Bachelorarbeit, 2016
47 Seiten, Note: 1,00
Einführung
Kapitel 1 Das Phänomen Kinderarmut
1 Wandel der Armut in Deutschland
1.1 Aktuelle Lage - Studie der Bertelsmann Stiftung
2 Der Armutsbegriff
2.1 Der Ressourcenansatz
2.2 Der Lebenslagenansatz
2.3 Ein kindgerechter Armutsbegriff
3 Armut als Risikofaktor für die kindliche Entwicklung
3.1 Drei Wirkungsebenen von Armut
3.2 Komplexität und Intensität von Armut
3.3 Zeitpunkt und Dauer der Armut
3.4 Armut und sozioökonomischer Status
4 Familiäre Belastung und Bewältigung von Armut
4.1 Armut und Verhalten
4.2 Die Belastung der Eltern als Bindeglied zwischen Armut und Entwicklungsgefährdungen ihrer Kinder
5 Zusammenfassung der bisherigen Befunde
Kapitel 2 Annäherung an das Resilienzkonzept
1 Der Resilienzbegriff
1.1 Resilienz ist ein dynamischer Anpassungs- und Entwicklungsprozess
1.2 Resilienz ist eine variable Größe
1.3 Resilienz ist situationsspezifisch und multidimensional
1.4 Zusammenfassung
2 Zentrale Konzepte der Resilienzforschung: Das Risiko- und das Schutzfaktorenkonzept
2.1 Das Risikofaktorenkonzept
2.2 Das Schutzfaktorenkonzept
3. Die „Kauai- Längsschnittstudie“
4. Die Bedeutung der Resilienzforschung für die Bildungs- und Erziehungspraxis
4.1 Allgemeine Ziele und Strategien der Resilienzförderung
4.2 Ansatzpunkte zur Resilienzförderung in Bildungs- und Erziehungskontexten
5. Zusammenfassung der bisherigen Befunde
Kapitel 3 Armutsgefährdete Kinder als Zielgruppe von Resilienzförderung
1 Arme Kinder als spezifische Zielgruppe
1.1 Fallbeispiel „Theo“
2. Kritik am Resilienzkonzept
3. Zusammenfassung der bisherigen Befunde
Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen von Kinderarmut als Entwicklungsrisiko und analysiert das Konzept der Resilienz als pädagogische Möglichkeit, um betroffene Kinder in ihrer Bewältigungskompetenz zu stärken. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwiefern Resilienzförderung als Form der Sekundärprävention dazu beitragen kann, die psychosozialen Folgen von Armut für die kindliche Entwicklung abzumildern.
1.1 Fallbeispiel „Theo“
Wie bereits festgestellt, erfahren arme Kinder genau in den Bereichen Einschränkungen, an denen Resilienzförderung ansetzt. So sind bei diesen Kindern die Bildungs- und Erfahrungsspielräume häufig sehr eingeschränkt. Das gilt gleichermaßen für den Freiraum zur Entfaltung individueller Fähigkeiten und Neigungen, der für die Persönlichkeitsentwicklung unbedingt gebraucht wird. Den Kindern mangelt es auch an Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten, sowie an sozialen Teilhabe- und Mitwirkungschancen. Dadurch behindert die Armutslage häufig sogar die Kontakte zu Gleichaltrigen und damit Freundschaften. Somit ist die Lebenssituation sozial benachteiligter Kindern häufig durch mehrfache Entwicklungsrisiken belastet, sodass viele von ihnen als sogenannte Hoch-Risiko- Kinder gelten. Ein Fallbeispiel soll das in Kürze veranschaulichen:
„Theo, sieben Jahre: Seine Mutter ist langzeitarbeitslos und hat so gut wie keine Chance auf Reintegration in den Arbeitsmarkt. Aufgrund dieser Lebenssituation ist sie psychisch erkrankt. Der Junge hat eine problematische Beziehung zum Stiefvater; zu seinem leiblichen Vater besteht kein Kontakt. Es gibt gravierende Konflikte zwischen Mutter und Stiefvater und deutliche Anzeichen, dass das Kind pädagogisch vernachlässigt wird.“
So zusammengefasst, liegt der Fokus auf den Defiziten. Aufgrund der Tatsache, dass Armut eine Lebenslage ist, die durch Mangel geprägt ist, verbreitet sich leicht eine defizitorientierte Sichtweise. Richtet man jedoch seinen Blick auf die Potenziale und Ressourcen, also die möglichen Schutzfaktoren der Kinder, stellt man oft fest, dass gerade arme Kinder auch starke Kinder sein können, so Zander.
Kapitel 1 Das Phänomen Kinderarmut: Dieses Kapitel erläutert den Wandel der Armut in Deutschland und etabliert Kinderarmut als eigenständiges Forschungsthema, wobei insbesondere kindgerechte Armutsbegriffe und die Wirkungsebenen von Armut analysiert werden.
Kapitel 2 Annäherung an das Resilienzkonzept: Das Kapitel definiert den Resilienzbegriff als dynamischen Prozess und stellt die zentralen Konzepte (Risiko- und Schutzfaktoren) sowie die bedeutende „Kauai-Längsschnittstudie“ vor.
Kapitel 3 Armutsgefährdete Kinder als Zielgruppe von Resilienzförderung: Hier werden die Möglichkeiten und Grenzen der Resilienzförderung bei armutsgefährdeten Kindern diskutiert und durch ein Fallbeispiel illustriert, wobei die Kritik am Resilienzkonzept kritisch reflektiert wird.
Kinderarmut, Resilienz, Resilienzförderung, Entwicklungsrisiko, Lebenslagenansatz, Schutzfaktorenkonzept, Risikofaktorenkonzept, Sozialpädagogik, Bewältigung, Armutsprävention, Bildungspraxis, Kindheit, Sozialisation, Psychosoziale Belastung, Armutsfolgen.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern, die in Armut aufwachsen, und prüft, ob das Konzept der Resilienz einen geeigneten pädagogischen Ansatz bietet, um die negativen Folgen dieser Lebenslage für die kindliche Entwicklung abzumildern.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Erscheinungsformen von Kinderarmut, die wissenschaftliche Erforschung des Resilienzkonzepts und die praktische Anwendung von Resilienzförderung im pädagogischen Alltag.
Ziel ist es zu untersuchen, welche Chancen sich aus dem Resilienzkonzept als Bewältigungsform von Kinderarmut ergeben und wie Kinder in ihren Kompetenzen gestärkt werden können, um trotz schwieriger Umstände eine positive Entwicklung zu nehmen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die aktuelle Studien zur Kinderarmut (z.B. Bertelsmann Stiftung) und die Resilienzforschung (z.B. Wustmann Seiler, Zander) synthetisiert, um pädagogische Handlungsmöglichkeiten abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Kinderarmut, eine Einführung in das Resilienzkonzept sowie eine konkrete Diskussion zur Zielgruppenförderung von armutsgefährdeten Kindern inklusive der Kritik am Konzept.
Wichtige Begriffe sind Kinderarmut, Resilienz, Schutzfaktoren, Entwicklungsrisiko, Lebenslagenmodell und pädagogische Prävention.
Das Fallbeispiel dient dazu, die abstrakte theoretische Diskussion über Defizite und Ressourcen greifbar zu machen und zu zeigen, dass auch Kinder in hochbelasteten Lebenssituationen individuelle Potenziale besitzen.
Ja, die Arbeit weist darauf hin, dass Resilienz nicht dazu missbraucht werden darf, gesellschaftliche Probleme wie Armut zu entpolitisieren oder die Verantwortung für die Bewältigung ausschließlich auf das Individuum zu verlagern.
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