.
Die Arbeit betont, dass Geld und Schulden im Finanzsystem untrennbar verbunden sind, wobei die Giralgeldschöpfung durch Geschäftsbanken eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Spekulationsblasen spielt.
Während Neoliberale vor allem auf Sparpolitik, Budgetkonsolidierung und Deregulierung setzen, fordern Keynesianer offensive Fiskalpolitik zur Stützung der Wirtschaft und eine strengere Regulierung der Finanzmärkte.
Lehrkräfte stehen vor dem Problem, dass die Fachwissenschaft selbst keine eindeutigen Lösungen bietet und eine hohe Geschwindigkeit an aktuellen Ereignissen die Didaktik vor ständige Anpassungen zwingt.
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