Diplomarbeit, 2004
105 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Thema und Aufbau der Arbeit
1.2 Relevanz der Themenstellung
1.3 Abgrenzung des Themas und Vorgehensweise
1.4 Zielsetzung der Arbeit
1.5 Stand der Forschung und Quellengrundlage
2. Vorbedingungen – Rechtsextremismus in Ostdeutschland und Gegenstrategien
2.1 Rechtsextreme (Sub-)Kultur
2.2 Strategien gegen Rechtsextremismus
2.3 Zivilgesellschaft in den Neuen Bundesländern
2.4 Weiterentwicklung staatlicher Interventionen: Das Aktionsprogramm „Jugend für Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“
3. Mikroökonomische Situation
3.1 Interne und externe Rahmenbedingungen der CIVITAS-Projektförderung
3.1.1 Datengrundlage und Vorgehensweise
3.1.2 Bundesstaatlicher Rahmen des Sonderprogramms CIVITAS
3.1.3 Bürokratisierung der Antragsverfahren
3.1.4 Kontinuität der Projektfinanzierung
3.1.5 Konfrontation mit Regional- und Lokalpolitik
3.1.6 Sicherung der Nachhaltigkeit durch lokale Verankerung und Verstetigung
3.1.7 Zusammenfassung
3.2 Gegenwärtige Lösungsversuche und Perspektiven zur Stabilisierung
3.2.1 Einführung in den Problemzusammenhang
3.2.2 Lösungsbestreben der Amadeu Antonio Stiftung – das Fundraisingprojekt „Handeln für Demokratie – die Besten voran!“
3.2.3 Rahmenbedingungen im Fundraisingprojekt
3.2.4 Zusammenfassung
4. CSO im Intermediären Bereich
4.1 Der intermediäre Bereich
4.1.1 Die Organisationen des intermediären Bereichs
4.1.2 Verflechtungen und Spannungen
4.2 Das Spannungsfeld von CSO am Beispiel der Finanzierungsproblematik der CIVITAS-Projekte
4.2.1 Kopplung an externe Mechanismen
4.2.2 Ressourcenformen
4.2.3 Interessenslagen und Konflikte
4.3 Zusammenfassung
5. Schlussteil
5.1 Zusammenfassung der Arbeit
5.2 Reflexion der Ergebnisse
Die Arbeit analysiert die gegenwärtige ökonomische Situation zivilgesellschaftlicher Initiativen gegen Rechtsextremismus im Kontext auslaufender staatlicher Förderprogramme. Das Hauptziel besteht darin, die komplexen finanziellen Abhängigkeiten dieser Organisationen transparent zu machen, die Problematik der finanziellen Konsolidierung zu untersuchen und strategische Ansätze zur Sicherung ihrer Arbeit aufzuzeigen.
3.1.3 Bürokratisierung der Antragsverfahren
„Die Motivation, einen Antrag bei CIVITAS zu stellen, wird als sinkend beschrieben.“ Dies verdeutlichte die Evaluation der Strukturprojekte bei der Befragung der Netzwerkstellen. Eine Aufgabe der Netzwerkstellen ist die Unterstützung bei der Antragstellung lokaler Initiativen und engagierter Gruppen. Trotz dieser Hilfe wird der Aufwand bei der Antragsstellung gerade von unerfahrenen, kleineren Trägern als abschreckend empfunden. Mehrfach wird geäußert, dass es gerade für kleinere Projekt nahezu unmöglich sei, diesen Aufwand in ehrenamtlicher Arbeit zu bewältigen.
Von einer anderen Befragten wird dies ähnlich und sogar verschärft wahrgenommen. Den hohen Vorraussetzungen zur Antragstellung wird sogar die Absicht einer Vorauswahl unterstellt:
„Also ich will mal so sagen, man hat sich inzwischen eingestellt. Und man beherrscht die Sache auch einigermaßen. Aber ich denke, für jemanden, der neu einsteigen will bei CIVITAS, für einen Verein, der also keine Voraussetzungen mitbringt, der sich in diesem Förderdschungel nicht auskennt, (...) sind die Vorgaben sehr, sehr hoch. Also ich denke, auch ganz bewusst hoch, um einige gar nicht an die Fördermittel rankommen zu lassen. Also, dass das auch gewollt ist.“
1. Einleitung: Definiert das Thema, die Relevanz der ökonomischen Untersuchung und den Forschungsstand.
2. Vorbedingungen – Rechtsextremismus in Ostdeutschland und Gegenstrategien: Erläutert das Phänomen Rechtsextremismus und die Entstehung des CIVITAS-Programms als staatliche Intervention.
3. Mikroökonomische Situation: Analysiert die konkreten finanziellen Rahmenbedingungen und Herausforderungen der CIVITAS-Projekte sowie erste Lösungsansätze durch Fundraising.
4. CSO im Intermediären Bereich: Abstrahiert die mikroökonomischen Probleme auf eine theoretische, makroökonomische Ebene im Kontext des Wohlfahrtspluralismus.
5. Schlussteil: Fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und reflektiert die ökonomischen Schlussfolgerungen für die Praxis.
Zivilgesellschaft, Rechtsextremismus, CIVITAS, Fundraising, Wohlfahrtspluralismus, Projektfinanzierung, Mikroökonomie, Intermediärer Bereich, NGO, Demokratieförderung, Projektmanagement, Nonprofit-Organisation, Deutschland, Finanzierungsproblematik, Nachhaltigkeit.
Die Arbeit untersucht die ökonomische Situation von zivilgesellschaftlichen Organisationen, die gegen Rechtsextremismus aktiv sind, insbesondere im Hinblick auf deren Abhängigkeit von staatlicher Förderung.
Zentrale Themen sind die Finanzierungsproblematiken von NGO/CSO, die Auswirkungen staatlicher Förderstrukturen, die Professionalisierung durch Fundraising und die theoretische Verortung dieser Organisationen im Intermediären Bereich.
Das Ziel ist es, die ökonomischen Abhängigkeiten zivilgesellschaftlicher Initiativen transparent zu machen und aufzuzeigen, wie diese ihre Arbeit nachhaltig durch alternative Finanzierungsquellen sichern können.
Die Arbeit basiert auf einer Sekundäranalyse von Evaluationen und Berichten sowie auf einer eigenen qualitativen Erhebung in Form von problemzentrierten, leitfadengestützten Interviews.
Der Hauptteil analysiert zum einen die mikroökonomischen Rahmenbedingungen der staatlichen Projektförderung (CIVITAS) und zum anderen die makroökonomische Einbettung dieser Organisationen in den Intermediären Bereich unter Nutzung des Konzepts des Wohlfahrtspluralismus.
Zivilgesellschaft, Rechtsextremismus, CIVITAS, Fundraising, Wohlfahrtspluralismus und Projektfinanzierung sind zentrale Begriffe.
Es dient als praxisnahes Fallbeispiel für eine strategische Professionalisierung und den Versuch, die finanzielle Abhängigkeit vom Staat durch die Erschließung privater Ressourcen zu verringern.
Die zunehmende Bürokratisierung der Antragsverfahren, die von den Initiativen oft als abschreckend, unökonomisch und als Belastung für ihre inhaltliche Arbeit empfunden wird.
Welchen Stellenwert haben ehrenamtliche Tätigkeiten laut der Untersuchung?Ehrenamtliches Engagement ist eine wesentliche ökonomische Ressource, die jedoch allein oft nicht ausreicht, um professionelle, langfristige Strukturen gegen Rechtsextremismus aufrechtzuerhalten.
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